Wolfgang Hebold

Die Verheerung Europas *

Ein Tagebuch des Niedergangs
Sonntag, 31. Dezember 2017

Sicherheitszonen - Auch in diesem Jahr richten Städte und Gemeinden im Rahmen ihrer Silvesterfeiern Zonen ein, in die sich Frauen in Sicherheit bringen. Ob sie bereits von Afrikanern oder Arabern angemacht oder auch begrabscht worden sind, spielt dabei keine Rolle. Der Staat handelt nach zwei Jahren Erfahrung mit dem Verhalten der afrikanischen und arabischen Horden präventiv.

Sicherheitszonen werden heutzutage üblicherweise von der UN in Bürgerkriegsgebieten eingerichtet und unterhalten. Die Sicherheitszone in und um Srebrenica erlangte dabei traurige Berühmtheit. Sie wurde zum Symbol des Scheitern einer Strategie, die darauf abzielte, Frieden ohne Waffen zu schaffen, indem man die Unbewaffneten durch Truppen in Schutz nehmen lässt, die nur im äußersten Notfall das tun, wofür Militär nun einmal da ist: Den Feind abzuwehren.

Nun haben wir Sicherheitszonen also mitten in Deutschland. Zugegeben, es sind erst mal nur Sicherheitszonen für Frauen. Aber an der Tatsache lässt sich nicht deuteln: Die Willkommenskultur hat das Land in sichere und unsichere Gebiete zerteilt. Zumindest der Struktur nach, befindet Deutschland sich auf einer Stufe mit Somalia oder dem späten Balkan.

Nachdem dieser Staat seine Außengrenze nicht schützte, muss er nun Grenzen im Inneren ziehen. Und in den Zonen jenseits der sicheren Linien herrscht Unsicherheit. Diese wird sogar akzeptiert. Der Staat dankt ab und überlässt das Gelände dem Gegner. Die Bedeutung dieser Geste ist klar: Wer sich außerhalb der gesicherten Gebiete bewegt riskiert, beschädigt zu werden. Er bewegt sich auf eigene Verantwortung und kann sich später nicht auf die Pflicht des Staates, den Bürger zu schützen, berufen. Der Staat hätte ihn ja beschützt - in der Sicherheitszone.

Aktuell werden Frauen in die Sicherheitszonen gebracht. Doch bald werden Kinder den Frauen folgen. Und dann die Männer. Wer denkt, das sei übertrieben, denke nur kurz darüber nach, was er geantwortet hätte, wenn vor 5 Jahren jemand über Sicherheitszonen zu Silvester spekuliert haben würde - »undenkbar« wäre wohl noch eine freundliche Antwort gewesen.

Diese Sicherheitszonen erscheinen den meisten heute skandalös. Und von einem selbstbewussten Staat aus betrachtet sind sie es auch. Ein Staat der auf diese Weise agiert, agiert eben nicht mehr wie ein Staat - er hat kapituliert und seine Existenz in Frage gestellt.

Doch zugleich schaffen diese Zonen auch einen Raum. Sie sind der Beginn von Zonen der Rückkehr. Die Bedrohten werden zusammengeschoben und dort wird ihnen deutlich gemacht, wer sie sind. Und dann steht die Frage im Raum, ob es so bleiben solle? Das ist ein langer Prozess. Und seine Entwicklung ist offen. Sie kann enden wie in Srebrenica oder im Ghetto. Aber sie kann auch zur Selbstfindung führen.

In diesem Sinne sind diese Sicherheitszonen ein Zeichen. Sie lassen die Zukunft erahnen eines Deutschlands, das geteilt ist in christliche und moslemische Zonen. Und in den christlichen wird das Land sich seiner Stärken besinnen. Es ist wie mit Völkern, die eine Zeit des Diaspora erlebten und sich dort vereinten.

Dort wird es kein Willkommen mehr geben für jene, die sich lediglich auf Kosten von anderen ausbreiten wollen. Dort wird niemand mehr sagen, dass es eine deutsche Kultur gar nicht gäbe. Dort wird jeder wissen, dass Kinder Zukunft bedeuten und Kinderlosigkeit Tod. Dort wird Heimat wiedergefunden. Nicht, weil man sie hat; sondern weil sie genommen wurde und man sich ihrer plötzlich erinnert und sich nach ihr sehnt. Aber so ist das eben: Die wirklich wichtigen Dinge erkennt man erst, wenn sie nicht mehr sind. Das ist das Gute an Sicherheitszonen.

Donnerstag, 14. Dezember 2017
Die ungeteilte Hauptstadt der Christen

Seit Tagen ist Jerusalem, die ungeteilte Hauptstadt Israels, in den Nachrichten. Es kommt in Europa und speziell Deutschland zu antisemitischen Exzessen wie zuletzt nach den Vergeltungsschlägen der Israelis gegen die militärische Gewalt aus Gaza. Doch noch immer hat man Europa nicht verstanden, welche Logik hinter dem Konflikt um Jerusalem wirklich steht, denkt man in Mustern, die sich in dem folgenden Zitat aus dem Deutschlandfunk zeigen: »Antisemitismus mitten in Europa, infolge der Jerusalem-Entscheidung von Donald Trump.«

Natürlich ist der Antisemitismus der Araber und ihrer Unterstützer aus der Linken kein Folge der Entscheidung von Trump - die übrigens nur umsetzt, was das amerikanische Parlament schon vor Jahren entschieden hat: Dass die Botschaft der USA nach Jerusalem verlegt werden solle. Der Antisemitismus ist der Antisemitismus der Araber und ihrer Unterstützer. Nicht mehr; nicht weniger.

Worum es aber vor allem geht, das zeigt eine andere Stadt, eine Stadt, die man ohne Umschweife als eine der Hauptstädte der Christen bezeichnen kann. Nein, nicht Jerusalem; auch nicht Rom; aber Konstantinopel; heute meistens Istanbul genannt. Aber ihren traditionellen Namen trug die Stadt am Bosporus weit über 1700 Jahre und 1200 Jahre davon war sie christlich. In dieser Zeit überstand sie mehrere Versuch moslemischer Armeen, sie zu erobern. Erst am 29. Mai 1453 fiel sie nach einer mehrwöchigen Belagerung und wurde islamisch.

Wer wissen will, wie es Juden und Christen unter moslemischer Herrschaft ergeht, der wirft am besten einen Blick in die Geschichte Konstantinopels. Zunächst, also nach der Eroberung, wurden Christen und Juden gebeten zu bleiben. Das hatte aber rein ökonomische Gründe. Christen und Juden waren die Steuerzahler im Osmanischen Reicht; Moslems brauchten nichts zahlen. Das Stehen zu seinem Glauben kostete etwas und Christen und Juden waren bereit, diesen Preis zu errichten. Darüber hinaus wurde die Stadt islamisiert: Kirchen mussten schließen oder wurden, wie die Hagia Sophia zu Moscheen umgewidmet. Nach dem Großen Brand von 1660 ergriffen die Herrscher die Gelegenheit und es blieben lediglich drei christliche Gotteshäuser erhalten.

Noch 1872 lebten unter den ca. 800.000 Einwohnern Konstantinopels ca. 340.000 Christen; Armenier stellten die Mehrheit unter ihnen, gefolgt von den griechischen Christen. In den nächsten 50 Jahren vollzog sich eine Entwicklung, die heute kaum mehr bekannt ist. Denn anders als Moslems, verstehen sich Christen und vor allem Juden wenig auf das politische Spiel, sich vom Täter zum Opfer zu mausern.

Noch zu Beginn des Ersten Weltkriegs lebten 300.000 Christen in der Hauptstadt des Osmanischen Reichs. Zunächst kurzzeitig neutral, traten es im Oktober 1914 an der Seite der Mittelmächte Österreich-Ungarn und Deutschland in den Großen Krieg ein, den es am Ende genauso verlor, wie seine Verbündeten in Wien und Berlin. Doch anders als dort, wurde das nun türkische Istanbul von Briten und Franzosen besetzt. Noch immer lebten ca. 300.000 Christen in der Stadt mit der für sie großen Bedeutung.

Doch kaum hatte die Türken sich unter ihrem weltlichen Führer Atatürk von neuem gesammelt, kam es zu einer Entwicklung, die im Rückblick wie eine Vorwegnahme späterer Massenmorde erscheint: Nach dem Völkermord an den armenischen Christen wurden auch die Griechen 1923 endgültig vertrieben oder ermordet. Wie in Deutschland nutzte ein vordergründig laizistischer Staat die Religionszugehörigkeit als Muster für sein staatlich organisiertes Vertreiben und Morden.

Istanbul war zwar noch nicht völlig christenfrei. Aber das sollte sich ändern: Nach dem »Pogrom von Istanbul« im Jahre 1955 verließen auch die letzten Christen die Stadt. Das ehemalige Konstantinopel war moslemisch. Heute leben in der 0.2 % Christen. Das sind prozentual nur wenig mehr als Juden in Deutschland. Doch über diesen islamischen Völkermord in Istanbul erregen sich keine Vereinten Nationen. Man erregt sich lieber über die Ereignisse in der israelischen Hauptstadt. Dass diese Empörung von einem türkischen Ministerpräsidenten hochgekocht wird, macht die Sache besonders pikant. Und wie der Führer der Türken sich aufregen würde, falls ein namhafter Christ die Teilung von Istanbul mit eben jeden Argumenten einfordern würde, die die Araber so gerne gegen Israel wenden, wäre er sicherlich ganz aus dem Häuschen. Doppelmoral nennt man das - eine Haltung, die unter Moslems besonders gepflegt wird und Europa geht ihnen dabei wieder und wieder auf den Leim.

Sonntag, 15. November 2017
Die Stolpersteinreinwaschmaschine

Wer, wie ich, denkt, mit den sogenannten Stolpersteinen würde ausschließlich der ermordeten europäischen Juden gedacht, der liegt falsch. Tatsächlich hat die mittlerweile auch patent- und warenrechtlich geschützte Aktion »Stolpersteine« 1995 mit einem Stein für die ermordeten Roma und Sinti begonnen - nachlesbar für jeden in dem entsprechenden Wiki-Eintrag.

Der Übergang zu den ermordeten Juden erfolgte erst später, sozusagen unter der Hand. Es sollte also nicht wundern, wenn der Tagesspiegel einen Beitrag über die Entwendung von Stolpersteinen in Neukölln, genauer in Britz, am 7. November betitelt: »Gedenken an Holocaust-Opfer«. Hier wird suggeriert, die Stolpersteine stünden für Holocaustopfer. Doch als Opfer des Holocaust werden Juden bezeichnet - und eben nicht Sinti und Roma, Schwule oder politisch Verfolgte. Das Bezirksamt Neukölln bewegt sich gleichfalls auf dieser Linie, die jüdischen Opfer in die erste Reihe zu stellen, wenn es auf seiner Internetseite schreibt: Das Projekt Stoplpersteine »erinnert abseits der großen Mahnmale an die im Nationalsozialismus deportierten und ermordeten jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn, aber auch an die Akteure des politischen Widerstands, an Homosexuelle, Roma und Sinti, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer«.

Es stimmt schon - überwiegend wird jüdischer Opfer gedacht. Doch gerade in Britz, also dort, wo vor einigen Tagen, von der Republik empört registriert, Steine verschwanden, handelt es sich vor allem um Stolpersteine für Kommunisten, wie ein Blick auf die Liste mit den in Britz verlegten Steinen verrät. Dass Nationalsozialisten, mit denen die Kommunisten bis zur Machtergreifung bekanntlich häufig noch eine gemeinsame Front gegen die verhasste Republik von Weimar gebildet hatten, sie, die Kommunisten, politisch verfolgten, ist sicherlich Fakt. Nur hat diese Art der Verfolgung wenig mit dem rassistischen Mord an Millionen Juden zu tun. Einem Kommunisten, der sich vom Internationalen zum Nationalen Sozialismus bekehrte, hatte im Machtbereich des national-sozialistischen Führers ein durchaus bekömmliches Leben. Ein Jude hatte dagegen im national-sozialistischen Deutschland keine Wahl.

Doch der schleichende Übergang der Aktion Stolpersteine von den ermordeten Juden zu ermordeten Kommunisten verdeckt diese Nähe, soll sie verdecken. Denn nun erscheinen Kommunisten wie Juden als Opfer, die ohne eigene Schuld ausgelöscht wurden. Da darf denn auch nicht mehr nachgefragt werden.

Wenn die BZ vom Fall des Stanislaw Kubicki, dessen Stolperstein fehlt. ausführlich berichtet und schreibt, er habe auch nach dem Einmarsch der Deutschen in Polen weiter im besetzten Warschau gelebt, und sein Sohn fragt: »„Wie er das gemacht hat, hat er mir nie erzählt. Da hat er irgendein Kunststück vollbracht“ - dann könnte man stutzen. Der Vater sei 1940 das erste Mal wieder in Berlin bei seiner Familie gewesen, ergänzt der Sohn: »„Er hatte Kontakt zur Botschaft von Mandschukuo aufgenommen. Dort holte er Geld ab und brachte es nach Warschau, wo damit die polnische Widerstandsbewegung finanziert wurde.“« Eine »halbe Millionen Dollar« sollen es gewesen sein. - Da kommt man ins Grübeln.

Was der Mann von der BZ scheinbar nicht weiß: Mandschukuo war ein von Japan installierter Marionettenstaat im Fernen Osten. Eine halbe Millionen Dollar von dort aus Deutschland nach Polen geschmuggelt? - Doch hier wird niemand fragen. Nicht der BZ-Report und auch sonst kein Medienmensch. Denn soviel weiß man aus Deutschland: Hinter jüdischen Opfern lässt sich vieles verbergen. Da fragt niemand nach.

Im Gefolge der ermordeten Juden kann nun auch die Morgenpost zusammen mit diversen linken Puiblikationen einen Wienand Kaasch als armes Opfer darstellen. Dass Kaasch ein Kaderkommunist, wie er im Parteibuche stand, war, wird geflissentlich übersehen. 1933 emigriert, kehrte er 1935 auf Befehl Stalins aus der Sowjetunion nach Deutschland zurück. Wird das kritisch beleuchtet? - Sicherlich nicht. Wissen diese Journalisten nicht mehr, dass in jenen Jahren in der Sowjetunion bereits ein kommunistischer Massenmord stattfand, der dem Morden der Nationalsozialisten um keinen Deut nachstand? - 14 Millionen sogenannte Kulaken ließen die Kommunisten mit voller Absicht verhungern. Hungermord wird der Massenmord noch heute genannt.

Schwer zu sagen, ob es Unwissenheit ist oder fehlendes Interesse. Die Entwendung der Steine galt jedenfalls umgehend als Akt antisemitischer Täter. Von Kommunisten hat kaum einer geredet. Und genau das ist von Linken gewollt. Diese Verschiebung passt in ihr Konzept der Verleugnung linker Verbrechen. So wird über die Stolpersteine das Fragen gleichsam verboten, weil man sich im Umfeld der ermordeten Juden bewegt. Und schon werden die Anhänger einer verbrecherischen Ideologie im Schutz der Erinnerung an die toten Juden gleichsam in den Stand des heiligen Opfers der Nationalsozialisten gehoben.

Linke suchen für ihre Täter und Mitläufer Unterschlupf bei den jüdischen Opfern. Ob die Initiatoren der Aktion »Stolpersteine« das so angedacht haben, kann ich nicht sagen. Aber die Linken missbrauchen diese Aktion derart für ihre politischen Zwecke. Sie instrumentalisieren über die Stolpersteine die Holocaustopfer. Linke schlachten Juden aus. Perfider geht es wohl kaum. Und so wird am Ende die Aktion Stolpersteine zur Reinwaschmaschine für Kommunisten. Dass ausgerechnet die Partei »Die Linke« dies tut, deren Antisemitismus mittlerweile bekannt ist, rundet die Sache ab.

Ob man der ermordeten Kommunisten gedenken sollte, ist schwer zu entscheiden. Aber mit Sicherheit hat der Funktionär eines Mörderregimes wie der Sowjetunion mit einer Anne Frank nichts gemein. Kommunisten und Linken können ja seiner gedenken. Das entspräche zumindest der Wahrheit der Geschichte ihrer mörderischen Ideologie. Aber ein Amt einer Deutschen Behörde hat mit staatlichen Geldern solches Gedenken nicht zu erhalten. Und das auch dann nicht, wenn eines der ja zahlreichen Opfer des Kommunismus den Stein entfernt haben sollte.

Sonntag, 12. November 2017
Berlin, ein politischer Riesenspielplatz

Zu meinen schönsten Erlebnissen mit Pädagogen gehört eine Episode aus den Hochzeiten der Friedensbewegung: Sie, die hochmotivierten, von ihren Friedensideen trunkenen Kinder mäßig autoritärer Eltern, besorgten sich Spielzeug aus Holz und boten es zum Tausch gegen Kriegsspielzeug feil. Doch die Kinder, statt ihre Panzer und viermotorigen Bomber gegen Holzbausteine und Motorikschleifen zu tauschen, schleppten eben jene Produkte naturbelassenen Unvermögens heran, um endlich mit Panzerabwehrkanone und Düsenjäger die nächste Runde im Rüstungswettlauf beginnen zu können.

Ich weiß nicht mehr, wer blöder gekuckt hat - die ob des verweigerten Tauschgeschäfts enttäuschten Kinder oder die in ihren ideologischen Grundfesten erschütterten Pädagogen des Friedens. Nicht wenige hätte aus Verzweiflung am liebsten auf die kleinen Hände der Kinder eingedroschen. Ihre politische Botschaft war nicht nur missverstanden, sondern ins genaue Gegenteil umgekehrt worden.

Die Idee, über Spielzeug politische Botschaften an Kinder zu bringen, ist aber auch heute noch virulent; ja, heute womöglich mehr als jemals zuvor. In Neukölln etwa gibt es demnächst einen Spielplatz mit einer Moschee. Spielmoschee wird sie schon jetzt im Volksmund genannt. Der Bezirksbürgermeister versucht, sie als »orientalische Burg mit Basar« unter die Leute zu mogeln. Am überdimensionalen, aufgehenden arabischen Halbmond ändert das nichts. Die Kinder sollen sich wohl an ihre Zukunft unter islamischen Symbolen gewöhnen.

Spielplätze als Bühne politischer oder religiöser Symbole - das ist die konsequente Fortsetzung der Tauschaktion der Pädagogen von damals. Sie zeugt von einem bestimmten Verständnis von Politik. Politik als Spiel, Politik als Event. Die erste Generation, deren Kindheit durchs Fernsehen geprägt worden ist, bringt Politik und Spiel zur ästhetischen Deckung. Da passt die Performance Berliner Künstler, die zum Jahrestag der Oktoberrevolution vor dem Reichstag den Sturm auf das Winterpalais nachgestellt haben. Mal schauen, ob sie auch einen Platz für die ersten Massenerschießungen im jungen kommunistischen Russland ausmachen können. Bis es soweit ist, könnte man bei zur Neueröffnung des Berliner Stadtschlosses die Ermordung der Zarenfamilie nachstellen.

Diese Ideen lassen sich sicher erweitern. Zwar muss man nicht gleich die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten durch einen kontrollierten Brand des Reichstags imitieren - doch die Umgebung des Reichstags bietet Areal genug für die Gestaltung, ja Schaffung von Spielplätzen auf und mit politischem Grund.

Nein, ich meine nicht die islamischen Busse, die als eine Art blecherne Berliner Mauer das Brandenburger Tor vor islamischem Ungemach schützen. Aber das Ehrenmal für die Rote Armee - ein Schandmal im Herzen der Berlins -; jenes Ehrenmal würde als Spielplatz flugs zum Symbol der Völkerversöhnung. Eine Tafel, auf der die Namen der Soldaten eingraviert sind, im Hintergrund und im Vordergrund die beiden T 34, heruntergenommen von den Podesten und freigegeben für spielende Kinder - das wäre ein wirklicher Spaß. Mit den beiden Geschützen ließe sich sicher ähnlich sinnvoll verfahren. Keine traurigen Kinderaugen, die zu den Panzern nur hochblicken können, ohne sie erklettern zu dürfen. Eine Rutsche zur Seite; eine Schaukel an der Kanone - doch die Details überlasse ich gerne den Leuten vom Fach.

Anschließend werden weitere Spielplätze im Stadtgebiet mit politischen und religiösen Symbolen verziert - ein Kreuz an einem Klettergerüst erinnert an die Rückeroberung Spaniens von den islamischen Herrschern; ein Davidstern auf einer Wippe mahnt vor der Macht israelischer Kampfjets. Ein Bürgermeister, das das eine als abendländische Burg mit Marktplatz und das andere als Erinnerung an eine Synagoge verkauft, die auf dem Gelände des Spielplatzes vielleicht einmal stand, wird sich schon finden.

Doch schon wird deutlich: Nicht in Berlin. Nicht unter einer rot-grünen Regierung. Die erinnert sich an Rote Armee und Roten Oktober und plant grüne Halbmonde auf; an christliche, gar jüdische Siegessymbole wird man schwerlich erinnert. Man gibt sich nicht mal neutral. Man frönt grünen und linken Ideen und will nicht wissen, dass sich die Stadt derweil in einen äußerst gefährlichen Riesenspielplatz verwandelt. Aber vielleicht lassen sich die Berliner Gören ebensowenig betrügen wie die Kinder von damals und werfen den Müll in die neuen Plumpsklos und Gendertoiletten, mit denen der Senat in einer Art Wahrnehmungsstörung über die wichtigen Dinge die Straßen und Plätze der Hauptstadt verunziert.

Samstag, 11. November 2017
Das Morden, der Islam und die Busse

Kunstwerke kann man bekanntlich interpretieren. Denn sie sagen uns was. Die Frage ist nur:: Wie interpretiert man sie? Was sagen sie uns?

Kafka gilt als der Dichter mit der wahrscheinlich größten interpretatorischen Vielfalt. Was wurde in seiner sogenannte Käfergeschichte, »Die Verwandlung«, nicht alles gesehen. Man könnte auch sagen: hineingelesen, hineingedeutet. Dabei gibt es womöglich gar keinen tieferen Sinn. Sie ist wahrscheinlich nicht einmal als das düstere Stück gemeint gewesen, das viele Leser heute noch immer in ihr erkennen. Kafka selber soll beim Vorlesen immer wieder laut aufgelacht haben. Wer das weiß, hört das Stücke mit anderen Ohren. Jemand wacht am Morgen auf und ist in einen Käfer verwandelt. Er denkt wie ein Handlungsreisender, ist aber nichts weiter als ein auf dem Rücken liegender Käfer. Absurder geht es wohl kaum.

Andere Künstler waren geistig deutlich weniger vieldeutig und schafften Werke, deren Aussage auch noch der letzte Esel versteht, um es mit Johannes Brahms zu sagen. Picasso etwa ist so einer. Sein »Guernica« kennt keine Mehrdeutigkeit. Seine Sage ist platt wie ne Flunder. Ausnahmslos jeder linke Deutschlehrer kann sie verstehen. Und was das Bild sagt, verbreitet er nunmehr und einschläfernd unter die Schüler.

Schostakowitsch hat dagegen in der 7. Sinfonie eine fiese Zweideutigkeit hinterlassen. Den Marsch, der für viele den Siegesmarsch der Roten Armee darstellen soll, kann man auch als Anmarsch der Nazitruppen verstehen. Beide Lesarten passen in die Musik. Wer jetzt diskutiert hat nichts verstanden. Denn dass beide passen ist das, was Schostakowitsch mitteilen will. Mit solcher Subtilität kann man linke Staatsanwälte linken und ihren Mördern entwischen. Der bedeutendste Komponist des letzten Jahrhundert wusste genau, was er schrieb.

Mitunter ist die Sache jedoch noch etwas vertrackter. Da weiß der Künstler selbst nicht, was er sagt. Und genauso ist es mit den drei Bussen, die aus Dresden jetzt nach Berlin kommen sollen. Vor dem Brandenburger Tor ragen sie in den Himmel; zur Freude der Willkommenskultur und der ihr angeschlossenen Hilfsindustrie. Angeblich sollen sie für die Sinnlosigkeit und Unmenschlichkeit des Krieges in Syrien stehen, für überhaupt jeden Krieg in der Welt. Und natürlich ist da der flüchtige Flüchtling.

Tatsächlich sind diese Busse als Warnung gemeint. Nicht vom Künstler - oder doch? - nicht von den Initiatoren. Aber von einer tieferen Wahrheit. Die drei senkrecht aufgestellten Busse, die einstmals islamischen Mördern als Deckung vor Geschossen der Gegenseite gedient haben sollen, warnen vor dem Islam. Sie symbolisieren den moslemischen Mörder, der sich hinter Bussen, Sattelschleppern und Autos versteckt, um mit diesen Fahrzeugen in eine friedliche Menge zu rasen. Die drei Busse schreien Berlin und Deutschland und Europa entgegen: Seht endlich hin, euch droht der Tod durch den Islam. Passt ihr nicht auf, dann gibt es ein böses Erwachen und ungeahnte Zerstörung wird den Kontinent noch einmal erfassen.

Manchmal macht ein Kunstwerk sich eben unabhängig von dem, was der Künstler oder seine Adepten in es hineindeuten wollen. Dann spricht es die Wahrheit. Dann erst ist es groß.

Mittwoch, 8. November 2017
Happy Birthday oder: Linke erschießen von hinten

Ja, ich weiß, der Geburtstag des ersten kommunistischen Staates war gestern. Aber ich habe den Geburtstag nicht etwa vergessen. Ich wollte nur einmal sehen, wie vergessliche die Linken diesmal denn sind. Denn sie mögen sich ja ihrer Jahrestage erinnern - ihre Verbrechen vergessen sie so eiligst wie möglich. Und so ist es ihnen gelungen, sich heute als Retter von Weltfrieden, Wohlstand, Bürgerrechten, Klima und Flüchtlingen darzustellen. Und das ohne einen Anflug von Scham, es sei denn, man deutet ihr Rot als Werden eines schlechten Gewissens, was ich erst einmal ausschließen möchte.

Dabei ist die Liste der Verbrechen durch Linke mörderisch lang. Und immer kreisen die Taten um das, wofür man heute angeblich kämpft.

Es beginnt mit der Revolution im russischen Oktober vor hundert Jahren. An die Macht geputscht und keine Spur demokratisch beginnen die Bolschewiki mit dem, was Linke am liebsten beginnen: Mit Krieg. Nicht irgendein Krieg. Nein, sie haben sich auf die böseste Art des Krieges, den Bürgerkrieg, spezialisiert. In anderen Ländern werden sie es später immer wieder genauso probieren: China, Griechenland, Korea, Vietnam, Jemen, Kambodscha sind nur eine kleine Auswahl vieler Stationen auf dieser blutigen Fahrt.

Und trotzdem schwafeln Linke weiter vom Frieden. Einige verbreiten sogar, links sei mit Frieden identisch. Unwissenheit oder Lüge? - Ich kann es nicht sagen.

Kaum ist die Macht konsolidiert, geht es mit der jungen Sowjetunion wirtschaftlich abwärts. Noch in keinem einzigen linken Land hat linkes Wirtschaften Erfolge gezeitigt. Aufwärts ging es immer nur dann, wenn man es mit ein klein wenig Kapitalismus versuchte. In Russland nannte man sie NEP; nicht von Nepper, sondern von Neue Ökonomische Politik; wie ich schon sagte, eine verbrämte Form des Kleinkapitalismus. Nun war man aber nicht kapitalistisch. Also war die ein klein wenig liberalere Ära sehr bald vorbei. Und wieder ging es schnurstracks in Richtung ökonomischen Abgrund.

Und trotzdem schwafeln Linke weiter von sozialistischer Wirtschaft. Unwissenheit oder Lüge? - Ich kann es nicht sagen.

Um den wirtschaftlichen Niedergang aufzuhalten, begann die linke Partei der Sowjetunion systematisch das Volk auszuplündern. Natürlich wurde der Raubzug ideologisch fundiert; er richtete sich gegen sogenannte »Kulaken«. Schon bald war jeder Kulak, der nicht Kommunist war. Der Massenmord wurde aus dem Kommunistischen Manifest in die Realitäten erhoben. Der Boden der Ukraine wurde so zum ersten Mal im 20. Jahrhundert zum Menschenschlachthaus Europas. Голодомор, Holodomor, Ermordung durch Hunger, nennt man es heute in Anspielung an den Holocaust. Der einzige Unterschied zum national-sozialistischen Massenmorden ist, dass die Opfer nach der begrifflichen Selektion durch die Linken auf der Rampe verhungern. Zwischen dreieinhalb und vierzehn Millionen Menschen verreckten auf diese Art in den frühen 1930er Jahren.

Und trotzdem schwafeln Linke über die Hungersnöte im Kapitalismus. Unwissenheit oder Lüge? - Ich kann es nicht sagen.

Dieses Massenmorden verfolgte einen ideologischen Zweck: Dem Volk wurde deutlich gemacht, was ihm blühte, wenn es gegen die linken Verbrechen aufstehen sollte. Das Große Schweigen begann. Aber zuvor mussten die Linken noch die eigenen Reihen von Kritikern säubern. Es begann ein gleichsam kommunistischer Selbstmord. Dem Großen Schweigen ging der Große Terror voraus. Deutlich über eine Millionen Parteimitglieder und Sympathisanten verschwanden. Noch heute dürften Linke sich eigentlich brüsten, mehr Linke ermordet zu haben, als sämtliche Kapitalisten und Faschisten zusammen.

Und trotzdem schwafeln Linke über die Rechte der Bürger. Unwissenheit oder Lüge? - Ich kann es nicht sagen.

Im 2. Weltkrieg kam dann in puncto Morden, Lügen und Unfähigkeit alles zusammen. Ein Abkommen mit dem angeblichen Feind in Berlin verschaffte das Vorfeld, in dem das linke Regime, dessen Geburtstag einige gestern glaubten feiern zu müssen, sich richtig austoben konnte. Ein beinahe verlorener Krieg gegen Finnland, die Ausrottung polnischer Offiziere in Katyn, der Einmarsch in die Baltischen Staaten und bis zuletzt die Versorgung Hitlers mit Rohstoff und Material, damit dieser seinen Krieg gegen den Rest von Europa fortsetzen kann - auch diese mörderische Liste ist lang. Die Linke wusste, auf welcher Seite sie steht.

Und trotzdem schwafeln Linke von ihrem Antifaschismus. Das aber ist eine Lüge.

Das linke Regime in Moskau hat Hitler so gut es ging unterstützt. Bis in die Morgenstunden des 22. Juni 1941 rollten die Züge nach Westen. Es war der treulose Hitler, der seine Kumpanen in Moskau verriet und seine Wehrmacht losschickte, dem linken Reich ein Ende zu machen. Es folgte ein Sammelsurium aus falschen Entscheidungen, drakonischer Maßnahmen und nacktem Terror; am Ende standen die Roten Armeen in der Mitte Europas. Die russischen Verluste waren, nicht zuletzt wegen der eigenen gnadenlosen Unfähigkeit, horrend. Aber die Linke stand im Begriff, den Kontinent komplett zu erobern.

Und trotzdem schwafeln Linke vom Sieg über Hitlers Armeen und den Opfern des russischen Volkes. Das ist in vielen Fällen schlichte Unwissenheit. Aber auch Selbsttäuschung ist im Spiel. Man will die Inkompetenz der ideologischen Kumpanen nicht sehen.

Auch nicht, wer die Waffen der Roten Armee direkt oder indirekt produzierte. Am Ende des Krieges sind schätzungsweise 8 Millionen Menschen in Haft; die höhere Schätzung lautet 15 Millionen. Von diesen werden um 1950 5% einfach ermordet. 400.000 bis 750.000 Opfer der Linken sind das.

Als das Massenmorden endlich ein Ende findet, wird die linke Macht psychologisch. Und das im doppelten Sinne: Sie setzt auf der einen Seite auf Symbole wie die Flüge ins All auf der Spitze von Naziraketen. Auf der anderen Seite werden die Gegner der Linken nicht mehr in die Totenhäuser gesteckt, sondern finden sich im Irrenhaus wieder. Das Reich der Linken erlangt einen gewissen Grad von Normalität. Immer ist diese bedroht. Immer kann die Linke gegen ihre vermeintlichen Feinde ausholen und morden. 1953 in Deutschland, 1956 in Ungarn und Polen, ab 1961 wieder in Deutschland, 1968 in Prag. Und neuerlich ergibt sich eine mörderisch lange Liste aus Terror und Utopie. Erst 1989, nach einem langen und verlorenen Krieg in einem bergigen Land, ist der elende Spuk endlich beendet.

Nur die Linke lebt weiter. Sie propagiert sich noch immer als Retter der Welt. Und noch immer sind die Mittel dieselben: Lüge und Unwissenheit.

Wenn die Linke sich heute aufbauscht, der Retter des Flüchtlings zu sein, dann stellt sie, insbesondere als deutsche Linke, die Realitäten der Geschichte arg auf den Kopf. Denn jeder linke Staat brauchte Grenzen, die einem Gefängniszaun gleichen. Auf Flüchtlinge wurde an jeder linken Grenze ohne Zögern geschossen. Denn linke Staaten brauchen die Mauer in der ein oder anderen Form. Das unterscheidet sie von allen anderen Staaten. Die brauchen Grenzen um sich zu schützen. An deren Grenzen wird den Übertretern der Grenze in die Augen gesehen und im Notfall geschossen. An Grenzen linker Staaten wird nicht in die Augen geschaut. Hier wird in den Rücken des Flüchtlings geschossen. Linke erschießen von hinten.

Montag, 6. November 2017
In der Opferrolle

Dass jemand in eine Opferrolle hineinschlüpft, gehört zu den gängigen politischen Wendungen in diesem Land. Dabei wird unterstellt, das Opfer sei gar kein Opfer, es spiele sie nur, es trickse. Die Rede von der Opferrolle ist also in aller Regel im kritischen Tonfall gehalten.

Hier sind es Moslems, die sich gerne zum Opfer der Mehrheitsgesellschaft erklären, um dann Forderungen nach weiteren Moscheebauten zu untermauern; dort sind es Frauen, die sich all überall ob ihres Geschlechts als benachteiligt sehen, um dann eine weitere feste Stelle einer Gleichstellungsbeauftragte durchzusetzen; an anderen Orten wird Juden unterstellt, sich im Gefolge von Auschwitz in die Opferrolle zu bringen, um beim deutschen Steuerzahler weitere Gelder ergattern zu können. Immer stilisiert sich eine Gruppe zum Opfer. Und immer bedeutet die Rede von der Opferrolle, dass die Betroffenen das Opfer nur spielen.

Die neueste Variante dieses rhetorischen Spiels wird vom politisch-medialen Komplex aufgeführt: Die Alternative für Deutschland würde sich in die Opferrolle bugsieren und diese politisch für sich möglichst umfassend nutzen. Erst gestern gab der Berliner Tagesspiegel unter der Überschrift: »Wie die AfD Kritik für sich zu nutzen versucht« ein Beispiel für diese Art von Rhetorik. »Wird die AfD in Berlin tatsächlich ausgegrenzt, wie sie es immer wieder behauptet?«, wird zunächst gefragt und dann: »Oder begibt sie sich gezielt in die Opferrolle?«

Was als Analyse daherkommt, erweist sich dann als Beispiel einer perfiden Rhetorik, wie man sie auch anderswo findet. Nach dem Zugeständnis, dass es Anschläge gegen Mitglieder und auf Veranstaltungen der AfD tatsächlich gibt, wird darauf verwiesen, dass die AfD diese Vorfälle bei jeder Gelegenheit der Öffentlichkeit präsentiere. Will sagen: Die Fälle werden von AfD-Sprechern durch stete Wiederholung größer gemacht als sie sind. Originalton Tagesspiegel über den Berliner Vorsitzenden der AfD und die von ihm genannten Vorfälle: »Mantra artig wiederholt er sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit.«

Damit ist deutlich gemacht, was ein Opfer zum Schauspieler einer Opferrolle degradiert: Es berichtet nichts Neues. Modern, wie man nun einmal ist, unterlegt der Tagesspiegel die angeblich wiederholten Fälle mit einem Link - bis auf einen. Der liegt erst eine Woche zurück. Nix da nur Wiederholung. Nur ist dem Tagesspiegel dieser Fall offenbar nicht bekannt. Aber mit der Wahrheit nimmt es der politisch-mediale Komplex bekanntlich nicht so genau.

Zur Opferrolle gehört aber nicht nur die Wiederholung des längst bekannten. Zu ihr gehört auch der empörte Gang vor den Kadi. Man fühlt sich durch Äußerungen beleidigt, beschimpft oder bedroht. Auch das zeichnet ein politisches Opferlamm aus: Es wird verbal attackiert. Im konkreten Fall hallte wurde die AfD als »rassistisch« bezeichnet. Für den Tagesspiegel ist dieser Vorwurf natürlich durch das Recht, die eigene Meinung frei äußern zu können, gedeckt. Wieder lautet der tiefere Vorwurf: Die AfD will sich in die Opferrolle bugsieren.

Nun weiß jeder mit einem gewissen Maß an Rechtsverständnis, dass die Freiheit der Meinung durchaus begrenzt ist. Und das Kriterium dafür ist der Charakter dessen, was jeweils gesagt worden ist. »Soldaten sind Mörder« ist wohl einer der bekanntesten Fälle gewesen. Man darf es sagen, wurde schließlich gerichtlich entschieden, aber nicht auf einen konkreten Soldaten verweisen. Zählt die Aussage, »AfD-Mitglieder sind Rassisten«, gleichfalls dazu? Ist es hier ähnlich? - Wohl nur dann, wenn der Vorwurf ähnlich schwer wiegt, wie der Vorwurf, ein Mörder zu sein.

Würde der Tagesspiegel und seinesgleichen ihre politische Agenda wirklich vertreten und Anti-Rassismus und Anti-Faschismus nicht nur als Mittel verwenden, den politischen Gegner moralisch zu diskreditieren, dann stünde »Rassist« oder auch »Nazi« moralisch auf einer ähnlichen Stufe mit »Mörder«. Nur stammen die Begriffe eben aus unterschiedlichen Sphären: Hier die Welt der Moral, dort die der Gerichte. Aber gemeint ist das Gleiche. Moralisch verurteilt werden soll hier. Die Frage ist dann allenfalls noch, ob »Rassist« oder gar »Nazi« nicht sogar schlimmer ist, als die Bezeichnung als »Mörder«. Gegen letztere kann man sich bekanntlich wenigstens wehren.

Aber der Tagesspiegel nimmt diese Begriffe ja auch nicht ernst. Begriffe wie »Rassist« oder »Nazi« sind für ihn zum Kleingeld des journalistischen Alltags einer Journaille geworden, die um ihren Machterhalt kämpft. Wie sollte das dann eine Beleidigung sein?

Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum jene, die der Alternative für Deutschland den Vorwurf machen, sich in die Opferrolle zu bringen, nicht merken, in welcher Ecke sie selber in diesem Punkt stehen.

Noch einmal zurück: Ob jemand Opfer ist oder das Opfer nur spielt lässt sich leicht prüfen. Man nimmt die Fakten und wertet sie aus.

Sind Moslems Opfer? - Offenbar nicht. Denn niemand wird in Deutschland derart gepampert wie diese in jeder Hinsicht minderbemittelte Gruppe. Sogar nach dutzenden Anschlägen mit Hunderten Toten werden Moslems zumindest noch nach Deutschland geholt. Die Rede vom Opfer ist bloßes Geschwätz.

Sind Frauen Opfer? - In vielen Gebieten sind sie es nicht mehr, in einigen immer noch und seit einiger Zeit in einigen wieder.

Und die Juden? Sind sie Opfer oder wurde die Opferrolle von ihnen genutzt? - Juden wurde der Trick mit der Opferrolle nach 1945 als Masche, um zum Beispiel an Geld zu kommen, mehr als einmal unterstellt. Dabei ließen sich die Kritiker auch durch die Fakten nicht stören. Auschwitz nicht mal geleugnet. Und trotzdem: Der Vorwurf, Juden spielten das Opfer als Rolle im Interesse des eigenen Fortkommens, blieb immer im Raum.

Und genau in dieser Ecke befinden sich jene, die der Alternative für Deutschland unterstellen, sie brächte sich in die Opferrolle, um diese dann politisch zu nutzen. Denn die Anschläge gegen Politiker, Stände und Versammlungen der AfD sind dokumentiert. Die Partei, obwohl demokratisch legitimiert, wird wieder und wieder bedroht. Neuerdings muss man bei einer Neuvermietung sogar von sich aus angeben, man sei in der AfD. Und das im Land der Nicht-Diskriminierung.

Nein, die AfD muss sich nicht die Opferrolle bugsieren. Ihre Mitglieder sind das Opfer des völlig außer Rand und Band geratenen politisch-medial Komplexes. Die Wände der Wirte sind wirklich beschmiert, die Verletzungen schmerzen tatsächlich, der Ausschluss aus der vermeintlich guten Gesellschaft trägt Züge einer anderen Zeit. Im Kampf gegen alles, was deutsch sein könnte, treibt der politisch-mediale Komplex alle schlechten Eigenschaften Deutschlands wieder nach oben. Und das in dem Glauben, eben das nicht zu sein: typisch deutsch. Und am Ende, wenn alles Deutsche durch das Deutsche ausgemerzt ist, kann die Willkommenskultur sagen, sie wäre das Opfer ihrer eigenen Rolle geworden.

Dienstag, 3. Oktober 2017
Das neue Kanzlerreich

Wer wissen will, was die Willkommenskultur tatsächlich umtreibt, wirft am 3. Oktober am besten einen Blick in die Spalten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, einem einstmals angesehenen Blatt, das zur Kanzlerpostille mutierte; wahlweise aber auch mal zum »Stürmer« des neuen Kanzlerreichs wird, wenn unter dem Titel Migranten im eigenen Land über Ostdeutsche Bürger gehetzt wird.

Diese Kultur des Willkommens kennt nur eines: Sie will erobern. Jeder ihrer Vertreter giert nach Vergnügen. »Ich will Spaß«, ertönt der Ruf, wenn sie marschiert. Spaß mit Nordafrikanern; Spaß mit Syrern; Spaß mit Moslems. »Ohne den Islam wäre Deutschland langweilig«, behauptet die grüne Frontfrau Göring-Eckardt und offenbart ihren wirklichen politischen Kompass, das Vergnügen. Für sie ist ein Volksfest erst wirklich spannend, wenn ein moslemischer Anschlag stattfinden könnte.

Für diese Spaßgesellschaft haben die Bürger Ostdeutschland weniger übrig. Sie wurden eben nicht ganz so verwöhnt. Sie mussten für ihr materiell kleineres Glück deutlich mehr tun. Weil das so ist, haben sie sich bestimmte Selbstverständlichkeiten bewahrt, etwa die Achtung vor dem Gesetz, den Erhalt von Traditionen, das Recht auf die Äußerung der eigenen Meinung zum Beispiel bei einer Wahl. Gerade vom Wahlrecht machen die Ostdeutschen nun seit einiger Jahren in einer Weise Gebrauch, die den Anhängern der Willkommenskultur nicht passt: Sie wählen in immer größerer Zahl die Alternative für Deutschland.

Das setzt die Machthaber vom Rhein unter Druck. Denn anders als praktisch alle osteuropäischen Staaten, die die Islamisierung Europas gleichfalls nicht klaglos hinnehmen wollen, wohnen die Ostdeutschen mit den Westdeutschen in einem Staat. Sie können also durch ihre Wahlentscheidung bestimmen, ob es so weitergehen soll wie bisher. Und das passt der Willkommenskultur nun so gar nicht ins Konzept.

Wie immer werden die Medienhunde von der Kette gelassen, heute hört er auf den Namen Ralph Bollmann. Dieser kommt nun besonders perfide daher, indem er die Ostdeutschen als Migranten bezeichnet, Migranten in einen Westdeutschen Staat. Für Herrn Bollmann war die Wiedervereinigung »eine der größten und plötzlichsten Einwanderungswellen der Geschichte.«

Deutlicher hat selten einer gesagt, was die Wiedervereinigung für ihn ist: Die Landnahme Richtung Osten. Im Kopf dieses Schreibers war der Osten Deutschlands bereits Teil seines Landes und die Ostdeutschen sind gleichsam aus dem Boden hineinimmigriert. Denn von außen sind sie ja offenbar nicht gekommen. Ostdeutschland versteht dieser Mann als Eigentum der westlichen Willkommenskultur - und ich fürchte, er ist nicht der einzige, der das so sieht. Und es passt ja auch, zu den Allüren der Berliner Regierung, Osteuropa zur Aufnahme weiterer Moslems zu zwingen, gleichsam Lebensraum für Moslems im Osten zu schaffen. Kein Wunder dass Bollmann folgert: »Einiges spricht für die These, dass die Ostdeutschen so etwas sind wie Migranten im eigenen Land.« - Migranten im eigenen Land - das muss man zwei- und dreimal lesen. Hat der Mann vergessen, wem das Land vor 1989 gehörte?

Und womit begründet Bollmann seinen kruden Gedanken? - Mit den Stimmanteilen der AfD. Für ihn ist klar, dass die Alternative für Deutschland nicht in sein Land passt. Und wie so häufig, wenn ideologisierten Deutschen etwas nicht passt, schaffen sie es außer Landes. Sie definieren die Ostdeutschen um zu Migranten; Leute also, die nicht in diese Landesteile gehören.

Der Rest der Beitrags der FAZ ist die übliche Bauchrednerei von Leuten, die eines der vielen westdeutschen Soziologie-Seminare besuchten. Er gipfelt in der Beschreibung eines Besuchs in Bad Schandau, das mit fast 40% AfD bei den Frontkämpfern der Willkommenskultur so was wie Ekel erzeugen. Es sei doch grotesk, dass sich ausgerechnet dieser Ort an der Grenze zu Tschechien, der sein Geld ganz zuerst mit Tourismus verdient, für die Alternative für Deutschland entscheidet. Tourismus und AfD - das geht im gleichgeschalteten Hirn eines Ralph Bollmann schwerlich zusammen.

Nun ist dieser Gedanke nicht gerade neu; er gehört zu dem Hinweis, dass die AfD überall dort wirklich stark sei, wo es keine Flüchtlinge gibt. Nur wahr ist er durch die ständige Wiederholung noch nicht geworden. Denn was Bollmann vergisst: Die Tschechen auf der anderen Seite der Grenze haben mit der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel überhaupt nichts im Sinn. Für Tschechen ist der Zuzug von Moslems keine Option. Und auch deshalb wird die Alternative für Deutschland z.B. von Vaclav Klaus unterstützt - dem ehemaligen Präsidenten des Landes. Während die Regierung Merkel sich also in den Fußstapfen Heydrichs bewegt, gelingt der AfD eine Annäherung an den Nachbarn mit Zukunft.

Nach dieser völkischen Küchenpsychologie kommt Bollmann dann doch zur Sache. Er droht mit dem Entzug von Geldern. »Dass man Leuten, die demokratische Prinzipien in Frage stellen, nicht auch noch mit mehr Geld entgegenkommt, gilt gemeinhin als Konsens.« Seltsam, dass die Willkommenskultur dieses Prinzip bei der Aufnahme von moslemischen Flüchtlingen dauernd verletzt. Aber so ist sie nun mal, die Willkommenskultur: Bigott und tief verwurzelt in den übelsten Zügen der deutschen Geschichte.

Freitag, 29. September 2017
Die Blauen

Die Blauen! So soll also die Nachfolgepartei für Frau Petry und ihren Gatten heißen. Oder doch so ähnlich. Der Name ist Programm: Man macht auf bayerisch-blau.

Petry als Frontfrau einer bundesweiten CSU. So muss der Plan gewesen sein, der darauf spekulierte, dass die CSU gut, Merkel schlecht und die AfD noch schlechter abschneidet; am besten unter 5% sinken und 3 Direktmandate in Sachsen gewinnen. Der Bundestag wäre sicher gewesen mit Petry als direkt gewählter Anführerin. Dann hätte sie die AfD als Ableger der christlich-sozialen auf regierungsfähig getrimmt. Was München sich nicht getraut - mit Petry wäre es als Angebot möglich gewesen. In den nächsten vier Jahren hätte man weiter gesehen. Die CSU flankiert von einer AfD mit entscheidend vielen Wählern im Bund - das hätte die CSU nicht ablehnen können.

Nur sind die Wähler schon wieder einen Schritt weiter gewesen. Sie haben, hinterfotzig wie sie sind, Merkel und ihren bayerischen Schoßhund abgewatscht und die AfD sitzt bei 13% den Sozialdemokraten im Nacken. Gründet Petry nun eine blaue Partei, dann bleibt die sicher ganz deutlich unter der 5% Marke stecken. Sie muss also so schnell wie möglich mit der CSU fusionieren. Denn ihr Direktmandat erhält Petry sicher nicht wieder. Deshalb sind sie und ihr Mann aus der AfD ausgetreten. Doch wie gesagt: Den Wahlerfolg der AfD hatten sie nicht im Kalkül. Offenbar sind sie in ihren Gedanken schon so weit, dass sie Umfragen glauben, die keinen Glauben verdienen. Nun aber sitzen sie als Quartalsverlierer im Parlament; am Katzentisch, dort wo die spärlichen Reste der Linken vor einigen Jahren neue Wege zum Kommunismus ausloten durften.

Die CSU geht jetzt nicht mehr in den Bund; dafür ist es zu spät. Vor 5 Jahren - da hätte ein solcher Sprung das Schicksal der Alternative für Deutschland besiegelt. Heute bedroht er auf lange Sicht die CSU. Denn sie braucht ein uneinnehmbares Bayern. Ohne ihre Direktmandate dort müsste sie im Bund über die 5%-Hürde springen; zugleich würde ihr eine dann in Bayern konkurrierende CDU Stimmen abnehmen. Hier könnte mehr ins Rutschen geraten, als den Christlich-Sozialen lieb sein dürfte.

Wie aber kann sich die CSU gegenüber der AfD nun verhalten? - Sie muss sich gegen sie profilieren. Das aber geht nur, indem sie sich gegenüber der CDU profiliert. Das kann mit einer Obergrenze geschehen und einer Migrationspolitik, sie sich deutlich von dem unterscheidet, was Deutschland derzeit erduldet. Und sogleich wird die Regierungsbildung in Berlin zum ernsten Problem.

Bei diesem Spagat ist die Alternative für Deutschland der lachende Dritte. Denn je länger die CSU rumeiern muss, umso höher wird der Prozentsatz der AfD in Bayern. In einem Jahr schon wird sich das zeigen. Erreicht die AfD dann bei den Landtagswahlen 16 oder gar 20% und landen die Christsozialen bei dem Wert von letzten Sonntag - dann wird es spannend. Mit den Sozialdemokraten könnten sie anschließend zwar koalieren; aber um welchen Preis? Die konservativen Wähler werden beim folgenden Urnengang wissen, wer ihre Werte vertritt.

Danach kommt der entscheidende Schritt: Bayern wird zum Hessen der Alternative für Deutschland. Dort, also in Hessen, hatten die Grünen ihren Zug durch die deutschen Parlamente begonnen und sich an einer Regierung beteiligt. In Bayern wird entsprechend die AfD mit der CSU koalieren.

Das ist Zukunftsmusik, ich weiß. Aber diese beide blauen Parteien haben noch eine. Die andere, die von Petry womöglich geplante blaue Partei, die hat keine Zukunft. Schon weil Martin Schulz gut zu ihr passte.

Sonntag, 25. September 2017
Der Fluch von Jamaika

Die gestrige Wahl zum Bundestag könnte eine historische werden; denn zum ersten Mal seit 1949 sitzt wieder eine gesamtdeutsche Partei im Parlament. Ihr gegenüber sitzen dagegen die Reste einer vergangenen Zeit. Parteien, die in getrennten Landesteilen entstanden waren und niemals eins werden konnten. Denn nur ein Motiv hält sie wirklich zusammen: Die Gier nach politischer Macht.

Diese Macht ist ein Schatz. Es ist ein Schatz, von dem jeder auch nur halbwegs anständige Politiker wissen muss, dass er nur eine Leihgabe ist. Eine Leihgabe in Form von Kanzlerschaft und Regierung. Doch die Gierigen begannen gleich gestern abend die Posten erneut unter sich zu verteilen. Klar scheint zu sein, wer sich diesmal bedient: Die Kanzlerin, Christsoziale, Grüne und Liberale. Nach Jamaika benennen sie sich und strahlen; Jamaika in der Karibik.

Doch über diesem Wahlsieg liegt ein Fluch; schon dass nur noch wenige, ja recht eigentlich nur eine Konstellation möglich ist, hätte auffallen müssen; es deutet sich eine Zwangslage an, sozusagen ein Fluch von Jamaika. Allerdings scheint keiner der Beteiligten davon etwas zu spüren. Das Glück, demnächst Minister zu werden, hat sie übermannt. Und so merken sie nicht, dass sie in Wahrheit als Untote die politische Landschaft durchpflügen. Was sich gestern abend bei der einmal Elefantenrunde genannten medialen Zusammenkunft der Gewählten auf der Mattscheibe als mögliche Regierung zeigte, war daher auch keine Runde von Elefanten und ihren symbiotischen Kleintieren, sondern - ganz im Sinne des berüchtigten filmischen Vorbilds - ein Rat von Piraten, die weder sterben können noch wirklich leben.

Hier eine Grüne, die froh war, nicht auf die 5%-Grenze aufgelaufen zu sein; dahinter ein Liberaler, der blass wie ein gerade für kurze Zeit Wiederbelebter erschien; in der Mitte eine wie immer einnehmend grinsende Kanzlerin, von der alle wissen, dass sie diese Wahlperiode nicht bis ans Ende beschreitet; rechts von dieser ein Christsozialer, der nicht merkt, dass die AfD sie, die Christsozialen, obsolet machen könnte. Alle hält nur eine Klammer zusammen: Die Gier nach der Macht, ausgedrückt durch den Hass auf den einzigen, wirklich andersdenkenden politischen Gegner, die AfD.

Wie gesagt: Über dieser Clique liegt ein Fluch, der Fluch von Jamaika. Im Tageslicht des Regierens wird jeder erkennen, um wen es sich tatsächlich handelt. Denn diese drei Parteien halten keine zwei Jahre durch. Warum nicht?

Weil die CDU in der Migrationspolitik von heute an in der Zwickmühle klemmt. Bisher konnte Merkel diesem Kurs folgen, denn es ja nichts rechts neben ihr; und die CSU mit ihren Warmduschern hat niemals mehr gemacht als gedroht und geredet. Doch jetzt hat das Grasen nach links in sofern ein Ende, als man am anderen Ende mindestens entsprechend verliert. Doch zugleich muss die Union in der Migrationspolitik den Grünen etwas anbieten können. Merkel zieht also diesmal notgedrungen nach links; zumindest steht sie an der Spitze einer Regierung, die den entsprechenden Eindruck vermittelt. Denn die Grünen stehen bei diesem Thema noch weiter links als die Sozialdemokraten und müssen ihrerseits punkten. So oder so - die CDU kann nur verlieren.

In der Energiepolitik ergibt sich das gleiche Dilemma - nur eben mit den Freidemokraten. Die CDU kann versuchen noch grüner zu werden und auch weiterhin jedes ökologische Projekt runherum fördern, egal wie ökonomisch kostenzehrend es ist. Ab irgendeinem Punkt macht die FDP nicht mehr mit, kassiert danach aber die Stimmen, während die Übernahme grüner Positionen den Christdemokraten nichts nutzt, da mit den Grünen der Nutznießer in der Regierung plaziert ist.

Am ehesten dürfte noch die Einigung über den weiteren Kurs in Europa gelingen. Nur zeigt sich gerade auch an diesem Thema, was sich im Bundestag durch das Erscheinen der Alternative für Deutschland verändert: Es gibt nicht nur eine Alternative nach links, sondern eben auch in die andere Richtung. Dort lauert nun ein politischer Gegner, der z.B. in der Türkeipolitik die Mehrheit der Deutschen vertritt. Jetzt wird mit Erdogan Klartext geredet; nicht mehr in Internetforen oder in dunklen Spelunken, sondern im Parlament. Das gibt sich nicht gleich in Entscheidungen kund. Aber beim nächsten Kuschelbesuch in Ankara hagelt es Fragen.

Das Spannungsfeld ist damit deutlich benannt: Die CDU wird zwischen den Blöcken zerrieben. Ohne Obergrenze wird sie schnell merken, wie untergrenzenlos ein Wähleranteil absinken kann. Aus den 33% werden dann schnell auch mal 25% oder auch weniger. Wer es nicht glaubt, wirft am besten einen Blick auf die Genossen. Springt die CDU dann mittendrin ab, wird sie wenig ernten, eher wohl nichts. Die AfD liegt dann eben bei 20 oder 25%.

Kaum weniger stimmungsvoll wird es auf der linken Seite der parlamentarischen Bühne zugehen. Dort kommen sich Sozialdemokraten und Kommunisten ins Gehege. Falls die SPD glaubt, durch den Austritt aus der Regierung wieder mehr Stimmen zu fangen, hat sie sich sicher verrechnet. Denn die Wähler kehren nicht mehr zurück. Sie haben die SPD für eine ganze Weile als Schoßhündchen von Frau Merkel gesehen und vergessen es nicht. Und die Dauerhetze gegen die Alternative für Deutschland wird irgendwann langweilig werden, zumal die indirekte Behauptung, die AfD sei undemokratisch lächerlich wird bei einer Partei, die gerade mal 7%-Punkte hinter den Sozialdemokraten erscheint.

Nein, die Ränder werden gewinnen. Nur dass der linke Rand linker Rand bleibt, während der rechte Rand tatsächlich Fleisch aus christdemokratischem Fleisch ist. Für die Alternative für Deutschland hat sich nach gestern daher eine strategisch günstige Lage ergeben. Sie muss sie nur richtig nutzen.

Sonntag, 17. September 2017
Und Merkel entschuldigt sich nicht

Die Willkommenskultur basiert zentral auf Mitleid. Mitleid mit Flüchtlingen, Mitleid mit Asylanten, Mitleid mit politisch Verfolgten. Aber dieses Mitleid ist immer an Kulleraugen gebunden. Jemand muss leiden, damit die Willkommenskultur auf Trab kommt. Wer aus dem Mittelmeer herausgeholt wird, nachdem er sich selber hineingestürzt hat, der wird, wenn nötig, bis in die 2-Raum Wohnung chauffiert. Anschließend gibt es gratis den Sprachkurs in einem Nachbarschaftszentrum. Es folgt der betreute Weg durch die Ämter. Dem Bemitleideten ist ohne Vorbedingung zu helfen.

Seltsam ist nur: Warum haben diese munteren Helfer sich nicht auch schon früher um jene gekümmert, die Hilfe brauchen? Warum wurden die schlecht gebildeten Schüler nicht schon vor Jahren von Hilfswilligen Senioren in großem Stil und staatlich flankiert pädagogisch betreut? Warum war die Presse nicht schon vor Jahren voll mit Aufforderungen an Unternehmen, Jugendliche auf Dauer zu unterstützen?

Weil die Willkommenskultur ein Produkt des Konsums ist. Vorgestern wurden Nierentischkollektionen konsumiert, anschließend Pille und Autos und später folgte das eigene Haus - und als all das drohte, reizlos zu werden, verlegte man sich auf den Flüchtling. Besonders beliebt sind Kinder; getoppt nur noch durch unbegleitete schwangere minderjährige Mädchen.

Mit dieser Mitleidsnummer touren Merkel und und ein tränensackiger Schulz durch die Landen und Gabriel verbreitet lautstark, er liebe die Türken und die Türkei. Nur auf eine Gruppe von Menschen haben diese Mitleidskonsumenten noch niemals in geeigneter Weise verwiesen: Auf die deutschen Opfer der Flüchtlingswelle von 2015. Natürlich kondolieren diese Politiker der Willkommenskultur nach jedem Massenmord durch Moslems ein weiteres Mal. Aber auf die Verantwortlichen für diese Morde, also auf jene, die ermöglichten, dass so etwas hier und heute geschieht - auf sie verweisen sie niemals.

Doch wer hat die Opfer der Massenmorde auf dem Gewissen? - Bei den Opfern unter den sogenannten Flüchtlingen können alle wenigstens einen Schuldigen nennen; sie zeigen mit ausgestreckten Fingern auf die Herkunftsstaaten, auf Warlords und natürlich auf die allgegenwärtigen Schleuser. Aber auf wen müsste man zeigen, dass er mitverantwortlich ist für die Morde? Mitverantwortlich mit einer Art schlechtem Gewissen, dass diese Taten geschahen und mit einem selber in einem Zusammenhang stehen? - Auf die islamischen Mörder wohl kaum. Sie sind, als gläubige Moslems, überzeugt von der Richtigkeit ihres Verbrechens und darauf auch noch stolz. Und von den anderen Moslems hört man gleichfalls nicht viel. Auch bei ihnen findet man kein schlechtes Gewissen und sondern fast ausnahmslos rotzfreche Empörung, dass man ihre Religion in die Nähe dieser Untaten zu rücken auch nur wagt.

Nun stehen die viele Moslems in einer lediglich ideologischen Nähe zu den islamischen Mördern. Man muss von ihnen kein schlechtes Gewissen erwarten. Aber Politiker, die diese Politik der offenen Grenzen goutierten, - diese Politiker sind mitverantwortlich für die Möglichkeit der Messer- und Bombenangriffe. Natürlich haben sie selber keine Bombe geworfen. In diesem Sinne fehlt so etwas wie Vorsatz. Aber diese Politiker haben durch ihre Politik es überhaupt erst möglich gemacht, dass diese Mörder problemlos zu uns ins Land kommen konnten. Ohne ihre Politik hätte es die meisten der Mordtaten schlicht nicht gegeben.

Wenn das aber stimmt, dann hätten Politiker mit einem Funken moralischen Anstand im Leib sich bei den überlebenden Opfern und den Nächsten der Ermordeten schon längst einmal für ihre Entscheidung entschuldigt. Und sei es nur, dass sie erklärten, es täte weh, die Opfer zu sehen. Doch aus dem Mund eines Sigmar Gabriel schlägt den Opfern nur kaltes Salbadern entgegen. Zu keinem Zeitpunkt hat ein Martin Schulz um Vergebung dafür gebeten, dass als Folge seiner Handlungen ein Kind seinen Vater und eine Frau ihren geliebten Mann im moslemischen Mordrausch verlor. Und auch Merkel denkt nicht eine Sekunde daran, bei den Opfern ihrer Entscheidung um Entschuldigung dafür zu bitten, dass ihre Mitleidskultur den Tod der Liebsten einkalkulierte.

Und genau darin, in diesem gänzlichen fehlenden Mitleid für die Opfer ihrer Politik der offenen Grenzen, erweist sich die ganze moralische Verkommenheit dieser Figuren und ihrer Willkommenskultur.

Samstag, 07. September 2017
Die Liebe zum Vaterland

I

[Vortrag, gehalten am 6. September vor AfD-Mitgliedern]

Immer, wenn ein Gegenüber sagt, er wäre ein Patriot, zuck ich unwillkürlich zusammen. Schlägt er sich dabei auf die Brust, dann ist ihm ein bedenkliches Kopfschütteln meinerseits sicher. Denn Deutschland macht es einem als Vaterland nicht so ganz leicht. Es scheint so schwierig zu sein, wie die Muttersprache der Deutschen. Sich mit Deutschland als einer Art Vaterfigur zu identifizieren, ist daher ein Unterfangen, das, weil es so schwerfällt, viel Herzblut verlangt.

Das war nicht immer so. In vergangenen Zeiten bezeichnete man sich in Deutschland von Links- bis Rechtsaußen wie selbstverständlich als Patrioten. Erst beginnend mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das anders. Und in den letzten Jahren ist es Mode geworden, dem deutschen Vaterland ganz abzuschwören. Das Wort »Patriotismus« ist verdächtig geworden; so verdächtig, dass es im Bundesprogramm der AfD nicht ein einziges Mal genannt wird.

Dabei täten gerade wir gut daran, Position zu beziehen. Wir müssen den Begriff der Vaterlandsliebe erklären. Einmal gegenüber dem politischen Gegner; dann der Öffentlichkeit gegenüber; aber auch und vor allem unseren eigenen Leuten. Nur so beugen wir Ausrutschern vor, die aus einer undeutlichen und damit bieg- und verbiegbaren Begriffsbestimmung resultieren. Mit einem klaren Begriff von Patriotismus schiebt uns keiner mehr in eine Ecke, in die er uns, aus welchen Gründen auch immer, hineinstellen will.

Patriotismus, Vaterlandsliebe - da hätten wir zunächst zu erklären, was das denn ist, von dem wir hier reden, von dem wir sagen, dass es geliebt wird oder geliebt werden könnte: Das Vaterland. Umgehend stoßen wir auf die alte, beliebte und immer wieder umkreiste Frage: »Was ist des Deutschen Vaterland?« Seit Moritz Arndt sie 1813 in einem Lied formuliert und mit immer der gleichen Zeile beantwortet hatte: »Sein Vaterland muss grösser sein!«; seit jenen Tagen beschäftigt sie uns. Einerseits geographisch; aber andererseits auch kulturell. Denn die Lage des Landes hat sich seit jenen Tagen wieder und wieder verändert. So wird aus der Frage nach dem Vaterland schnell die Frage nach dem, was deutsch denn nun eigentlich sei. Eines steht dabei fest: Eine deutsche Kultur gibt es und hat es in den vergangenen Jahrhunderten immer gegeben. Und es braucht schon einen Ötzi aus einem Tal in den anatolischen Bergen, um das zu leugnen.

»Was ist deutsch?« - Wagners Frage kennt viele Antworten und jede hat gute Gründe für sich. Da ist ganz zuerst die deutsche Sprache. Doch was sag ich zuerst. Die Musik wäre auf gleicher Stufe zu nennen, denn in ihrer abstraktesten und zugleich sublimsten, weil sprachlosesten Form stammt sie ganz zuerst aus dem deutschen Kulturraum. Wie kann man da ernsthaft bestreiten, sie wäre nicht auch typisch deutsch? Und falls Hermann Hesse recht hat, wenn er sagt, dass die Musik, also die sogenannte klassische Musik am Ende vielleicht das einzige ist, was die westliche Welt der Welt hinterlässt - dann hätten die Deutschen sich in die Ewigkeit eingeschrieben.

Natürlich zählt auch die Liebe zur Weisheit zu den Eigenschaften, die man typisch deutsch nennen kann; philosophisch gedacht wird zwischen 1780 und 1890 alles Wesentliche auf Deutsch. Und wie sie deutsch war, diese Philosophie; in höchste Regionen und tiefste Abgründe verführte der Deutsche Idealismus seine Denker; darin vergleichbar einer Literatur, die der deutschen Innerlichkeit ihren sprachlichen Ausdruck verlieh.

Nicht ganz so bekannt aber nicht weniger dem intensiven Denken verpflichtet sind die deutschen mathematischen und logischen Denker. Denkerische Extreme auch hier. Bernhard Riemann verlässt den Raum der Anschauung und stösst vor in ganz anders zu vermessende Räume; Cantor überschreitet das Unendliche hin zu Unendlichkeiten - ausdrücklich Plural; Gottlob Frege zielt aufs Große und Ganze allen Rechnens mit Zahlen; Kurt Gödel erreicht schließlich die Grenzen des formal beweisbaren Denkens und führt damit die Mathematik an einen Abgrund. Riemann, Cantor, Frege und Gödel - sie alle haben auf Deutsch und im gewissen Sinne auf deutschen Wegen gedacht: Sie teilten die Sehnsucht nach der Überschreitung von Grenzen und paarten sie mit logischer Schärfe. Schon stoßen wir auf Eigenschaft, die man seit längerem ebenfalls, aber mit einem Naserümpfen typisch deutsch nennen würde: Genauigkeit, Ordnungsliebe und Pedanterie. Ist nicht der ganze Reichtum und die immer wieder auch unglückselige Größe Deutschlands im Grunde bis heute seiner in der Welt gerühmten Ingenieurskunst geschuldet? In der Wissenschaft ist es nicht anders. Zwischen 1901 und 1932 gehen zumindest jene Nobelpreise, die man ernst nehmen kann, am häufigsten an Forscher aus Deutschland.

All diese Dichter und Komponisten, Denker und Logiker - sie stammten aus und wirkten in Deutschland. Ihre Namen sind mit Städten verbunden wie Weimar, Jena und Leipzig. Sind sie dann aber nicht auch mit diesen Landen verbunden? Sind nicht wir auch mit diesen Landen verbunden, innig verbunden? - Nehmen wir Jena. Die Stadt war für mich einerseits die Wirkungsstätte von Hegel, Frege und Zeiss. - Ich sagte es schon, auch die Ingenieure gehören zu Deutschland. - Jena war mir also geläufig. Aber zugleich war es weiter weg als Paris, London oder Venedig. – Ja, ich bin aus dem Westen. – Dann rückte es näher. Heute ist mir der Hochhausturm in der Mitte der Stadt ein einziger Graus. Jena ist Teil meiner inneren, sozusagen seelischen Landkarte geworden. Ihre ästhetische Verletzung durch architektonische Schamlosigkeiten erlebe ich als köperliche Verletzung.

Dieses, unser Land liegt mir am Herzen; ich liebe seine Kultur. Und doch bleibt das Zurückschrecken beim Wort Patriotismus, von dem ich anfänglich sprach. Liebe ich also mein Land nicht? - Schwer zu sagen; es ist ja nicht einmal geklärt, um welche Art von Liebe es denn eigentlich geht, wenn Vaterlandsliebe propagiert oder verdammt wird.




II

Vaterlandsliebe - alle Welt hält sich beim Vaterland auf und vergisst zu fragen, welches Gefühl es denn ist, das uns umgibt, wenn wir das Vaterland lieben. Was also hat es auf sich mit dieser Liebe, mit der Liebe zu einem Land? An dieser Stelle wird gerne der ehemalige Bundespräsident Gustav Heinemann zitiert, der auf die Frage: »Lieben Sie dieses Land?«, gesagt haben soll: »Ich liebe meine Frau.« Es wird also, insbesondere von selbsternannt kritischen, will heißen vernünftigen Geistern, kategorisch geleugnet, dass es eine Liebe zu einem Land geben kann.

Aber hier beginnt schon das politische Alltagsgeschäft. Denn Heinemann wird fast immer verkürzend zitiert. Tatsächlich hatte der »Spiegel« gefragt: »Lieben Sie diesen Staat?«. Worauf Heinemann sagt: »Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!« - Es war also vom Staat, genauer von Staaten die Rede und nicht von einem Land. Ohne zu wissen, was Heinemann tatsächlich gesagt haben würde, darf ich vermuten, dass er auf die Frage, ob er sein Land lieben würde, anders geantwortet hätte; womöglich hätte er auf einen ewig papierenen Verfassungspatriotismus verwiesen.

Nun gut, wir wissen es nicht. Aber die Frage, ob wir einen Staat lieben können gar sollten, wird wahrscheinlich öfters skeptisch beantwortet werden. Einen Staat liebt man nicht. In einem Staat findet man seine Ernährungsgrundlage. Der Staat sorgt für die kulturelle Umgebung. Von einem Staat wird man beschützt. Den Staat würde man im Fall der Bedrohung beschützen, womöglich sein Leben riskieren. - Aber ist denn das keine Liebe?

Also noch einmal: Welche Art Liebe ist die Vaterlandsliebe? - Gehen wir noch einmal zum Anfang zurück. Die Sprache gilt als das, was wir am sichersten bezeichnen mit: Es ist deutsch. Und ich denke, jeder hier wird sagen: Er liebt seine Sprache. Nur dass es nicht meine ist. Die Sprache ist immer unsere, unsere gemeinsame Sprache. Also lieben wir etwas, an dem alle teilhaben können. Wir fördern sie, diese Sprache. Wir sind empört über jene, die sie mit allem möglichen unästhetischen Blödsinn verhunzen. Und wenn Poltiker der Grünen oder der Sozialdemokraten wie selbstverständlich von uns erwarten, wir hätte Arabisch zu lernen und nicht etwa die Gäste aus Arabien Deutsch, dann zeigt uns das eine hohen Grad von kalter Distanz zu unserem Land. Hier will jemand das Band zwischen den Bürgern des Landes zerschneiden: Ihre gemeinsame Sprache.

Dann ist da die Landschaft. Sie ist das, was heute nurmehr unter technischen Aspekten in einen globalisierten Begriff von Natur- und Umweltschutz eingeht. Norddeutschland ist aber nicht das gleiche wie die Südküste Japans. Es ist der Norden Deutschlands mit seinem besonderen Licht und als solcher eine sinnliche Freude. Er ist durch nichts zu ersetzen. Und seine Vernichtung durch tausende Windkraftwerke würde ich auch nicht dadurch weniger schmerzhaft empfinden, wenn der energiepolitische Zweck etwas höher anschlagen würde. Dass er das nicht tut macht die Sache dann wirklich schlimm. Die geliebte Landschaft ist fürs erste verloren. Und ich spüre: Von mir selber geht etwas verloren.

Aber ganz zuerst sind da natürlich jene, die sich in diesem Land als Deutsche verstehen und dazu stehen. Mit ihnen sind wir verbunden. Sie können und werden uns nicht gleichgültig sein. Vaterlandsliebe umgreift auch die Bürger an unserer Seite. - Und was ist mit den anderen Leuten? Es müssen ja nicht gleich jene sein, die dieses Land am liebsten abschaffen möchten. Doch viele interessieren sich nicht für dieses Land. Sie gehen mit ihm um, als sei es die größte Selbstverständlichkeit dieser Welt, dass es auch morgen noch so sein wird, wie es ist. Gilt ihnen unsere Vaterlandsliebe? - Das hängt davon ab. Es hängt davon ab, was man unter Vaterlandsliebe versteht.

Drei Grundformen der Liebe werden für gewöhnlich genannt. Eros, Philia und Agape. Eros - die durch ein starkes Begehren ausgezeichnete Liebe zu einem Objekt. Phila - die Freundesliebe, die im gegenseitigen Verstehen ihr höchstes Ziel sieht, im Verstehen als Symbol für seelische Einheit. Und Agape - die Bereitschaft den anderen ohne Frage nach eigenem Nutzen zu fördern, sich im schlimmsten Fall selbstlos zu opfern.

Die Vaterlandsliebe hat etwas von allen. Das geliebte Land ist Objekt des Begehrens, bringt Momente seelischer Einheit, ihm widmen wir uns mit ganzem Herzen und Hirn. Diese Liebe lässt sich scheinbar nur schwer in eine Schublade zwingen. Und so sind wir kaum schlauer als vorher. Doch eben sie, diese Vielschichtigkeit, hat sie, die Vaterlandsliebe, mit einer anderen Liebe gemeinsam: Der Liebe zu den eigenen Kindern.

Wie, die Kinder sollen eine Art Vaterland sein? - Aber natürlich. Und warum denn auch nicht?

Eltern wissen um die tiefe Verbindung zu ihren Kindern. Sie haben sie zur Sprache geführt, zum Singen, zum Lesen, schließlich zum Denken. Sie leben für länger gemeinsam mit ihnen zusammen; sie erscheinen als Teil des eigenen Selbst. Und Aufopfern - Aufopfern würden sich die meisten Eltern noch allemal für ihre Brut.

Sicher, Vaterlandsliebe und Liebe zu den eigenen Kindern sind nicht das Gleiche. Das Vaterland mit seiner Kultur und seinen Traditionen gibt uns einen Rahmen, während es bei den eigenen Kindern deutlich umgekehrt ist. Aber wie oft erkennen wir uns erst wieder in unseren Kindern? Sie bringen durch ihre Arten und Weisen eigene Züge zum Vorschein, die ich hinzunehmen bereit bin, eben weil ich es liebe, das Kind.

Ist es beim Vaterland nicht eigentlich ähnlich? - In seinen Wesenszügen, in dem was das Vaterland ausmacht, entdecken wir Eigenschaften von uns. Das kann, muss aber nicht zu Hause geschehen. Aber wenn einem das erste Mal im Ausland einer sagt, wie typisch deutsch man doch tatsächlich sei, dann kristallisieren sich Eigenschaften heraus, die man vorher nicht sah. Ob man sie mag, das steht auf einem anderem Blatt. Aber das Vaterland und seine Marotten werden so zum Spiegel des eigenen Selbst. Und wer sein Vaterland liebt ist, wie bei den eigenen Kindern, eher bereit, in deutscher Humorlosigkeit oder deutscher Pedanterie womöglich einen tieferen Sinn zu erkennen.

Vaterlandsliebe hat etwas von der Liebe zu den eigenen Kindern. Doch damit ist nicht die Liebe jener Eltern gemeint, die bei jedem neuen Wort ihres Sprösslings »Hurra« schreien möchten. Klar freut man sich über die Leistung der Kinder. Aber ständig und laut ausgesprochen klingt ein Jubellob blöd; übertroffen nur von dem eigens betonten »Ich liebe mein Kind« - als wäre das nicht das Selbstverständlichste von der Welt.

Besonnene Eltern zucken zusammen, wenn sie solches oder ähnliches hören; es ist ihnen peinlich. Aber sie wissen noch mehr. Sie wissen um eine Besonderheit der Liebe zum eigenen Kind, die dem Liebesbegriff, wie ich ihn oben beschrieben habe, konträr ist. Sie, diese Besonderheit, erscheint immer dann, wenn ein Kind nicht mehr tut, was wirklich oder vermeintlich gut für es ist. Dann wird es unter Umständen schwierig; schlimmstenfalls verrät es all das, was wir schätzen.

In diesem Fall hilft die anerkennende, begeisterte Liebe, die heute zum Kleingeld hurrapädagogischer Eltern verkommt, nicht weiter. Wir müssen es andersrum angehn. Ohne dass wir vergessen, dass es Fleisch von unserem Fleisch ist, greifen wir ein und bringen es auf die ein oder andere Art zurück in die Spur - zumindest versuchen wir es. Und selbst wenn das heute keiner mehr hören will: Auch das ist Liebe zu den eigenen Kindern. Sie ist nicht am Wohlgefühl des Augenblicks orientiert, sondern am Gesamtwohl des Kindes. Sie fühlt sich kühl an, ist sie im Ernstfall nicht selten aus der Verzweiflung über die Abwege jener gespeist, an denen wir hängen. Wir haben es mit einer schwierigen Liebe zu tun.




III

Die Liebe zu Deutschland ist auch so eine schwierige Liebe. Schon im Kaiserreich gab es den ein oder anderen Deutschen, der an den Deutschen irr werden konnte. Mit der Machtergreifung und den Untaten des Großdeutschen Reichs begann für sehr viele eine düstere Zeit, eben weil sie ihr Deutschland eigentlich liebten. Sie haben es nicht wiedererkannt und sie haben gelitten.

Heute befinden wir uns in einer ähnlichen Lage. Denn neuerlich kehrt dieses Land hervor, was es an Ungutem birgt; ganz zuerst seine Selbstüberschätzung. Zwei Weltkriege lang glaubte es gegen den Rest der Welt an seinen Sieg. Welch ein Irrsinn. Und heute glaubt es wieder, Probleme lösen zu können, die seine Resourcen auf ähnliche Weise weit überschreiten. »Wir schaffen das«, heißt es lapidar, wenn man die politischen Führer zur Rede stellt. Es klingt fast wie vor Verdun. Und noch zwei Jahre später, nachdem auch dem letzten Mitläufer dämmert, dass damals sehr falsch gemacht worden ist, entschließt man sich, über den Familiennachzug weitere zwei Millionen sogenannte Flüchtlinge ins Land zu holen. »Auch das schaffen wir«, meint die Kanzlerin wohl, ohne es laut auszusprechen.

Ein Patriot sieht, wenn er ehrlich ist gegen sich selber: Er hat es mit Deutschland wirklich nicht leicht. Denn die aktuelle Politik kann nur so handeln, weil sie die Unterstützung der Mehrheit genießt. Vergessen wir nicht: Die Mehrheit der Deutschen unterstützt diese sogenannte Willkommenskultur. Wir stehen, wie ehedem, als die Minderheit da. Die Mehrheit hat sich wieder einmal die schlechten Seiten Deutschlands zu Herzen genommen: Hybris, die Selbstüberschätzung. In dieser politischen Form ist sie typisch deutsch. Es ist zum Verzweifeln.

Muss man ein solches Land nicht am Ende verlassen? Wie geht man um mit seiner Liebe zu diesem Land, wenn dieses Land diese Liebe nicht einmal mehr annehmen will? Wenn es vergessen hat, was es ist? Wenn es wieder einmal auf Abwegen ist und sich in einem letzten Anfall teutonischen Wahnsinns selber erlegt?

Noch einmal: Liebe zum Vaterland hat viel von der Liebe zum eigenen Kind. Wer es liebt, hält seinen dunklen Seiten Stand, ohne sie akzeptieren zu müssen. Er weiß um den Zweiten Weltkrieg und seine Verbrechen; er weiß um den Holocaust; er weiß auch um den Herbst Zwanzigfünfzehn, als dieses Land in einem Rausch egomanischen Mitleids Millionen Araber und Afrikaner ins Land kommen lässt, obwohl jeder auch nur halbwegs wache Bürger weiß, welcher Akt der Selbstzerstörung damit initiiert werden wird - in Deutschland, aber auch in Europa. Aber er weiß eben auch, dass sie, die unglückseligen Deutschen, Teil seiner selbst sind, Teil des Landes in dem er lebt, Teil einer Kultur, die auch für diese Art politischem Hasardspiel immer wieder einen Faible entwickelt.

Und mit dieser Sicht auf die Dinge versucht er, Einfluss zu nehmen. Nicht irgendwie. Und auf keinen Fall mit zu offensichtlichem Druck, der nur Starrsinn provozierte. Gelassenheit ist gefragt. Und vor allem das Wissen und das Bewusstsein, dass die meisten, die diese grundfalsche Politik unterstützen, eher Mitläufer sind. Ganz zuerst sind sie Kinder dieses Landes und dieser Kultur.

Sicher nicht alle. Einige sind nicht zu retten. Sie lieben dieses einfach Land nicht mehr. Manche hassen es insgeheim, manche ganz offen. Wieder andere haben von der Kultur gerade mal die Sprache erfahren. Seine große Musik ist ihnen fremd. Und sein Denken erfassen sie trotz aller Sprachkenntnisse bestenfalls rudimentär. Wen wunderts, dass sie eben diese Sprache für das einzige halten, was typisch deutsch sei. Etwas anderes haben sie niemals erfahren.

Aber die Mehrheit - sie gilt es mit bestimmender Umsicht gleichsam zurück in den Schoß der Familie zu führen. Was sage ich gleichsam. Das Vaterland hat etwas von einer Familie. »Right or wrong, my country«, sagen die Briten. Das gilt auch für uns. Kritik am politischen Gegner bleibt mit diesem Bewusstsein als Kritik zumindest von uns aus mit einem verbindlichen Verständnis für die andere Seite behaftet. Wir wissen: Es handelt sich bei den Wählern von Merkel um fehlgeleitete Kinder - aber um die Kinder unseres Landes.

Die Idee, den politischen Gegner als Landsmann insgeheim in die Arme zu schließen, mag irritieren, noch dazu wenn man diesen Schulterschluss als Vaterlandsliebe bezeichnet. Aber gerade diese Liebe ist eine wirkliche Liebe des Landes. Sie umhegt ihr Objekt; sie fällt nicht auf die Knie. Sie bewundert; aber sie bleibt auch auf Distanz zu dem, was nicht geht. Man muss nicht alles gutheißen, was in Deutschland und durch Deutsche geschah. Und trotzdem kann man dieses Land aus tiefstem Herzen verehren.

Wahrer Patriotismus beginnt, wenn man sich für das geliebte Objekt verantwortlich fühlt. Wenn man umhegt. Wenn man pflegt. Wenn man die dunklen Seiten erkennt und in wachsamer Treue das Geliebte begleitet.

Das alles ist mit Arbeit, mit sehr viel Arbeit verbunden. Aber erinnern wir uns: Dieses Land ist nicht nur durch Melodien und leidenschaftliches Denken zur Größe gelangt; es gibt auch noch Zähigkeit, Fleiß und Messerschärfe im Denken - Eigenschaften, die man gleichfalls typisch deutsch nennen kann. Geschick ist gefragt. Doch gerade im rationalen Denken hat Deutschland es immer wieder zu Großem gebracht. Heute brauchen wir es, um uns selber zu retten. Das aber ist kein Hurrapatriotismus. Es hat viel mit sorgsamer Pflege, energischem Kümmern und schlussendlicher Rettung zu tun. Pflegen wir unsere Sprache, Kümmern wir uns um das Wiedererstarken von Traditionen, Retten wir Landschaft und Land. Holen wir uns unser Land zurück. Weil wir es lieben. Weil wir wissen, was richtig ist, für dieses aus den Fugen geratene Land.

Samstag, 19. August 2017
Entstellte Kunst

Obelisken gibt es in Deutschland an einigen Orten. Sie erinnern an die deutschen Opfer von 70/71 und 14/18; später kommen noch sowjetischen Toten des Zweiten Weltkriegs hinzu; von einem Obelisken für die gefallenen deutschen Soldaten ist mir nichts bekannt. Diese Ehre widerfuhr nur den sowjetischen Toten.

Seit kurzem gibt es in Deutschland einen weiteren Obelisk. Er steht auf dem Königsplatz in Kassel und wurde von der documenta bestellt. Gestaltet hat ihn ein in Schwarzafrika geborener US-Amerikaner. Aufgestellt wurde er auf einem zentral gelegenen Platz. Dieser Obelisk erinnert nicht an die Gefallenen eines Krieges - er soll durch ein Zitat aus der Bibel an Flüchtlingsschicksale erinnern. In vier Sprachen heißt es auf den vier Seiten des Obelisk: »Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt«.

Das ist für eine documenta, diese Weihfestspiele staatlicher Subventionskunst, eine ungewöhnlich verständliche Sprache. Üblicherweise braucht es ein Kunststudium deutlich jenseits der Regelstudienzeit um zu verstehen, was ein Künstler dem Betrachter mitteilen will - falls er denn überhaupt etwas mitteilen will. Im Fall des Obelisken ist dagegen klar: Der Bibelspruch soll Mitleid mit dem Flüchtling erregen; dieses Lieblingsgefühl vieler Deutscher.

So weit, so gut. Doch nun hat ein AfD-Stadtverordneter im Kulturausschuss Kassels den Obelisken als »ideologisch polarisierende, entstellte Kunst« kritisiert und damit einen Sturm der Entrüstung bewirkt. Nicht weil er den Obelisk »ideologisch polarisierend« bezeichnet; das ist er auch in den Augen des Künstlers, das soll er sein. Sondern weil der Vertreter der AfD es wagt, die Worte »entstellte Kunst« auszusprechen. Denn »entstellt« erinnert einige wohl an »entartet« und damit wären wir bei der Rede von »entarteter Kunst«, mit der die Nationalsozialisten unliebsame Werke titulierten.

Schon richtig - der Klang der beiden Worte ist ähnlich. Doch »entstellen« steht nach Wiki für »verunstalten, verunzieren, verhunzen, verschandeln, verfälschen, verkehren«; es lässt sich ersetzen durch »deformieren, verstümmeln, verbiegen, verdrehen, verstümmeln«. Eine breite Palette von Worten also - nur haben sie herzlich wenig mit »entarten« zu tun. Zu diesem indizierten Wort heißt es bei Wiki, es stehe für »in negativer Weise von bestimmten Gesetznormen abweichen, sich ausarten, verkehren in etwas Negatives«. Man kann es durch »ausarten, ausufern, degenerieren, verderben« ersetzen; »entstellen« steht nicht in der Liste. Die unterstellte Verbindung besteht also vor allem in den Ohren und Köpfen jener, die sich über den Stadtverordneten echauffieren. Sie sorgen dafür, dass die Sprache der Nazis präsent bleibt.

Aber ist der Obelisk »ideologisch polarisierende, entstellte Kunst«? Verunstaltet, verunziert oder verschandelt er den Königsplatz Kassels? - Schwer zu sagen, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Aber zumindest für viele Bürger passt der phallische Pfeiler ins Zentrum des Runds; eine Eigenschaft, die für fast alle Produkte, die unter dem Titel documenta ausgestellt wurden und werden, notorisch nicht gilt. Kein Wunder, dass die lokale Presse die Höhe des Obelisken herausstellt und ein örtlicher Backwarenhändler ins Schwärmen gerät: »Der zieht aber die Kunden an. Das ist gut.«

Bliebe die Frage, ob der Obelisk verfälscht, verkehrt, verstümmelt, verbiegt, verdreht, oder verstümmelt? Und diese Frage kennt nur eine einzige Antwort: Ja, das macht der Obelisk. Denn es ist ja nicht wirklich die Säule, um die es geht. Es geht um die Message. Es geht um den Spruch aus der Bibel: »Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt«, Matthäus, 25.35.

Schon der scheinbare Internationalismus ist eine Verfälschung. In vier Sprachen wurde der Spruch auf die Seiten gedruckt: Auf Deutsch für die Anwohner Kassels, auf Englisch für die Touristen und dann noch auf Arabisch und Türkisch. Das mag vom US-Amerikaner mit schwarzafrikanischen Wurzeln zukunftsweisend gemeint sein. Allerdings scheint er die Regeln in der Türkei und in arabischen Ländern nicht wirklich zu kennen. In Saudi Arabien ist die Bibel im öffentlichen Raum schlichtweg verboten. Ein Spruch aus der Bibel auf einem Obelisken hätte drastische Folgen. Für die Türkei gilt das gleiche, nur sind die Strafen nicht ganz so dramatisch. Der Spruch verfälscht also ganz sicher die Sicht auf die islamischen Länder. Aber das ist ja nun wahrlich nichts neues.

In der Bibel ist an besagter Stelle von einem Fremden die Rede, von einem Gast. Von einem Flüchtling steht dort kein Wort. Denn Gäste gehen bekanntlich am Ende des Gastmahls; die heutigen Flüchtlinge wollen aber nicht gehen. Sie benehmen sich in den meisten Fällen auch nicht wie Gäste. Das Zitat verdreht daher das Bibel-Zitat. Und wenn man den Kontext in der Bibel hinzunimmt, dass zeigt sich, dass der Sinn der Passage ins Gegenteil seiner Bedeutung verkehrt wird.

Matthäus 25 besteht nicht nur aus dem Zitat. Dort ist auch von klugen und von törichten Jungfrauen die Rede. Und töricht sind die, die sich auf die Voraussicht der klugen Jungfraun verlassen. Sie sind träge und werden zu recht für ihre Trägheit bestraft. Zur Rechtfertigung einer Flucht in reichere Länder der Erde taugt dieses Kapitel aus dem Neuen Testament damit wohl kaum. Sorgt für euch selber, will es sagen. Und die es nicht tun, über die heißt es in der Bibel: »Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht.«

Wer diese für heutige im Sozialstaat versorgten Ohren schwer verständliche Aufforderung nicht glauben will, dem sei auch gleich den darauf folgende Abschnitt empfohlen. Sein Credo steht in Sätzen: »Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.« (Matthäus, 25.29f) Mit diesen Worten wäre der Obelisk wahrlich ein sinnvolles Mahnmal. Er liest sich als Aufruf fleißig zu sein und nicht von anderer Leute Arbeit zu leben. Hehre Werte aus einer längst vergessenen Zeit.

Aber der Obelisk steht auf der documenta - diesem Sinnbild dafür, wie man von anderer Leute Arbeit sich einen schönen Tag machen kann. Er verfälscht, verdreht und verbiegt. Und er verstümmelt. Der scheinbar so fremdenfreundliche Text droht am Ende jenen, die den Fremden nicht aufnehmen wollen, mit drakonischen Strafen: »Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engel!« Wo der Obelisk scheinbar bedenklich daherkommt, verweist er tatsächlich auf eine Drohung.

Völlig zu recht wird der Obelisk daher als Propaganda bezeichnet. Er steht also durchaus zu recht in der Mitte des Platzes. Wie in vergangenen Zeiten setzt dieser Staat sich hier eine steinerne Marke. Dem Bürger wird die Wahrheit auf einem Obelisken verkündet wie zu Zeiten des Kaisers. Und sie wird genauso entstellt. Ein Obelisk mit einem Mindestmaß an moralischem Anspruch hätte das Bibelzitat auf der einen Seite gezeigt und auf den anderen drei die Namen der Opfer islamischer Mörder, die als Flüchtlinge eingereist sind. Für die anderen reichte der Platz nicht.

Freitag, 18. August 2017
Die mörderische Sachlichkeit der Medien

Ein altes Mittel von Ideologen ist es, das Offenbare als noch nicht ganz offenbar zu bezeichnen. Insbesondere bei angeblich der Aufklärung verpflichteten, linken Ideologen ist diese Masche beliebt, denn sie lässt sich leicht als Sachlichkeit tarnen; der sachliche Berichterstatter erscheint plötzlich als der mit einem wissenschaftlichen Anspruch. In immer neuen Facetten wurde sie, die Masche, durchexerziert: Holodomor, China, Kambodscha - die Liste ist abgrundtief lang. Immer hieß es gegenüber jenen, die Rechenschaft von linken Ideologen verlangten: Es ist noch nicht alles bekannt. Und je mehr die Ereignisse Vergangenheit wurden, umso weniger konnte man wissen. Bis am Ende alles im Trüben verschwand und keiner mehr etwas weiß. Dann sind die linken Verbrechen vergessen.

Mit dieser Masche versuchen es auch die Medien Gutdeutschlands. Ausnahmslos jeder Anschlag von Moslems wird zunächst als vermutlicher Anschlag gehandelt. Man weiß ja noch nichts. Also ist man im Grunde zum Schweigen über die Hintergründe verpflichtet, suggeriert die Presse und verkauft dieses Schweigen auch noch als Ausdruck von Qualitätsjournalismus. In keinem Fall darf man vermuten, was sich in praktisch allen solchen Fällen als Wahrheit erweist: Dass es Moslems waren, die wieder einmal ihre Moscheen verließen, um für ihren Propheten zu morden. So auch gestern in Spanien.

13 Passanten werden bei einem der nun schon zur Regel gewordenen Fahrzeuganschläge in Barcelona ermordet. Und alles, aber auch wirklich alles, spricht für eine Mordorgie gläubiger Moslems. Aber die Medien schweigen über die ideologischen Hintergründe der Täter, weil man bislang noch nichts wüsste. Vielleicht ist der Wagen ja außer Kontrolle geraten; man kann es nicht wissen. So etwas passiert immer mal wieder auf Straßen. Irgendwas wird sich schon finden, was man mit sachlichem Augenaufschlag vorschieben kann. Nur dass die Sachlichkeit hier allein im Dienste der Ideologie eingesetzt wird. Sie dient dazu, über das Höchstwahrscheinliche so lange wie möglich zu schweigen. Später wird man natürlich davon berichten. Sehr viel später. Wenn die Aufregung weg ist und die Bürger vergessen haben, was massenmörderisches geschah. Dann kann man in einer Unterzeile von den moslemischen Mördern berichten. Aber ebenso gut kann man es lassen.

Diese Art des Verschweigens der Realitäten lässt sich schwerlich als Lüge bezeichnen. Es ist ja nur die wahrscheinliche Wahrheit, von der der die Journaille nicht reden will. Mit dem Hinweis auf das absolut Sichere unterschlägt sie die höchstwahrscheinlichen Täter. Mit dieser Tour könnte man auch den Holocaust leugnen; denn bekanntlich lässt sich Historisches niemals beweisen - also wurde im Fall des Holocaust Sachlichkeit wohlweislich unter Strafe gestellt. Was Wahrheit ist und was nicht, das dekretiert mehr und mehr dieser Staat.

Das Verlangen nach Sachlichkeit - eigentlich ein zentrales Moment wissenschaftlichen Denkens - ist heute zur Masche von Ideologen verkommen. Denn sie hat einen harten ideologischen Kern. Und der wird offensichtlich bei den deutlich weniger wahrscheinlichen Fakten, über die die Medien lauthals berichtet; etwa der Bundeswehrsoldat, der angeblich rechts ist, und eine wochenlange Welle der Pseudoempörung ausgelöst hat. Dabei war hier zunächst überhaupt nichts sicher und passiert war ebenfalls nichts. Kein Anschlag, kein wirklicher Plan für einen Anschlag - einfach gar nichts. Nur die heiße Luft einer phrasendreschenden Medienkamarilla, die aber eben doch weiß, was sie will.

Sie will die Ideologie der Mörder beschützen. In einer moralischen Welt würde die Religion der Mörder bekämpft. So war es in den 1970er Jahren, als rote Mörderbanden Stadt und Land mit Terror bedrohten und überzogen. Die Medien wussten genau, wessen Geist die Mörder tatsächlich waren und benannten ihn auch: Die extreme politische Linke. Natürlich war auch damals nicht alles gleich sicher. Aber die Erfahrung der vorherigen Monate ließen keine anderen Mörder vermuten. Also wurde die extremistische, terroristische Linke bekämpft.

Ja, es ist richtig; auch damals wurden bereits Ideologie und Mörder getrennt. Journalisten versuchten den Kommunismus zu retten oder die Anarchie. Aber Illusionen über die Täter machte sich keiner. Sie gehörten zur Linken. Nur hatten sie angeblich die hehren Ziele der Linken verraten. Und hier genau schließt sich ein ideologischer Kreis - aber das ist ein anderes Thema.

Die Sachlichkeit heute führt zu einer ganz anderen Nähe. Durch sie decken bestimmte Medien tatsächlich die Mörder, indem sie ihre ideologische Täterschaft so lange wie möglich verschweigen. So kann ein möglicher Täter verschwinden, weil nicht auf sein arabisches Aussehen gezeigt werden darf; der Islam wird systematisch verschwiegen, also geraten die Moscheen nicht als Versteck in Verdacht, auch wenn sie es sind. Und das alles, weil wir ja nichts exakt wissen. Dass dieses Verleugnungsgeflecht am Ende ins Gegenteil umschlagen wird, sobald die Bevölkerung erst einmal die Nase voll hat von der Untätigkeit der Behörden, der Politik und Medien, das sei nur am Rande erwähnt.

Wer genauer hinschaut, erkennt in dem Verlangen nach Sachlichkeit ein aus der Geschichte bekanntes, historisches Muster. Denn exakt so haben auch jene gesprochen, die sich aus ihrer Mitwisserschaft herausreden wollten - sei es nun im rechten oder im linken Faschismus. Die Kritiker mögen doch bitte sachlich betrachten; nicht dabei gewesen wären sie damals, kannten also auch nicht alle Fakten. Bevor wir die nicht alle kennen… Und los geht die Litanei.

Und auch sie, die Mitläufer, haben nicht alle Fakten gekannt. Wie aber sollte man handeln, wenn man die Details nicht alle kennt? Andernfalls läuft man Gefahr, sich zu irren. - Diese Ausredenkette kennt wirklich kein Ende. Mit ihr lässt sich jedes Schweigen und jedes Zuschaun begründen. Und so wird deutlich, dass sich Gutdeutschland auch in diesem Punkt im Fahrwasser seiner ideologischen Verwandten bewegt. Es bleibt eben dabei: Alle totalitären Staaten haben einen gemeinsamen Kern und dieser wird in diesen Tagen nach und nach auch in Gutdeutschland deutlich.

Montag, 24. Juli 2017
Lebensraum im Osten - für Syrer

Berlin möchte die nächste Flüchtlingsflut auf die Länder der Europäischen Gemeinschaft verteilen und hat dabei die osteuropäischen Staaten im Blick. Die aber verweigern sich ganz offiziell. Daher will die EU, lautstark vertreten durch Martin Schulz und etwas leiser durch einige Christdemokraten, osteuropäische Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, bestrafen; eine Politikerin der Grünen fordert sogar die Ansiedlung von Syrern in den Baltischen Staaten.

Weil Europa und vor allem Deutschland die Gäste, die man mit hochmoralischer Pose einreisen ließ und weiterhin lässt, nicht mehr aufnehmen kann, wird den östlichen Nachbarn Deutschlands gedroht. Man beruft sich bei diesen Forderungen nach einer Verteilung des Schadens, den Deutschland seiner eigenen Politik der offenen Grenzen verdankt, aufs EU-Recht und natürlich auf die eigene Mitmenschlichkeit. Aber tatsächlich sollte man sich auf ein Recht berufen, mit dessen Moral es nicht allzu weit her ist.

Denn diese Politik bewegt sich auf einer Bahn, deren Ausgangspunkte weit in die Deutsche Geschichte und das Verhältnis von Deutschland zu seinen östlichen Nachbarn zurückverfolgt werden können. Und gerade die letzten Stationen gehören in eine Zeit, an die EU, SPD, Grüne und nicht zuletzt Linke üblicherweise zwar genüsslich erinnern - mit der sie aber politisch, wenigstens nach eignem Bekunden, wenig verbindet. Es sind die Zeiten, als Deutschland Lebensraum im Osten verlangte und dafür zunächst - im Jahre 1939 - an den Bug und später - im Jahre 1942 - bis an die Wolga marschierte.

Heute macht Berlin es etwas geschickter. Man verlangt nicht mehr Raum unmittelbar für sich selber; das würde einen Aufschrei bewirken. Man verlangt Lebensraum für die Flüchtlinge, die man nicht mehr gebraucht. Osteuropa soll für die Fehler deutscher politischer Entscheidungen die Zeche bezahlen. Unter dem Hinweis, bereits Hunderttausende aufgenommen zu haben, plädiert man für Zwang. Entweder überweisen vornehmlich Warschau und Budapest das Geld an die Flüchtlinge, die in ihre Länder einreisen würden; oder es zahlt deftige Strafen an Brüssel.

Offenbar haben diese Herrschaften noch nie etwas vom Recht der Völker auf Selbstbestimmung gehört. Aber warum auch, wenn ein moralischer Anspruch die Fordernden treibt. Sie helfen der Welt; wehe denen, die nicht mithelfen wollen. Die Recht der Osteuropäer auf ein Land ohne Moslems - denn um diese geht es vor allem, wenn man sich in Warschau und Budapest der Flüchtlingspolitik Brüssels verweigert - wird nicht mal erwähnt. Dabei hat jeder Bürger das Recht, nicht mit Fremden zusammenleben zu wollen; insbesondere nicht mit Mohammedanern. In keinem Fall ist, wer auf die Rechtmäßigkeit dieser Haltung verweist, rassistisch. Oder besser: Er ist so rassistisch wie ein Italiener, der in seinen Städten auch mal ohne deutsche Touristen ausgehen will oder ein Senegalese, der froh ist, dass die Kolonialisten sein Land vor einigen Jahrzehnten verließen. »Afrika den Afrikanern« - ein solches Spruchband ließe sich sicher bei Gegnern weißer Kolonialregime entdecken. Und dass den Arabern der Westbank dieselbe gehört, Juden dort also kein Recht auf Ansiedlung haben, steht für eben jene Freunde speziell des arabischen Flüchtlings, die jeden flüchtigen Araber in Annaberg ansiedeln wollen, ohnehin fest.

Indes, auch die Osteuropäer haben ein Recht auf ihre Kultur. Polen, Lettland oder Ungarn sind nun einmal nicht im Ansatz islamisch und wollen es auf keinen Fall werden. Auch russisch wollten sie vorher nicht werden und deutsch, wenn überhaupt, nur in Teilen. Islamisch aber geht gar nicht. Lieber erinnert man sich des entscheidenden Angriffs, den polnische Truppen unter König Sobieski 1683 vor Wien gegen die Türken durchführten. Dagegen verweisen die EU und ihre Vertreter lieber mit empört moralischem Augenaufschlag auf Kreuzzüge vermeintlich böser christlicher Truppen.

Die Rechtsbrecher sitzen somit in den verantwortlichen Stellen in Berlin und in Brüssel. Sie wollen den Osteuropäern oktroyieren, wogegen sie seit Jahrhunderten mit wechselndem Erfolg opponierten und kämpften: Eine Besetzung durch fremde Bevölkerungsgruppen. Und dass der Islam Terrain, das einmal unter seine Herrschaft geraten ist, für ewig als islamisch erachtet, wäre hier so oder so ein Konflikt angesagt, wie man ihn seit 70 Jahren um Israel kennt. Auch dort pochen Moslems auf Gebieten, die sie für ihre eigenen halten, obwohl sie sie ursprünglich nicht besaßen. Die Ansiedlung moslemischer Flüchtlinge läuft auf eine Vertreibung von Osteuropäern hinaus, so wie man das aus deutschen Städten mit Deutschen schon kennt.

Mit der Politik der schleichenden Verdrängung von Polen, Balten, Tschechen und Ungarn bewegen sich ihre Unterstützer im Fahrwasser der einstigen deutschen Eroberer und schließlich eines Hans Frank - Hitlers 1946 in Nürnberg hingerichteter Stadthalter im sogenannten Generalgouvernment Polen. Eine Politik, die unter dem Titel »Lebensraum im Osten« traurige Berühmtheit erlangte: Polen und Ukrainer wurden im Interesse des eigenen Volkes vertrieben. Allerdings will man die osteuropäischen Völker nun im Interesse einer guten Sache vertreiben: Der Rettung von Flüchtlingen und solchen, die vorgeben, geflüchtet zu sein.

Doch nicht mal dieses Argumentieren mit einem höheren moralischen Anspruch entspricht wirklich der Realität. So wenig wie Politiker helfen, sondern fast ausnahmslos Steuergelder zahlender Bürger zum eigenen Nutzen verbraten, sowenig dient diese Politik den Migranten. 32.000 € gab Deutschland 2016 pro Flüchtling aus und das wenigste kam in den Taschen dieser auch an. Am meisten verdienen die professionellen Helfer, die Übersetzer, die Quereinsteiger, denen man unter normalen Umständen nie eine Klasse anvertraut haben würde, die niederen Pädagogen, die ihren Rassismus als freundliche Nachhilfelehrer mit gutem Gewissen ausleben dürfen. Kaum einer dieser Flüchtlingshelfer wäre in seinem Berufsleben je in den Genuss eines einträglichen Entgelts gekommen. Der Flüchtlingsstrom ist Wasser auf ihre Mühlen.

Nun wird für die eigene Klientel ein weiterer Markt im Osten erschlossen. Man hat ja selber reichlich Erfahrung gesammelt mit den Nafris und ihren Sitten und Bräuchen und könnte Polen und Ungarn beraten - auch wenn ich sicher bin, dass Polen, Ungarn und Balten ihre Frauen nicht auf einer Kölner Platte servieren. Sie werden sich handgreiflich wehren. Mal schauen, wie die Öffentlichkeit in Gutdeutschland dann reagiert und wie sie den Osteuropäern ihre Willkommenskultur aufzwingen wird.

Schulz und die Grünen wissen jedenfalls schon, dass es dann der Zwang richten muss; sie, die sonst immer nur Gesprächsbereitschaft bekunden, werden mit finanziellem Druck Lebensraum für Syrer beschaffen. Und da man die Flüchtlinge bei diesen Parteien ohnehin gleichsam als Deutsche betrachtet, wird Lebensraum im Osten auch für Deutsche erobert - von Christdemokraten, Sozialdemokraten, Linken und Grünen. Was verläuft die Geschichte mitunter nur herrlich an der Grenze zum blanken Sarkasmus.

Freitag, 7. Juli 2017
Warum es keinen liberalen Islam geben kann

Vor einigen Jahren erklärte mir ein Bekannter, wie das nationalsozialistische Deutschland den Zweiten Weltkrieg hätte gewinnen können. Man hätte die Russen gut behandeln und für sich gewinnen sollen. Die hätten Stalin ohnehin satt gehabt und hätten ihr Russland liebend gern von den kommunistischen Schergen befreit. Die Wehrmacht hätte bis Wladiwostok durchmarschieren können und die Russen hätten gefeiert. »Ja«, meinte ich, »im Prinzip ist das alles richtig. Nur wären die Nazis dann eben keine Nazis gewesen.«

Die Nazis haben die Russen behandelt, wie sie sie behandelt haben, weil es ihrer ideologischen Grundhaltung entsprach: Als Untermenschen. Ein anderer Umgang passte nicht in ihr Weltbild und deshalb gab es diesen anderen Umgang auch nicht. Und jene, die davon abwichen - und die gab es -, gehörten eben nicht mehr zu den Nazis. Sprich: Es gibt Eigenschaften, die kann man als Wesenszüge einer ideologischen Schule betrachten. Und soviel scheint richtig zu sein: Nationalsozialisten sind nicht liberal. Kommunisten sind nicht liberal. Liberalismus ist keine Eigenschaft von nationalem und internationalem Sozialismus. Und Moslems? Sind sie liberal? Kann Liberalismus eine Eigenschaft des mohammedanischen Glaubens sein oder werden?

Liberal sein heißt, den anderen als Andersdenkenden wahr und ernst nehmen zu können. Es heißt auch, im Grunde anzunehmen, der andere könne mit seinen Ideen eben doch richtig liegen. Es heißt vor allem, bescheiden zu sein und das eigene Urteil als möglicherweise fehlerhaft zu bewerten. Nichts davon kann ein Gläubiger von sich behaupten. Der Glaube lebt von der Unfehlbarkeit des eigenen Standpunkts. Auch der politische Glaube. Oder besser: Wer, wie Nationalsozialisten und Kommunisten, seine eigene Unfehlbarkeit annimmt, bewegt sich nicht mehr in Sphäre politischen Denkens, sondern eben des Glaubens. Argumente zählen nicht mehr; Diskussionen werden nur noch dem Schein nach geführt. Man weiß ja um die absolute Korrektheit der eigenen Meinung.

Und doch gibt es jene, die sich selbst als Kommunisten bezeichnen und trotzdem den politischen Gegner im Falle der eigenen Machtergreifung nicht umgehend in ein kommunistisches Vernichtungslager einsperren würden. Es gab Nationalsozialisten, die hatten nichts mit den Massenmorden der Nazis zu tun und lehnten sie ab, sofern sie davon erfuhren. Und ja, es gibt Moslems, die verabscheuen den Terror, mit dem ihre Glaubensbrüder die Welt seit den ersten Tagen dieses Glaubens überziehen. Sie verabscheuen das Händeabhacken und Hinrichten von Ehebrecherinnen und Schwulen. Ungläubige sind für sie Menschen wie sie selber und keine Untermenschen, die man bei Gelegenheit umbringen darf.

Nur: Handelt es sich bei diesen selbsterklärt liberalen Gläubigen wirklich noch immer um Kommunisten, um Nationalsozialisten, um Anhänger Mohammeds? Kann es sich um solche handeln? - Wohl kaum. Oder besser: In Abstufungen. Je weltlicher eine Theorie ist, umso eher wird sie liberal. Ein Kommunist, der seine Theorie zuerst als ökonomisch versteht, kann also durchaus eine liberale Haltung bewahren. Nur entsagt er dann dem hohen moralischen Anspruch, der mit den meisten linken Theorien einhergeht. Kommunist im emphatischen Sinne ist er ganz sicher nicht mehr. Wahrscheinlich stünde er auf der Abschussliste, wenn die Partei sich das nächste Mal säubert.

Mit dem Nationalsozialismus ist das schon schwerer, sofern er auf der Idee einer überlegenen Rasse basiert. Wie der emphatische Kommunismus hat er eine metaphysische Basis: Die Rasse. Und ohne diesen Rassebegriff bleibt nicht mehr viel übrig. Das ist es, was viele als intellektuelle Leere nationalsozialistischer Theorien empfinden. Ohne den Glauben an Volk und Führer bleibt eben nichts, wird der ganze Kult um den Führer zur unverständlichen Lachnummer aus den Zeiten von Schwarz-Weiß-Film und Luftschiff.

Und der moslemische Glaube? - Bevor hier eine Antwort möglich wird, sollte man den christlichen oder jüdischen Glauben betrachten. Denn scheinbar kann man Christ sein, ohne gleich vor dem Papst auf die Knie zu gehen oder eine der vielen Monstranzen vergöttern zu müssen. Aber ist man dann wirklich noch christlich? Hat man sich nicht viel eher ein privates Christentum aus Versatzstücken zusammengebastelt? Eine Art Modellbau mit Teilen aus Neuem und Altem Testament. - Aber natürlich. Man darf vermuten, dass die Mehrzahl jener, die zum letzten Kirchentag reisten, nicht mehr im eigentlichen Sinne Christen genannt werden können. Sie würden erschrecken, würde man ihnen das Leben nach den Regeln der Bibel empfehlen; und das gilt nicht nur für die Besucher. Sie sind keine Christen; sie sind nur mit einigen ihnen passenden Ideen aus der Bibel beschäftigt.

Ein Glaube wird niemals liberal werden können. Er lebt von seiner Setzung ins Absolute. Jene, die sich als liberale Kommunisten, Nationalsozialisten oder Christen verstehen, sind im Grunde nur noch liberal und hängen dem alten Glauben nur wie einer Erinnerung an. Er wurde zur Tradition.

Und doch bleibt auf diesem Weg einiges vom Inhalt des alten Glaubens bewahrt. Das können Plattheiten sein; nicht selten sind es Traditionen; aber meistens sind es gerade die anspruchsvollen Aspekte, die einem Glauben das Weiterleben erlauben. Hier die ökonomische Theorie von Karl Marx, dort die philosophischen Passagen der Bibel. Sie sind es, die einen Ismus vor dem Sterben bewahren. Die einstmals geistige Tiefe wurde durch die intellektuelle Tiefe ersetzt. »Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott.« Ein solcher Satz lässt sich auch heute noch denken. Warum? - Weil der Gedanke denkwürdig ist.

Was also bleibt von jenen Glaubens- und Gedankengebäuden, wenn sie liberal sind? - Eine gewisse Tiefe im Denken. Und genau damit haben Kommunismus, Nationalsozialismus und Islam ein ernstes Problem. Sie fehlt ihnen nämlich in Abstufungen bis hinunter zur Gänze. Und somit liegt der zentrale Unterschied zwischen Christentum und Islam offen zutage. Der Islam ist in seinem Kern - und das heißt mit seinem Koran - intellektuell gesehen ein Sammelsurium von äußerst dürftigen Zeilen. Bis heute wurde mir nicht eine Sure gezeigt, die es mit dem zitierten Satz an Tiefe aufnehmen kann. Und so nimmt es nicht Wunder, dass es eine wirkliche originär islamische philosophische Schule nicht gibt. Moslems haben überlieferte Texte bewahrt - falls sie sie nicht vorher verbrannten. Aber es gibt kein philosophisches Werk von Rang, dass islamisch genannt werden könnte, vergleichbar den »Bekenntnissen« von Augustinus, der »Summa Theologica« Thomas von Aquins oder dem »Der Begriff Angst« eines Kierkegaard. Man kann getrost sagen: Der Islam ist eine Religion ohne intellektuellen Anspruch: Keine bedeutende Literatur, keine bedeutende Musik, und die Moscheen sind mit ihren Mosaiken und Kronleuchtern lächerlich kitschig.

Die islamischen Länder bestätigen das. So gut wie keine Nobelpreise, praktisch keine Wissenschaft und nur wenige Bücher. Ja, es gibt nur ein einziges Buch. Und dieses Buch prahlt mit Belanglosigkeiten. Von hier aus gedacht, wundert die Bildungsferne vieler Muselmanen keine Sekunde. Der Islam ist eine Ideologie für im Denken Verarmte. Und das gelegentlich als Kopfwindel bezeichnete Kopftuch steht dafür in vielfacher Hinsicht Symbol.

Nein, es gibt keinen liberalen Islam. Denn der Islam hat nichts zum Denken zu bieten. Man kann sich mit seiner Geschichte befassen; man kann über die Wortbedeutung koranischer Zeilen lang diskutieren. Aber Nachdenken über tatsächliche oder auch nur angenommen sinnvolle Thesen macht keinen Sinn. Und sie findet daher auch nicht statt. Es gibt sie einfach nicht. Mich haben beim Lesen der Suren daher nicht die Gewaltphantasien empört - die findet man auch in der Bibel. Mich hat immer die Langeweile geplagt. Die Öde der Texte. Und es empört mich daher als Liberalen, wie Zeitgenossen sich mit diesem leeren Stroh ernsthaft beschäftigen können.

Sonntag, 18. Juni 2017
Geistig-Moralische Wendehälse

Helmut Kohl ist tot. Und bekanntlich sagt man über Tote nichts schlechtes. Außer über die schlechten Toten. Oder jene, die schon zu lange tot sind.

Also sagen wir über Helmut Kohl erst einmal was gutes: Er hat im November 1989 die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Weg zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten durch entschlossenes Handeln geebnet. Daran zweifelt heute wohl kaum einer mehr. Auch nicht daran, dass zu viele Sozialdemokraten anno 1989 die DDR und ihren dümpeligen Sozialismus am liebsten bewahrt haben würden. Das also ist die historische Leistung von Helmut Kohl.

Und welche Leistung kann man darüber hinaus noch benennen? Was hat Kohl geschafft, das ihm einen Platz in der Geschichte einräumen würde? - Herzlich wenig. Die Auflösung des Staatsmonopols bei den Fernsehanstalten vielleicht, das Ende der Ladenöffnungszeiten womöglich. Doch das wars dann auch schon. Das aber ist im Grunde recht wenig, wenn man überlegt, wie großspurig die Maxime der ersten Regierung Kohl im Januar 1983 noch klangen: Es wurde von einer geistig-moralischen Wende geredet.

Was das genau war, wusste wahrscheinlich nicht einmal Kohl. Denn Theorie war nicht sein Ding. Es wäre ihm nicht in den Sinn gekommen, frankfurter Sozialphilosophen für wichtig, gar bedeutsam zu halten. Zeit seines Lebens hat er die selbsternannte westdeutsche links-liberale Elite mit Nicht-Beachtung gestraft. Kohl benutze die Wendung also nicht etwa als Rahmen für ein Programm; er nutzte sie allein als Schlagwort, das 1983 durchaus einem gefühlten Bedürfnis entsprach. Westdeutschland hatte sich von Studentenrevolte und linkem Terror leidlich erholt - doch beide hatten klammheimlich tiefe Wurzeln in den Köpfen geschlagen. Sie, diese Wurzeln, galt es durch eine geistig-moralische Wende zu kappen, auf dass sie sich nicht noch tiefer einkrallen könnten.

An diesem Punkt ist Helmut Kohl auf ganzer Linie gescheitert. Ja, seine Partei, die Christdemokraten, hat im Endeffekt mehr zur Auflösung einer rationalen, politischen Wertegesellschaft beigetragen, als sämtliche links-liberalen Kräfte zusammen. Seine Politik legte die letzten Grundlagen für eine Gesellschaft, in der jeder nur noch sich selber erkennt; eine Gesellschaft ohne im eigentlichen Sinne politisches Credo - denn jenes »es kann nicht sein«, mit dem heute politische Forderungen garniert werden, hat mit Politik wenig, umso mehr aber mit Wunschdenken zu tun.

Kohls Gegenspieler war zugleich auch das Gegenteil dieser unpolitischen Wohlfühlpolitik, die nicht mehr forderte, sondern nur noch bediente und deren fatale Folgen man heute beobachten kann. Bequem wollte Kohl es allen machen und dabei en passant auch noch seine persönlichen Freunde erfreuen. Die Wiedervereinigung, die er politisch in Europa erfasste, als Handeln angesagt war, haben er und seine Partei in den Jahren nach 1989 im Grunde vergeigt. Statt von jedem seinen Teil zu verlangen und das Zusammenwachsen als nationales Projekt zu verstehen, tauschte man Nationalgefühl gegen Geld und ersetzte den Segen einer Nation durch den Geldsegen der Treuhandanstalt.

Eine wirkliche geistig-moralische Wende hätte damals stattfinden können. Sie unterblieb. Im Bann des allen alles Recht machen zu wollen, bequemte man sich von Lohnanpassung zu Lohnanpassung, von Ausgleich zu Ausgleich - doch die Moral blieb die gleiche wie vorher. Es war und ist die Moral der Studentenbewegung - ja, da steht wirklich der Studentenbewegung. Bürgersöhne und -töchter, denen die Eltern am Ende alles verzeihen und denen sie vor allem ständig alles bezahlen. In diesem Sinne sind längere Öffnungszeiten und Rundumbedröhnung mit privaten Fernsehprogrammen genau das Sinnbild der Politik jener Jahre. Die Staatsverschuldung erklomm von da an immer neue, schwindelnde Höhen. Spiele und Brot verhieß die Devise. Die Christdemokraten wurden zu dem, was sie heute endgültig sind: Zu verkappten Sozialdemokraten. Nur eben die Spur langweiliger als jene es immer schon waren.

Mit Helmut Kohl begann der lange Weg in den Staat der Pseudomoral. Also einer Moral, die nichts kostet. Einer Moral, die sich vom Sentimentalitäten leiten lässt, statt politisches Denken zu fordern. »Wir müssen helfen«, heißt es unter Merkel, wenn es irgendwo brennt - über den Sinn der Hilfe macht man sich keine Gedanken. Der Egoismus in Form des Wohlgefühls des Helfenden ist ja befriedigt.

Eine geistig-moralische Wende fand damals nicht statt und sie fand auch später nicht statt. Das Ergebnis ist eine Gemeinschaft, die an ihren Wurzeln verrottet, während sie sich zugleich für die beste der möglichen hält. Diese braucht dringend eine geistig-moralische Wende. Hin zum Politischen einer rationalen Bürgergesellschaft. Weg von ideologisierten Ethikkommissionen. Aber vor allem auch weg von den christdemokratischen Wendehälsen, die sich in ihrer Morallosigkeit bei jedem bedienen und für die Angela Merkel in ihrer ganzen Geistlosigkeit das Symbol ist. In diesem tiefere Sinne ist Angela Merkel immer Helmut Kohls Mädchen geblieben. Die beiden gehörten zusammen. Sie hat das Werk, das er 1983 begonnen hatte, ab 2005 Zug um Zug Realität werden lassen.

Montag, 29. Mai 2017
Käßmann und die Pharisäer

Dass Margot Käßmann gelegentlich ein Problem mit Alkohol hat, wusste das Publikum schon. Aber sie hat auch ein Problem mit den eigenen Worten. Auf dem diesjährigen Kirchentag nahm sie den Mund besonders voll. Aber so ist das eben, wenn die Käßmänner des Glaubens sich gegen die Alternative für Deutschland aussprechen. Sie holen Luft und reden drauflos; frei Schnauze und frei von jeder tieferen Sinnhaftigkeit. Und manchmal stellen sie sich dabei selbst eine Falle.

Schon bei den Protesten gegen den Bundesparteitag der AfD in Köln schallte es werbewirksam von der Kanzel: »Unsere Kreuze haben keine Haken«. Will suggerieren: Der Gegner trägt das Hakenkreuz in irgendeiner Form am Revers. Diese Meinung ignoriert in einem Akt moralischen Überheblichkeit, die ihresgleichen nicht so einfach findet, die Geschichte der Kirchen im faschistischen Deutschland. Beide, evangelische und katholische Kirche, pflegten gute, teilweise enge Beziehungen zum Hitler-Regime; Widerstand war die Ausnahme, nicht die Regel.

Nun macht sich also Frau Käßmann ans Werk, die AfD zu diffamieren. Die Forderung nach einer höheren Geburtenrate bei Deutschen, kommentierte Käßmann laut Neues Deutschland mit einem Hinweis auf den sogenannten Ariernachweis. »Die Forderung der rechtspopulistischen Partei nach einer höheren Geburtenrate der 'einheimischen' Bevölkerung entspreche dem 'kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten'«. Für die, die noch nicht verstanden hatten, ergänzte Käßmann laut Neues Deutschland: »Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: 'Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.«

Die Kirchentagsbesucher tobten frenetisch in ihrer Kirchentagsbegeisterung ob solcher Kirchentagspropaganda; indes, kurz darauf tobte auch Käßmann. Denn in vielen Medien wurde nur der zweite Teil des von ihr Gesagten zitiert: »Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: 'Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.« Sprich: Alle Deutschen mit sechs deutschen Vorfahren sind irgendwie Nazis. Da war Käßmann beleidigt. Man hatte sie doch wirklich sinnwidrig zitiert.

Und tatsächlich: Käßmann hatte nicht alle Deutschen als Nazis bezeichnet. Sie meinte nur die Mitglieder der Alternative für Deutschland. Da ist der erste Teil des Gesagten recht deutlich: »Die Forderung der rechtspopulistischen Partei nach einer höheren Geburtenrate der 'einheimischen' Bevölkerung entspreche dem 'kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten'«. Und einen AfDler darf man als Nazi bezeichnen. Da hört auf, was die Kirchen als Dialogbereitschaft verkaufen. Mit Anhängern der Religion der Mörder von Manchester reden - das geht in Ordnung. Aber mit einer demokratischen Partei diskutieren - das geht, wenn überhaupt, nur in einer Atmosphäre, die an Prozess und Verurteilung Jesu erinnert.

In der Diskussion über das, was Frau Käßmann wohl gemeint haben könnte, ist jedoch etwas anderes völlig untergegangen: Sie, Käßmann, bezieht sich auf den Ariernachweis und hier speziell auf den sogenannten »Kleinen Arierparagraphen«. Der legte ab 1933 juristisch fest, wann jemand »deutsch« war und wann nicht. Konkret: Deutsch war, wer deutsche Eltern und Großeltern hatte. Der Nachweis wurde über die Vorlage sämtlicher Geburtsurkunden geführt, sieben an der Zahl; ergänzt durch die Heiratsurkunden von Großeltern und Eltern.

Was Frau Käßmann bei ihrer geschichtsträchtigen Bemerkung völlig vergisst: Wie kamen Personen, die nachweisen wollten, Deutsche und zum Beispiel keine Juden zu sein, an die entsprechenden Dokumente? - Lagen diese nicht schon zu Hause, dann musste man sie beschaffen: Bei den Kirchen. Wiki schreibt dazu:

»Bei der Überprüfung dieser Vorlagen mussten die deutschen Kirchen mitwirken, indem katholische Diözesen und evangelische Pfarrämter den Staatsbehörden ab April 1933 Auskünfte aus ihren Kirchenbüchern erteilten, die vor das 18. Jahrhundert zurückreichten. Sie gaben den Staatsbehörden auf Einzelnachfrage Auskunft; die Kirchenverwaltungen ließen dazu eigene Formulare drucken. Einzelne, vor allem den Deutschen Christen zugehörige oder nahestehende Pfarrer suchten von sich aus Christen jüdischer Abstammung aus ihren Tauf- und Trauregistern heraus und meldeten sie den Behörden.«

Wo eine aufrechte Kirche mit allen bürokratischen Tricks gegen die Freigabe der Informationen gekämpft haben würde, hat die tatsächliche Kirche sich zum Handlanger der Nazis gemacht. Diese Kreuze hatten Haken, aber keine Haken und Ösen. »Kirchlicher Amtshilfe« ist dafür ein verharmlosendes Wort, wenn man überlegt, das die Akten über Tod oder Leben entschieden. In ihrem Eifer beließen es die Angestellten der Kirche nicht bei der Übersendung von angeforderten Akten. In einer Rezension eines Sammelbandes zu dem entsprechenden Thema heißt es: »Seit 1938 aber waren die Mitarbeiter der Kirchenbuchämter dazu bereit, in ihrer Arbeitszeit nach 'Juden' bzw. 'Judenstämmlingen' zu suchen.« Und als sei das nicht genug, erstellten sie ergänzend zum Beispiel in Hamburg Altona eine »Judenkartei«.

Beim Lesen der entsprechenden Passagen wird einem übel. Aber nicht nur, weil hier die Verbandelung von Kirche und Nazistaat und die Beihilfe der Kirchen zur Judenvernichtung offenkundig wird - sondern auch, wenn man das Gerede dieser Kirchenoberen hört. Sie, die sich in Demut der eigenen Verstrickung in den Holocaust widmen und dann für lange Zeit den Mund halten sollten, spreizen sich heute exakt wie eine berüchtigte biblische Gruppe. Es sind die sprichwörtlichen gewordenen Selbstgerechten und Heuchler: Die Pharisäer. Vielleicht kennt Käßmann sie ja nicht; aber mit Sicherheit kennt Käßmann das Getränk gleichen Namens.

Freitag, 26. Mai 2017
Ist Schäuble noch recht bei Sinnen?

Wolfgang Schäuble ist seit einem Mordanschlag am 12. Oktober 1990 auf ihn an seinen Rollstuhl gefesselt. Er ist seit seinem 48. Lebensjahr das, was man einen körperlich Behinderten nennt. Das ist tragisch. Das ist schockierend. Niemand möchte erfahren, was er heißt, wenn ein Attentäter drei Schüsse auf einen abfeuert und man als körperlich gebrochener Mann leben muss. Allerdings gibt das diesem Mann nicht das Recht, jeden Unsinn über die Medien verbreiten zu lassen. Doch genau das hat er gemacht.

Am letzten Mittwoch, zwei Tage nach dem erneuten Massenmord durch Muslime, setzt sich dieser Minister hin, und redet den Islam auf ganzer Linie gesund. Er preist die islamische Gastfreundschaft, die tatsächlich wohl eher eine arabische ist. Ja, Schäuble erblödet sich nicht, den Islam als tolerant zu bezeichnen. Der "Welt" folgend hat er dem Sinn nach gesagt: "Im Islam würden viele menschliche Werte wie Gastfreundschaft und Toleranz sehr stark verwirklicht."

Der Witz ist gut. Keine 48 Stunden nach dem Massenmord in Manchester und nachdem ausnahmslos sämtliche islamische Länder über Jahre tagtäglich beweisen, dass der Islam eine schnöde faschistoide Ideologie ist, deren religiöser Gehalt sich zuerst um die Phantasien noitgeiler Männer über Alter und Zahl von heiratsfähigen Jungfrauen dreht; keine 48 Stunden später schwadroniert ein deutscher Minister von den Werten des islamischen Glaubens; also jener Ideologie, in deren Namen die Täter ihre blutrünstigen Mordtaten begehen. Kein Witz. Wirklich keiner. Sondern nur der blanker Zynismus eines deutschen Ministers.

Was Schäuble treibt, kann ich nicht sagen. Will er sich an seinen Landsleuten rächen, weil sie ihn als Kanzler nicht wollten? Ist er womöglich einfach nur dumm? Ist er blind seiner Chefin ergeben? Schätzt er den Islam tatsächlich aus ganz anderen Gründen? Ich kann es wirklich nicht sagen. Ich kann nur spekulieren. Denn ein dermaßen wirklichkeitsfernes Gerede heischt nach einer Erklärung.

Nehmen wir also an, er ist nicht einfach nur dumm, sondern denkt und handelt nach einem Konzept. Dann offenbart diese Bemerkung einen politischen Plan. Der Islam soll nicht nur ein Teil Deutschlands sein; Schäuble will vielleicht ein islamisches Deutschland. Weil er der Meinung ist, dass es Gastfreundschaft und Toleranz in Deutschland noch nicht ausreichend gibt; derweil seine Chefin das zeugungslustige Material über die Landesgrenzen zum Selfie hereinlässt. Dazu passen die Gedanken Schäubles über die Inzucht, die er, Schäuble, sich anschickt, verhindern zu wollen. Das nenne ich Rassenhygiene im Zeitalter der Globalisierung. Nun übt sich der Mann in idelogischer Arbeit, damit sein Plan in baldiger Zukunft gelinge. Der Islam hat ja viel Gutes zu bieten.

Nun ist diese, Schäubles Meinung, nachweislich falsch. Stichwort Gastfreundschaft etwa. Ich weiß nicht, wann Schäuble das letzte Mal in Arabien war. Er sollte einfach versuchen, einen syrischen Flüchtling mit nach Saudi Arabien zu nehmen. Schäuble würde lernen, was islamische Gastfreundschaft heißt. Allerdings ohne den Flüchtling. Der müsste Schäuble an der Grenze verlassen, denn das zentrale islamische Land nimmt keine Flüchtlinge auf. Und nicht nur die nicht. Auch Juden sind in Saudi Arabien unerwünscht. Also Juden aus dem einzigen jüdischen Staat, den es gibt. Juden müssen draußen bleiben, wie damals in Deutschland. Arier erwünscht - das nenne ich Gastfreundschaft der besonderen, sehr starken Art.

Weiter kann man über den Islam alles mögliche sagen; dass er tolerant sei, gehört nicht auf die Liste. Der Islam war überhaupt noch nie tolerant. Christen und Juden durften unter moslemischer Herrschaft zwar leben; aber zuerst war man ihrer Arbeitsleistung interessiert. Mit dem Geld von Christen und Juden wurde der moslemische Staat finanzierte. Sklavenhaltung nannte und nennt man das in anderen Kulturen ganz offen und ehrlich. Hat Herr Schäuble das schon vergessen? Oder weiß er es nicht? Er ist doch der Minister der deutschen Finanzen. Oder ist das gar der Grund, warum Schäuble uns diese Religion gesundbeten will? Gefällt ihm diese Art Herrschaft? Ist Schäuble selber am Ende alles mögliche, nur eben nicht tolerant? Ein Blick in die aktuellen Diskussionen in Deutschland bestätigte das. Deutschland bewegt sich gerade in den Spuren seiner schlimmsten historischen Zeiten.

Und so unterstützt einer, der es intellektuell und aus Erfahrung besser wissen müsste, die Ausbreitung des Faschismus mit islamischen Anlitz. Seltsame, beinahe perverse Paradoxie: Gerade einer, der wie kaum ein anderer weiß oder wissen sollte, was es bedeutet, einem Anschlag zum Opfer zu fallen, unterstützt die Ideologie der Mörderbanden aus dem arabischen Raum, die Europa mit immer neuen Massenmorden blutig zerkratzen.

Aber diese Art von pervertiertem Denken und Handeln ist leider typisch für unser Land und seine Leute. Immer haben sie gegen ihre Interessen gehandelt, sei es ansatzweise im Kaiserreich oder auch partiell unter Hitler. Heute arbeiten sie mit Inbrunst und im Glauben, das Rechte zu tun, an ihrem eigenen, vollständigen Ende. In diesem Sinne ist Schäuble wirklich ein typischer Deutscher. Er agiert, schlicht formuliert, schizophren. Seine Gerede ist von Irrsinn getränkt. Vielleicht leidet Schäuble ja nicht nur an der ihm zugefügten schweren Verletzung. Vielleicht ist er nicht allein körperlich behindert, sondern hat geistig Schaden genommen. Wirr sind seine Gedanken und selbstzerstörerisch. Das würde passen.

Donnerstag, 18. Mai 2017
Mörderische Medien

Die gutdeutsche Presse wird immer mal wieder als Lügenpresse bezeichnet. Bei anderen Gelegenheiten wird von den Medien gesprochen, die sich von den Staatsmedien der DDR nicht unterschieden. Doch diese Sicht auf die Presse Gutdeutschlands, gibt die Verhältnisse ungenau wider und ist im Hinblick auf einen Vergleich mit den Medien der DDR einfach falsch.

Dass die Medien heutzutage vor allem lügen, das klingt erstmal gut. Und wenn ich mir die Berichterstattung über meinen "Fall" aus dem letzten Mai anschaue, dann liegt der Verdacht der Lüge schon fast auf der Hand. Oder wie soll man es nennen, wenn ein Sender berichtet, man habe Studenten den Zusammenhang von Anteil von Muslimen an der Bevölkerung und der Zahl der Terroranschläge berechnen lassen? Wenn es sinngemäß heißt, auf diesem Blog hier hätte ich Muslime als verpacktes Vieh bezeichnet?

Diese beiden mir vom Rundfunk Berlin Brandenburg unterstellten Aufgaben bzw. Äußerungen, habe ich so nie gestellt beziehungsweise getätigt. Und das sehen auch Berliner Gerichte offenbar so. Sie gaben im letzten Juni dem Antrag auf eine Einstweilige Verfügung statt. Und vorgestern hat das Berliner Landgericht die Berechtigung meiner Klage gegen den RBB noch einmal in jedem Punkt unmissverständlich bestätigt. Der RBB darf die Behauptungen weiterhin nicht mehr verbreiten.

Aber hat der RBB deshalb gelogen? Nein, gelogen hat er wohl nicht. Zumindest in diesem Fall hat sich einfach einer der beauftragten Journalisten als intellektueller Armleuchter erwiesen. Aber gut, er wird auch als Experte für Rechtsextremismus geführt. Eine Sparte, in der sich die Armleuchter sammeln, wie die berühmten Fliegen ums Licht. In der muss man von Statistik nichts wissen und von IT nicht und von Studenten, die sich auch mal an einem Dozenten vergreifen könnten, weil der nicht die Note gibt, die man gerne hätte, schon gar nicht. Kurz gesagt: Der Journalist hat geschlampt. Bei der Recherche, beim Denken, keim Schreiben. Aber so kennen wir die stürmischen Journalisten Gutdeutschlands ja nun schon eine Weile.

Aber gelogen? Vielleicht könnte man es als eine Lüge bezeichnen, dass der RBB diese Gerichtsentscheidung wohl kaum öffentlich machen wird. Doch auch hier ist Vertuschung wohl das juristisch korrekte. Von der moralischen Seite will ich gar nicht erst kommen. Für diese Medien gilt, was Robert Redford in den 3 Tagen des Condors über Geheimdienste sagt: "Ihr denkt, ihr sagt schon die Wahrheit, wenn ihr nicht lügt."

Zu dieser notorischen Dummheit gesellt sich nun eine tiefere Absicht. Sie ist es, die den Eindruck erweckt, Staatsmedien sei für solche Sender das passende Schimpfwort; so, als wäre der RBB ein Wiedergänger von DDR I. Was man, beim Blick aufs Personal, ja auch durchaus annehmen kann.

Doch der RBB und auch die anderen Medien sind nicht wirklich Staatsfunk. Staatsfunk - das setzte einen Staat mit einer autoritären Regierung voraus. Doch die haben wir nicht; Merkel und Konsorten werden von den Deutschen noch immer gewählt. Aber so sind sie eben die Deutschen, wenn man sie wählen lässt, was sie möchten. Es endet selten zu ihrem Guten.

Die Medien aber sind losgelöst von der politischen Macht der Regierung. Sie agieren allein nach ihrer Facon. Sie können also auch schreiben, was sie tatsächlich denken. Daher ist der Vergleich mit den Medien der DDR im Grunde völlig absurd. Hätte im Neuen Deutschland jemand mehr als die erlaubte Kritik formuliert - er hätte am nächsten Tag nicht nur auf der Straße gesessen. Die Schreiberlinge in jenem Blatt des sozialistischen Stumpfsinns waren Lakaien, wie es auch die Schreiberlinge des Völkischen Beobachters welche waren.

Den Schreiberlingen der gutdeutschen Presse wird nichts von oben diktiert. Was sie denken, das ist - den Neigungen von Linken und Grünen sei es gedankt -, das ist allein den Inhalten eben jener Ideologien geschuldet, wie sie bei Linken und Grünen grassieren. Eine deutsche Regierung, die Vernunft annehmen und den Islam als Fremdkörper dieses Landes und seiner Kultur des Landes verwiese - eine solche Regierung würde medial ins Abseits gestellt.

Gleichgeschaltet wirken die Medien dann aber doch; und haben damit ein zentrales Kriterium autoritären Denkens erfüllt. Doch diese Gleichschaltung ist nicht oben verordnet; sie kommt von innen. Diese Medien denken einfach alle das wesentlich Gleiche. So bilden sie die wirkmächtige Einheitsfront gutmenschheitlicher Ideologie. Und das auf allen Kanälen. Die intelligenteren Bürger finden den Einheitsbrei mittlerweile unappetitlich. Sie wollen ihn weder lesen noch gar bezahlen.

Die Medien sind also keineswegs gleichgeschaltet - sie denken eben nur alle das Gleiche. Sie denken im ideologischen Gleichschritt. Umgekehrt wird somit ein Schuh aus der Rede vom staatlich gelenkten Medienzirkus. Diese Medien selbst sind eine Macht. Und die nutzen sie gnadenlos aus um eben ihre gutdeutschen Ideologien öffentlich werden zu lassen. Die Schließung der Grenzen kontern sie mit einer Flut von Bildern im Mittelmeer ertrinkender Babys. Und schon spurt die Regierung.

Und so haben Politik und Medien eines gemeinsam: Es geht um die Macht und nur um die Macht. Mit Moral in Form einer journalistischen Ethik haben sie herzlich wenig zu schaffen. Sie schreiben eben einen Artikel, in dem sie schlecht recherchierten Unsinn verbreiten. Für den Schaden, den sie anrichten können, kommen sie am Ende womöglich nicht einmal auf. Verantwortung kennen sie nicht, müssen sie auch nicht kennen - darin vielen Politikern ähnlich. Damit haben diese Machtzentren der Moderne einen der wichtigsten Aspekte totalitärer Herrschaft bewahrt. Die fehlende Verantwortung für das eigene Handeln.

Der Mord, den sie auslösen könnten, die Flüchtlingskrise, die ein Land an den Abgrund manövriert, oder, wie in meinem Fall, das berufliche Leben, das sie in wenigen Minuten fürs erste auslöschen können - das alles kümmert sie nicht. Und das gibt der Rede von mörderischen Medien jedes Recht und sei es auch nur im übertragenen Sinne.

Das Gefühl, das man gegenüber diesen in jeder Hinsicht feigen Jägern empfindet, wenn man ihnen diesmal entkam, ist also durchaus tief und erhebend. Der hochrote Kopf des gegnerischen Anwalts, dem in wenigen Worten deutlich gemacht wird, dass Statistik wohl nicht sein Ding ist; das verkrampfte Zucken des Häschers, der nach einem Jahr merkt, in seiner eigenen Falle zu sitzen, vermehrt vielleicht um die Einsicht, dass man sich mit einem unberechenbaren Mathematiker nicht anlegen sollte. Dieser Anblick bietet für den Moment, was man Genugtuung nennt; auch Stolz. Glück ist es nicht. Denn es ist nur ein Sieg. Und vor dem warnte schon Golo Mann: In jedem Sieg ist etwas, dessen man sich schämen sollte.

Montag, 8. Mai 2017
Siegerin Marine LePen

Glaubt man den Medien und Politikern, dann hat Marine LePen die Wahlen in Frankreich verloren. Die Frankfurter Allgemeine frohlockt über die Zweidrittelmehrheit; eine verfassungsgebende Mehrheit, wie sie Erdogan nicht brauchen wollte, da er sie auch nicht gekriegt haben würde. Aber Macron hat sie ergattert mit Hilfe einer Propagandamaschine, wie man sie in Europa seit den letzten Tagen des Sozialismus nicht mehr erlebt hat.

Und schon erscheint der wahre Wert der Zahlen im rechten Licht. Denn wenn eine Frau und eine Partei gegen den ideologischen Krach der Herrschenden jeden dritten Wähler für sich gewinnt, dann ist es um den Sieg des Gewinners traurig bestellt. Er ist soviel Wert wie die Einschließung von Bastogne im Dezember 1944. Und die wurde bekanntlich gleichfalls von den völkischen Beobachtern frenetisch gefeiert.

Aber hat Marine LePen wirklich verloren? Zweifel sind hier geboten. Nicht nur wegen der Wahlbeteiligung, die so niederig war wie seit fast einem halben Jahrhundert nicht mehr. Der Kandidat der links-liberalen Volksfront und ihrer Lakaien hat nicht wirklich begeistert. Darüber täuschen auch die Reichstagsfotos schwerlich hinweg. Wer diesen aalglatten Rosstäuscher für einen Neuanfang hält, muss nah dran sein an der Verzweifelung und glaubt an die heilende Wirkung von hundertprozentigem Schnaps.

Wirklich neu ist in Frankreich nur eines: Die Opposition. Denn die findet nicht mehr statt bei entweder den Konservativen oder ihren linken Kontrahenten; Opposition heißt von heute an in Frankreich Marine LePen und ihr Front National. Die anderen haben sich um den letzten Hänger geschart und harren der Dinge, mit denen der das Establishment in Politik und Medien zu retten angeht.

Wie er es angehen will - darüber schweigen sich alle aus. Ganz zu schweigen von den Dingen, die über ihn öffentlich wurden zu kurz vor der Wahl. Ist da auch nur ein Quäntchen dran, ist es um ihn geschehen. Und wer dann die nächsten Wahlen gewinnt, das kann man sich denken.

Und so wird die Festung der Etablierten zwar dem Schein nach immer größer; aber wie sagte es schon Flaubert: Das Wasser sammelt sich in der Traufe über lange Zeit an. Erst dann ergießt es sich über die Schutzsuchenden. Dann aber auch richtig.

Der Front National ist Opposition. Die FPÖ ist Opposition. Die Partij voor de Vrijheid ist Opposition. Die Alternative für Deutschland ist in Ostdeutschland flächendeckend Opposition. Es gibt keine andere mehr. Das wissen die Wähler. Also wissen sie auch, was sie wählen, wenn sie den Rand endgültig voll haben von der Kanaille. Auch in diesem Sinne schaffen sich die Etablierten Stück für Stück ab. Und sie machen es gründlicher, als sie ahnen. Nach einer Niederlage sind sie dann auch wirklich weg. Und in die Geschichte gehen sie ein als die, die die Demokratie als gewählte Machthaber abgeschafft haben.

Mittwoch, 3. Mai 2017
Holocaustleugner Sigmar Gabriel

Der Holocaust wird immer mal wieder geleugnet; nach außen scheint das fast ausnahmslos ein Ding von Personen der politischen Rechten zu sein. Sie bestreiten mit dürftigen Gründen die Existenz von Lager und Massenmord; darin mit den Linken auf einer Linie, die zwar nicht den Holocaust, dafür aber den linken Massenmord leugnen.

Doch wer einen genaueren Blick auf die Rechtslage wirft, der stellt fest: Es könnte sich de jure auch eine weitere Art der Holocaustleugnung ergeben. Sie folgte aus der Verharmlosung des Massenmords an den Juden, speziell der Leugnung der historischen Besonderheit des Geschehens. Man könnte auch sagen: Der Holocaust wird relativiert.

Wer politische Verfolgung mit Auschwitz gleichsetzt, der relativiert das Verbrechen der Nazis; er verharmlost. Und um ein Gegenbeispiel zu nennen: Wer den Holocaust mit dem Holodomor gleichsetzt, der hebt die Besonderheit beider Verbrechen hervor. Hier werden also weder der Mord durch Gas noch der Mord durch Hunger relativiert oder verharmlost; auch wenn nur wenige vom Massenmorden in der Ukraine durch die russischen Kommunisten Kenntnis haben wollen und die 7.5 Millionen Toten lieber vergessen.

Dieser zweiten Art der Holocaustleugnung machen sich regelmäßig Leute verdächtig, die sich selber beinahe ebenso selbstverständlich für die besseren Politiker, Journalisten oder gar Menschen halten. Und in genau diese zweite Kategorie der Holocaustleugnung gehört die Feststellung eines Sozialdemokraten von letzter Woche. Sigmar Gabriel hatte die Sozialdemokraten als Holocaustopfer bezeichnet.

Das ist historisch schlicht falsch. Richtig ist: Sozialdemokraten wurden ins Gefängnis geworfen; einige kamen sogar ins KZ; manche blieben dort auch nach der Befreiung. Aber sie waren immer politisch Verfolgte. In vielen Fällen waren sie sogar selbst die Verfolger.

Aber niemals wurden Sozialdemokraten wegen einer sozusagen sozialdemokratischen Rasse verfolgt. Kein Sozialdemokrat wurde je wegen seiner Gesinnung vergast. Ein Gesinnungswechsel - und schon ließ es sich für einen Sozen auch unter Hitler ganz angenehm leben. Und das sollte Sigmar Gabriel eigentlich wissen.

Im Sturm der Entrüstung wurde diese Entgleisung als Patzer bezeichnet. Was aber gleich im doppelten Sinne die Sache nicht trifft.

Ein Patzer setzte ansonsten vernünftige Statements voraus. Doch gerade von Gabriel ist man einigen Blödsinn gewohnt. Er hat als Vorsitzender der SPD mit Obergrenzen um sich geworfen, die es erstmal nicht geben könne, die er dann aber meinte einfordern zu können, als die SPD vorwärts ins politische Abseits marschierte. Wenn er nun als Außenminister die Sozialdemokraten ein Opfer des Holocaust nennt, hat er - um ein geflügeltes Satirikerwort zu verwenden - wieder einmal Pech beim Denken bewiesen. Fast möchte man bei seinen Statements von einer Pechsträhne sprechen.

Nein, Patzer trifft es wohl nicht. Und doch ist die Bemerkung mehr als ein Akt rhetorischer Blödheit. Denn die Bemerkung verrät einiges über die Sozialpsychologie von Sozialdemokraten. So gesehen macht die Dummheit von Gabriel hier sogar Sinn. Mitunter legen unüberlegte Bemerkungen unabsichtliche Motive für die anderen frei. Und plötzlich kann man die wirklichen Motive erkennen.

Wenn also Gabriel von den Sozialdemokraten als Opfer des Holocaust spricht, dann meint er das so. Er sieht seine Partei als Opfer der Nazis. Ja, mehr noch; er glaubt sich, Sozialdemokrat, der er ja ist, in die Rolle der Juden hineinverpflanzen zu können. Eine Identifikation, die Bände spricht über die Gefühlslage dieser Partei. Sie transformiert sich in die Züge nach Auschwitz und saugt daraus ihre Momente eitler moralischer Selbstüberhöhung. Ich, Sigmar Gabriel, das Holocaustopfer. Endlich liegen die Sozialdemokraten mit den Juden auf Rang Eins der Top-Ten der Weltopferrangliste.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, was den Außenminister trieb, sich zwar mit dubiosen Kritikern Israels in Einverständnis zu üben, den Handschlag mit dem Premierminister des jüdischen Staates aber gekonnt zu verweigern. Er selber, Gabriel, hält sich für den besseren Juden. Er selber, Gabriel, kann den Juden sagen was Menschlichkeit ist. Die Mitglieder dieser jüdischen Regierung sind dagegen rechte Gesellen. Ein besonders perfides Wortspiel, das auch die gutdeutschen Medien lieben: Von rechten Juden zu sprechen. Im nächsten Schritt kann man sie als Faschisten bezeichnen und hinwünschen, wo man sie hinhaben will.

Strafrechtlich ist das alles nicht unbedingt relevant; denn die Leugnung des Holocaust muss nach dem Gesetz auch den öffentlichen Frieden gefähren. Und da es Juden in Deutschland nur noch wenige gibt und die wenigen wegen der vielen Moslems Deutschland lieber verlassen, findet sich auch keiner, der den deutschen Außenminister verklagt.

Das ist der Unterschied zu den Rechten. Gegen sie regt sich instantan Aufruhr bei Linken und Sozialdemokraten. Die Holocaustleugner in den eigenen Reihen erfahren dagegen stillschweigend Duldung. Und schon ist der juristisch zunächst relevante Aspekt unter der schweigenden Bevölkerungsmehrheit verschüttet. Unter den Nazis hätte es keine juristisch belangbaren Holocaustleugner gegeben. Die hatten mit dem Antisemitismus ihren Frieden gemacht.

Und so ist es auch heute. Sigmar Gabriel ist de facto ein Holocaustleugner, weil der den Holocaust relativiert. Juristisch wird man ihn aber in diesem Deutschland niemals belangen. Denn diese Art Holocaustleugnung konstituiert die moralische Arroganz des Gutdeutschen Reichs.

Mittwoch, 26. April 2017
Völkische Fronten

In Frankreich wurde gewählt und das Ergebnis ist schon an sich eine Niederlage für die Herrschenden. Denn der einzige Gegner von Marine LePen stammt eben nicht aus dem Lager der Altparteien, sondern er schneit von außen in die politische Landschaft hinein. Die einstmals großen, traditionsreichen Parteien sind im Entscheidungsrennen nicht mehr vertreten. Sie dümpeln wie die Sozialisten des amtierenden Hollande zu auf ihre bedeutungsgerechte Belanglosigkeit.

Der Gegner von LePen steht nicht für eine Partei; bei ihm ist es wie mit der Partei "Die Linke", die in Deutschland die Reste der vereinten Linken vertritt. Sie sind die Quintessenz dessen, was einmal links war, das Markenzeichen, das nach dem Konkurs keiner mehr will.

Macron steht dagegen für "linksliberal". Er steht für eine ideologische Mode, die in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts ihre Hochzeit erlebte. Später dann nannte sich jeder, der nicht wusste, wohin er politisch gehörte, linksliberal. Als ginge links und liberal irgendwie sinnvoll zusammen.

Einen Tag nach der französischen Wahl beeilen sich alle, die was auf sich halten, mit breiter Brust ihre Unterstützung für diesen Linksliberalen zu erklären. Man müsse LePen, koste es, was wolle, verhindern. Und wieder einmal macht eine politische Kamarilla mobil und ihre Presse kommt aus dem Keifen nicht mehr heraus.

Das hat man seit den heißen Tagen von 1968 nicht mehr erlebt: Alles, was sich liberal und links schimpft, versammelt sich auf einer Seite. Dazu noch ein paar versprengte Konservative; und der Traum aller Linken wird Wirklichkeit werden: Die Volksfront.

Als Frauke Petry das Wort "völkisch" benutzte; nicht um das Wort selbst zu verwenden, sondern um zu erklären, dass sie selbst es nicht nutzen wolle; da ergoß sich ein Sturzbach ideologischen Durchfalls durch die gutdeutsche Presse. Petry hatte tatsächlich gewagt, ein böses Wort auszusprechen. Adjektiv zum Substantiv "Volk", ist "völkisch" in Gutdeutschland ein Wort, das sich vom Deutschen Volk ableiten lässt. Entfernt klingt der "Völkische Beobachter" durch. Knietief steckte Petry angeblich im Nazijargon, also da, wo die gutdeutsche Presse sie mit den Methoden von Nazis und Stalinisten hinschieben wollte.

Dass das der übliche Unsinn linker linguistischer Dünnbrettbohrer war, merkte offenbar keiner. Dabei hätten die staatstreuen Ideologen nur etwas länger nachdenken brauchen. Vielleicht wäre ihre Erinnerung in Spanien haften geblieben; in jedem Spanien, in dem eine Volksfront sich anno 1936 gegen Franko erhob; einem jener diktatorischen Scheinriesen der europäischen Rechten, wie es auch der Konvertite Benito Mussolini einer war; zuerst Sozialist, dann bekehrt zum Faschismus. Sie waren nicht besser und nicht schlechter als andere autoritäre, meist schlechte militärische Führer, die ihre Zeit in die Politik ziehen ließ. Aber ganz sicher waren sie harmlos verglichen mit Stalin und Hitler.

In jenem Spanien machte die "Volksfront" damals mobil. Und als "Volksfront" wurde sie später immer wieder gefeiert. Der Begriff der "Volksfront" versetzte Linke in eine Art alltagspolitischen Wahn, versprach sie, also die Volksfront, doch nach einer deftigen Revolution Sozialismus und Co. Das Co war der Sieg der Volksfront, genannt Kommunismus; später auf die ein oder andere sprachliche Weise nationaler Kommunismus getauft.

Gegen diese völkische Begrifflichkeit wenden Linke und Liberale sich nicht. Dabei geht es um eine Front. Mithin ein kriegerisches Konzept. Mitglied der Volksfront zu sein, war und ist mit Kämpfen verbunden.

In Frankreich wird man das in kommenden Wochen beobachten können. Vereint werden Linke und die elenden Reste orientierungsloser Liberaler und Konservativer eine gemeinsame Front konstruieren. Die Volksfront gegen den Front National. Sie wird sich an der Minderheit austoben wollen, versuchen, sie mundtot zu kriegen. Bald wird sie sich mausern. Und unter den alten Federn erscheinen augenblicklich Staatspolizei und kommunistisches Lagersystem, das Massenmorden hinter der völkischen Front.

Gegen diese völkische Front ist die Rede vom völkischen Beobachter geradezu kontemplativ. Nein, nicht die Nazischergen waren kontemplativ. Aber "völkisch betrachten" bedeutet fürs erste eben nicht, zum Marsch an die Front aufzurufen. Es ist zunächst der Blick durch die Brille des Volkes, dem man sich zurechnen möchte. Es ist der Blick eines Deutschen auf Japan oder eines Japaners auf Polen. Es ist ein vom Stolz gefärbter neugieriger Blick auf ein anderes Volk.

Freitag, 21. April 2017
Grüne unter 1 Prozent

Dass es die Grünen bei den nächsten Wahl nicht in den Bundestag schaffen, wird immer realer. Sofern man auf Umfrageinstitute was gibt. Tut man das nicht, dann muss man sich mit richtigen Wahl abgeben und diese interpretieren.

Vielleicht hat Frau Claudia Roth sich das ähnlich gedacht und dann die Abstimmung in der Türkei aus ihrer Warte bewertet. Da darf sie sich dann an harten Fakten versuchen, auch wenn die Wahl vielleicht doch nur ein Betrug war. Denn als sicher gilt, dass die Türken in Deutschland, sofern sie denn abstimmen durften, mit 63% für Erdogan stimmten.

Aber das ficht die Grüne nicht an. Sie schließt kess: Zunächst einmal zeigt das Ergebnis der Abstimmung, dass die Türkei nicht Erdogan und Erdogan nicht die Türkei ist. 49 Prozent der Menschen, in Städten wie Istanbul oder Ankara sogar über die Hälfte, haben für die Demokratie gestimmt. Das sind dann in Deutschland zwar weiterhin 63% gegen die Demokratie. Aber was solls - eine Partei die sich auch mit 6.3% für den Nabel der Welt hält, hält umgekehrt 63% für eine Art diktatorisches Minderheitsvotum.

Oder man liest sich die Zahlen zurecht. Rechnen möchte ich bei Frau Roth lieber nicht sagen. Und von Denken kann man sicher nicht reden. Originalton Claudia Roth:

In Deutschland müssen wir uns die Zahlen genauer ansehen und das Bild geraderücken: Hier leben 3,5 Millionen Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte, von ihnen sind 1,5 Millionen wahlberechtigt. Nur die Hälfte hat überhaupt am Referendum teilgenommen. Das heißt, es haben letztlich rund 450.000 Deutsch-Türken für Erdogan gestimmt. Das sind also gerade einmal 13 Prozent der hier lebenden Türkeistämmigen.

Das sind keine Fake-News - es ist einfach nur Stuss. Zwar gehört diese seltsame Spielerei mit Zahlen, soviel billige ich Frau Roth gerne zu, zu den Taschenspielertricks der Medien. Nur wird der Blödsinn dadurch um keinen Deut intelligenter.

Rein arithmetisch haben 13% der Türken in Deutschland Erdogan ihre Stimme gegeben. Allerdings haben deshalb umgekehrt nicht 87% sich gegen ihn ausgesprochen. Sie haben weder für und noch gegen den Islamofaschisten gestimmt. Sie haben sich der Stimme enthalten. Dann aber ist die Verrechnung mit den Stimmen der Unterstützer reichlich sinnfrei, insbesondere wenn man daraus versteckt eine demokratische Haltung der Türken ableiten will.

Das folgende Bild bringt die Unsinnigkeit an den Tag: Angenommen Frau Roth denkt für gewöhnlich mit 60% ihres Hirns (1.2 kg). Dann würden daraus flugs 20%, wenn man die Kopfmasse mitrechnen würde (4.0 kg). Und legt man das restliche, hier nur geschätzte Lebendgewicht der Dame mit auf die Waage, dann rutscht der Anteil denkenden Körpers auf unter 1%.

Vielleicht lässt sich damit erklären, dass Frau Roth die Schuld für die Liebe der Türken zu ihrem Führer, mal wieder in ihrem Heimatland sucht: Die Deutschen haben sich nicht um ihre türkischen Kinder gekümmert, haben sie nicht genug integriert. Dafür müsse man sich jetzt extrem um sie kümmern.

Wer diesen Unsinn liest, muss tatsächlich vermuten, Frau Roth denkt nur mit 1% ihres Hirns. Allerdings von ihrem wirklichen Hirn. Nicht der Körpermasse als ganzes. Niemand würde so rechnen. Denn Anteile lassen sich sinnvoll nur von einer gemeinsamen Masse errechnen. Gehirn bleibt Gehirn; Hintern bleibt Hintern. Auch wenn beides gleichgewichtig erscheint.

Sonntag, 16. April 2017
Imad Karim oder: Wo man Daten löscht, verbrennt man bald auch Bücher

Unter »Faschismus« ist eine Ideologie zu verstehen, die anderen bei Prügelstrafe die Äußerung ihrer eigenen Meinung verbietet. »Fasces« hießen die Ruten in Rom. mit denen man zuschlug. Zugeschlagen haben Liktoren; die Handlanger der Autoritäten. Sie setzten deren Macht durch. In diesem Sinne sind alle Ideologien, die den Andersdenkenden mit Züchtigung drohen, faschistisch: Der Kommunismus nicht anders als der so genannte Faschismus, der Islam sowieso, und noch einige mehr; die Liste wird lang.

Sicher, es gibt akademische Definition des Begriffes Faschismus; Bücher wurden darüber geschrieben, Doktorarbeiten gefüllt. An der simplen Wahrheit der römischen Ruten ändern sie nichts. Und genau deshalb ist Gutdeutschland faschistisch. Denn es prügelt systematisch auf jeden ein, der seine Meinung nicht der Meinung der Herrschenden anpasst. Nur herrschen heute nicht mehr die Römer, sondern die selbsternannten Vertreter eben des Guten Deutschlands: Politiker, Medien, Pfaffen, linke Schreiberlinge, die Hilfsindustrie. Auch das ergibt eine Liste, die lang wird.

Doch schon in Rom wußte man zwischen Androhung und Machausübung zu unterscheiden: Die Ruten hatten nur einen symbolischen Wert. Sie deuteten an. Darunter verbargen sich Beile. Und die reißen Wunden. Zu diesen Beilen gehört das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Schon der Name sagt alles. Hier wird durchgesetzt, wird geschlagen, gehackt. Und einen ersten hat es erwischt: Imad Karim, einen Migranten der ersten Stunde, der aus dem Libanon kam und Deutschland liebt. Also das Deutschland einer liberalen Kultur. Das Deutschland himmlischer Musik und tiefschürfendem Geistes. Das Deutschland, das wieder einmal Vergangenheit wird.

Imad Karim wurde bei facebook gesperrt; seine Daten von der Platte gelöscht - wie auch immer die Beschreibungen lauten, die im Grund einer Bücherverbrennung entsprechen, auch wenn »löschen« das Gegenteil suggeriert. Dabei gilt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz noch überhaupt nicht; es ist nur ein Vorschlag, eine Rute. Und nun knickt ausgerechnet ein US-Unternehmen der Internetindustrie vor dem gutdeutschen Justizminister vorsorglich ein. Ach, würden sich diese Herrschaften doch nur ähnlich verhalten, wenn Steuern gezahlt werden müssen.

Doch es geht nur um die Freiheit der Meinung. Da unterwirft man sich gern auch einmal im voraus. Da lässt man die Verfassung der Vereinigten Staaten links liegen, in deren erstem Zusatz es heißt: Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, »das die Freiheit der Rede beschränkt«. Ein gutdeutscher Minister darf. Er darf in schlimmster stalinistischer Manier einen Gesetzestext in Umlauf bringen, der es dem Unternehmen facebook erlaubt, Richter und Liktor in einem zu sein. Eine feine Gesellschaft wird da nach oben gespült: Ein sozialistischer Minister in der Tradition eines Berija und ein kapitalistisches Unternehmen in der Tradition eines, sagen wir, Krupp. Staatskapitalismus in Reinkultur. Und das 100 Jahre nach der kommunistischen Blutrevolution im Oktober.

Und das gegen einen, der nichts weiter gemacht hat, als seine Liebe zu diesem Land und seiner Kultur in großartige, mitreißende Worte zu fassen. Aber so ist das mit Worten: Sie sind gefährlich. Werden sie zudem von einem Migranten ausformuliert, gedichtet, gesungen - oder wie immer die deutschen Wörter für stimmige Sätze nun lauten mögen. Dann ist die gesamte Willkommenskultur und das Gutmenschentum mit seiner Anhänglichkeit an Islam und marodierende Horden dunkler Männern gefährdet. Er, der aus dem Libanon kam, dem Land, das wohl am besten weiß, wer Assad ist und was der Islam ist, hat mit allem vereinbarten Regeln gebrochen: Für deutsche Kultur und nicht gegen den freien Westen, gegen den politischen Islam und nicht für die Scharia, auf Deutsch und nicht auf Arabisch in Hetzreden in einer Moschee, bei der Alternative für Deutschland Vorträge halten, sich gegen die Herrscher in Deutschland stellen. Weiß denn der Mann nicht, in welchem Land er Unterschlupf suchte und fand?

Das schlechte Deutschland darf im guten heute fröhliche Urstände feiern. Endlich ist Unterdrücken wieder erlaubt. Endlich darf man den politischen Gegner durch die Ortschaften jagen. Endlich einem nicht genehmen Araber das Schreiben verbieten. Und der feige Minister macht die Arbeit nicht einmal selber. Kein Wunder, das sein Gesichtsausdruck so gut zu dem Mann im leeren Glaskasten in Jerusalem passte.

Dort, wo man Daten löscht, verbrennt man bald auch die Bücher des vorher Gelöschten. Oder die Filme, um bei Imad Karim zu bleiben. Er, der nach Deutschland vor einem Bürgerkrieg flüchtete, der im wesentlichen durch jene Syrer angefacht worden war, die heute Sicherheit in Deutschland suchen, hat sich vielleicht das falsche Land ausgesucht. Islamisten fühlen sich sicher in Deutschland. Prediger falscher Propheten, egal, ob sie Marx oder Mohammed heißen. Sie fühlen sich sicher in Deutschland. Aber ein friedlicher Liberaler mit einem sentimentalen Hang, seinen Liberalismus in langsam gesprochene, einfühlsam denkende Worte zu kleiden - einen solchen Liberalen wollen die Herrschenden in Deutschland nicht mehr.

Imad Karim sei gewarnt vor diesem Gutdeutschland. Denn, das wusste schon Heine: Wo man Daten löscht und Bücher verbrennt, da verbrennt man bald auch die Menschen.

Donnestag, 13. April 2017
Prostituierte der Willkommenskultur

In Berlin ist die Hilfsindustrie mit Namen wie "be an Angel e.V." aufs neue aktiv. Diesmal hat sie eine besondere Gruppe von sogenannten Flüchtlingen im Visier: Flüchtige, die sich prostituieren. Rund zwei Dutzend sollen im Tiergarten leben. Angeblich minderjährige Afghanen, die vom Amt als volljährig eingestuft wurden.

Die Sprecher der Willkommenskultur sind empört. Umgehend werden höhere Unterstützungsbeträge gefordert. Denn solcherart Gelderwerb ist unter der Würde des Menschen. Hätten die Flüchtlinge auch ihren Spaß - aber sie haben ihn nicht. Sie spielen nur vor und leiden vielleicht.

Wer wahrscheinlich nicht leidet, das sind die Freier. Insbesondere dann nicht, wenn sie die Geschäftsbeziehung vergessen. Dann setzt die Einbildung ein, dass es der menschlichen Ware wirklich gefiele. Und die macht es ihnen in der Regel auch leicht, weil sie das Spiel eben mitspielt.

Natürlich kommen Fälle des Gefallens auch vor; doch sie sind selten. Die harte Realität lautet schlicht und wenig ergreifend: Er oder sie macht es für Geld. Und schon macht es auch dem Freier keinen wirklichen Spaß mehr.

Wie diesen Freiern würde es auch den Unterstützern der Willkommenskultur mittlerweile ergehen, wenn sie genauer hinschauen würden. Doch dieser Blick auf die Realitäten ist es, der ihnen fehlt. Daher gelingt ihnen der Betrug an sich selber noch immer. Ein Betrug, der dem Betrug beim Geschäft mit Prostituierten mehr als nur ähnelt. Es ist im Grunde die gleiche Art von Geschäft. Es ist der Selbstbetrug der Willkommenskultur, den positiv denkende Zeitgenossen Illusion nennen können: Die Flüchtlinge geben etwas und bekommen dafür unser Geld.

Nein, sie müssen sich im engeren körperlichen Sinne nicht prostituieren. Aber auf einer seelischen Ebene wird auf genau diese Weise getauscht: Schon der Begriff Willkommenskultur macht das deutlich.

Willkommen - so lautet ein Gruß unter Freunden. Er setzt menschliche Wärme voraus. Man sieht vor sich Arme, die sich erwartungsvoll und schützend öffnen. Dazu Kultur - ihr widmet man sich mit inniger Freude. Sie steht für die Leidenschaft am Gewohnten. Freuden und Freunde teilen - das erwartet man von einer Willkommenskultur. Das ist es, was die Gutmenschen wollen; das ist es, wonach sie sich sehnen.

Lächelt ein Flüchtling beglückt, dann glaubt der Gutmensch ihn glücklich. Gleich zückt er sein Scheckheft, hätte man früher gesagt. In jedem Fall gibt es, soviel haben Araber und Afrikaner verstanden, Geld. Geld für ein zufriedenes Lächeln. Kommt es von Kindern, ist man gemacht und holt den Rest des Clans hinterher.

Das ist die Prostitution der Wilkommenskultur. Und beide Seiten spielen den Part, der zu diesem Geschäftsmodell passt. Eine leere Wohlstandsgesellschaft hilft einem ohne eignes Verschulden gefallenen Mädchen. Welcher Freier hätte da nicht schon mal von geträumt. Er trägt sie auf seinen Armen davon in ein geläutertes Leben.

Hier und heute wird ganzen Heerscharen von ohne eignes Verschulden gefallenen Arabern und Afrikanern unter die Arme gegriffen. Dass wir ihnen im Grunde egal sind, das merken die Gutmenschen nicht. Sie merken nicht, dass die Willkommenskultur für die Flüchtlinge nur ein Geschäftsmodell ist: Die geben uns Geld und wir zeigen uns glücklich. Das müssen Helfer in ihrer aufgegeilten Mitmenschlichkeit hartnäckig leugnen.

Einige unter den Flüchtlingen zeigen zwar durch eine Mordorgie, die mittlerweile alle Länder erreicht hat, die unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen wollten, was sie von uns halten. Aber die meisten Flüchtlinge geben sich freundlich. Insgeheim jedoch verachten korantreue Moslems die abendländische Gebergesellschaft.

Die Prostituierten aus dem Tiergarten machen so gesehen nichts anderes als die anderen immer schon machten. Sie zeigen es nur ungleich klarer. Und schon reißt der Schleier, der Betrug wird offenbar. Die Dankbarkeit erweist sich als fake, wie der Orgasmus der Hure. Und augenblicklich werden auch die Verhältnisse deutlich. Die Undankbaren werden verachtet. Sie sind eben nichts weiter als trickreiche Bettler. Was ja auch stimmt. Aber irgendwie muss man sein Geld ja verdienen.

Wer am Ende als der moralisch bessere dasteht, das lässt sich schwerlich entscheiden: Der Tölpel, der ihr immer noch glaubt, oder sie, die sich weiter verkauft. Aber mit Moral hat das alles ohnehin nichts zu tun. Es geht ums Geschäft. Die einen wollen das Geld. Die andren ihre Hilfserregung abführen.

Nur eines ergibt sich wohl kaum: Mitmenschlichkeit. Die ist so selten, wie die echte Geilheit der Hure. Oder ein Freier, der sein Geld einfach gibt und dann geht. Nein, nicht 22 Milliarden Euro nach Afrika geben. Aber mit dem Leerfischen der afrikanischen Gewässer aufhören. Das wäre ein Anfang. Nur fühlt man sich dann nicht mehr wohl. Und anschließend wird der Fisch auch noch teurer.

Freitag, 7. April 2017
Endlich Politik - nicht Moral

Der von allen Moralisten, Linken und Liberalen angefeindete Donald Trump hat etwas gemacht, wofür wir ihm in einigen Jahren dankbar sind: Er hat die Realpolitik wieder zum Leben erweckt. Endlich hat das moralgetränkte Gedröhne im Stil eines G.W.Bush oder Obama ein Ende. Zwei Präsidenten, die sich näher waren, als manche meinen.

Denn genau das fehlt seit Jahren: Realpolitik. Und das nicht nur in Syrien. Mit einer klaren moralischen Vorgabe in die Welt gehen und um seine Mittel wissen. Und zu diesen gehören eben auch Waffen. Zugleich dem anderen die Kompromisslinien weisen.

Konkret: Putin muss wissen, dass seine Interessen im Nahen Osten gewahrt bleiben können, solange Russland sie durchsetzen kann. Aber es muss auch wissen, dass ein jahrelanger Krieg, dessen Folgen Europa ausbadet, nicht geht. Assad muss gehen und ein säkulares Regime muss ihm folgen. Kein Demokratiezirkus mit moslemischen Brüdern.

Andernfalls geht es noch lange so weiter. Der Irak des letzten Jahrzehnts ist das beste Beispiel für die schlimmen Folgen einer Politik des guten Meinens. Die USA sind damals nicht am militärischen Gewicht der Iraker gescheitert. Auch nicht an den Terroristen - dieselben übrigens, die den Irak auch jetzt versuchen zu dominieren. Sie sind gescheitert am fehlenden Durchsetzungswillen. Am Fehlen der Bereitschaft, Gewalt jederzeit dosiert zu verwenden.

Dafür steht Trump. Was hierzulande als populistisch diffamiert wird, ist ein anderes Wort für Durchsetzungswille. Alexander hat den Gordischen Knoten bekanntlich nicht aufgeknüpft, sondern zerschlagen. Auch das war populistisch. Und es war richtig. Denn die Politik des Aufknüpfens führt eben oft nicht ans Ziel. Populistische Wege sind dann der einzige Weg.

Nach den 5 Dutzend Raketen, die Trump gegen einen syrischen Militärflugplatz abfeuern ließ, wissen Russen und Assads Schergen, dass der Spaß des risikolosen Bombens vorbei ist. Zugleich hat Trump wissen lassen, dass er gesprächsbereit ist. So und nur so handelt ein Staat, der seine Interessen vertritt. Er ist rational und setzt seine Mittel rational ein.

Die Moralisten in Brüssel sehen das sicherlich anders. Sie werden nun ins Schwafeln über den Erhalt des Friedens verfallen. Denn sie sind zu einer solchen Politik nicht in der Lage: Nicht gegenüber Erdogan, nicht gegenüber dem Islam, nicht gegenüber den Flüchtlingen. Sie sind Produkte einer Wohlfühlkultur, deren Ergebnis man in Europa beobachten kann: Hochverschuldung im Interesse ärmerer Länder, Massenübergriffe durch Flüchtlinge als akzeptables Übel im Interesse von Flüchtlingen, islamische Eroberungen als Preis für ein tolerantes Miteinander.

Am Ende sterben immer weitere Flüchtlinge und der Preis der Rückeroberung wird hoch, sehr hoch. Mit anderen Worten: Die Moralisten schaffen das Trugbild einer heileren Welt und das Resultat ist die Hölle. Hoffentlich kommt dieser Schwenk der Vereinigten Staaten nicht zu spät.

Donnerstag, 6. April 2017
Beten am Tag von Potsdam

Eines muss man den Sozialdemokraten lassen: Sie haben Sinn für unfreiwillige Komik. Anders lässt sich der Vorschlag schwerlich erklären, mit dem sie diesmal aufwarten: In der wiederaufgebauten Garnisonskirche will man Freitagsgebete von Moslems abhalten lassen.

Dieser Vorschlag belegt so ziemlich jedes Vorurteil über die Deutschen Sozialdemokraten: Ihre Unkenntnis der Deutschen Geschichte, ihre systematische Fehldeutung eben dieser Geschichte, ihre Anbiederung an totalitäre Bewegungen aus Feigheit, ihre Dämlichkeit, für die sie unser Mitleid verdienen.

Für die, die es nicht wissen: Die Garnisonskirche war jener Ort, an dem Hindenburg Hitler als neuen Kanzler per Händedruck begrüßte. Der "Tag von Potsdam" wurde von den Nazis zum Symbol der Vereinigung des alten und neuen deutschen Geistes gefeiert. 12 Jahre später wurde die Kirche bei einem Luftangriff schwer zerstört. Man hätte sie aufbauen können. Doch die Sozialisten der Einheitspartei von Kommunisten und Sozialdemokraten entschieden, den Rest der Kirche zu sprengen. Ein Rechenzentrum wurde ins Umfeld gebaut - welche tiefe Symbolik.

Seit langem versuchen die verschiedensten Initiativen einen Wiederaufbau zu organisieren. Ein Ansinnen, mit dem die Sozialdemokraten nicht viel anfangen können. Welcher Sozialist unterstützt schon den Bau einer Kirche? Und dann auch noch diese.

Der Wiederaufbau ist wahrscheinlich. Da hilft wohl auch alle links-sozialistische Propaganda nicht mehr. Vielleicht hat man sich ja bei den Sozialdemokraten deshalb auf diesen neuen Vorschlag geeinigt, den Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch dieser Tage vorbringen durfte: Im Schiff der Garnisonskirche Moslems beten zu lassen.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Zuerst wird der Wiederaufbau der Garnisonskirche rigoros abgelehnt mit dem Hinweis auf die deutsche Geschichte. Dann, als der Wiederaufbau Gestalt anzunehmen beginnt, versucht man zumindest eine der zahllosen Organisationen für Frieden und Völkerverständigung dort unterzubringen. Und nun lässt man ausgerechnet jener Ideologie freien Raum, die momentan in der Welt vor allem durch Mord und Totschlag auffällt. Und wenn ihre Mitglieder nicht gerade Terror verbreiten, dann lesen sie in einem Buch, das den Mord an Juden, Christen und Ungläubigen rechtfertigt.

Böse Zungen werden jetzt vielleicht sagen: Dann sind die dort doch richtig plaziert. Moslems beten in der Zentralkirche Preussens. Vielleicht treffen sich Merkel und Erdogan vor der Kirche, um per Handschlag ihre Versöhnung zu feiern. Nach dem Sieg des türkischen Führers beim Referendum wäre das genau der richtige Ort. Nun gut, die Kirche steht ja noch nicht.

Was die aus den islamischen Staaten vertriebenen Juden und Christen dazu sagen? Das wird die Sozialdemokraten nicht kümmern. Sie hatten schon immer ein Herz für Ideologien von Mördern. Gestern hieß sie, die Ideologie, Kommunismus. Heute eben Islam.

Das sagen sie nicht; aber sie zeigen es, dumm wie sie sind, jedem der denkend hinschauen kann. Und so beten am Ende mit Unterstützung von Sozialisten die Mitglieder einer militaristischen Religion in einer Kirche, deren Ruine Sozialisten beseitigen ließen, weil sie für Militärismus und Massenmord stand.

Dienstag, 4. April 2017
Partner der Mörder

Berlin war Reichshauptstadt. Berlin war Hauptstadt des Bösen. Berlin ist Hauptstadt der Willkommenskultur. Also fühlt sich, zumindest die berliner Regierung, der Ideologie der Mörder näher als den Ermordeten.

Oder wie soll man das gemeinsame Gedenken mit Moslems verstehen? Also das gemeinsame Gedenken an jene, die durch Moslems ermordet wurden. Ein Regierender Bürgermeister gedenkt zusammen mit den Gesinnungsgenossen Mohammeds. Aber er sitzt ja auch in einer Regierung mit jenen, die Lenin und Stalin gedenken.

Und nun verweigert ausgerechnet dieses Berlin das angemessene Gedenken an den Anschlag in St.Petersburg. Bei jedem Anschlag wurde das Brandenburger Tor in den Farben des betroffenen Landes angestrahlt. Aber bei der europäischsten russischen Stadt verweigert man sich dieser Geste. Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin. Erbärmlicher geht es wohl kaum noch.

Wieso wurde Petersburg nicht umgehend zu dem gemacht, was sie nicht ist - zur Partnerstadt? In einer Geste des Mitgefühls etwa, auf das sich die Willkommenskultur so viel einbilden tut. Aber Mitgefühl mit den Opfern von Moslems ist nicht ihr Ding. Zumindest nicht, wenn Moslems ermorden. Dann gibt man sich in der Hauptstadt Gutdeutschlands tolerant und beschützt die Ideologie jener Täter.

Warum wurde überhaupt ein dermaßen kläglicher Verwaltungsgrund angeführt? In einer Stadt, in der man für Flüchtlinge alle Vorschriften gerne für nichtig erklärt, beruft man sich auf eine Vorschrift. Allein, dass man den Gedanken überhaupt hatte, verrät die ideologische Verbandelung mit der Ideologie, der die Mörder frönen, wenn sie hacken, stechen und bomben.

Aber St.Petersburg kann auf die Freunde des Islams in Berlin ganz gut verzichten. Russland weiß, wie man mit dem Islam umgehen muss. In Moskau existiert noch so etwas wie Instinkt für die eigene Macht und seine natürlichen Interessen. Man weiß, wie man jenen begegnet, die als Eroberer kommen.

In Berlin dagegen kann man Moscheen nach Suren benennen, die zu Mord und Totschlag auffordern. Keine Institution geht dagegen vor. Man beachtet sie nicht mal. Man ist ja gut. Gut bis zum letzten Atemzug.

Denn Moslems sind die ideologischen Partner der Mörder. Sie beten den gleichen Gott an und vergöttern den gleichen Propheten. Sie haben in Berlin womöglich einmal die Mehrheit. Da ist es besser, man hat diese Partner zum Partner. Auf eine Partnerschaft mit Petersburg kann man verzichten. Und auf das angemessene Gedenken hat man ja schon bei den eigenen Bürgern verzichtet.

Montag, 3. April 2017
Grünes Gesindel

Nicolas Fest hat es gewagt, Gruppen von Nafris, die sich daneben benehmen, Gesindel zu nennen. Und schon kommt der grüne Inquisitionszug ins Rollen. Er hat sich bestimmte Worte zum Zielpunkt gewählt; Worte und einen Kontext.

Denn würde jemand die Mitglieder der Alternative für Deutschland als Gesindel bezeichnen - die Grünen wären wahrscheinlich als erste dabei. Gegen das "Pack" eines Sozialdemokraten haben sie ja auch nicht protestiert. Auch das "Nazis raus" ist ihnen ein Spruch voll wohligen Klanges, auch wenn er gerade in Deutschland schlecht klingen sollte.

Nun gehts also gegens Gesindel. Flugs überlegen auch die anderen Grünen, sich einer Klage anzuschließen: Der Türkische Bund. Von einer Klage gegen Moscheen, in denen gegen Deutsche gehetzt wird, habe ich von dort noch nie was gehört. Und natürlich würden auch die Grünen keinen Moslem verklagen, der Ungläubige zum Freiwild erklärt. Hier wird also streng selektiert. Es gibt gutes und schlechtes Gesindel. Gesindel, das man als Grüner so nennen darf. Und Gesindel, dessen Verwendung eine Anzeige einbringt. Die Grünen haben also eine besonders perfide Art des sprachlichen Index. Auf den kann sich keiner so richtig verlassen. Er dient allein der Willkür der Macht.

Dabei hat der Begriff zunächst einen einfachen historischen Grund. Es handelt sich um einen abgeleiteten Namen, abgeleitet von dem Gesinde. Das waren die Leute vom Hof, Dienstboten könnte man sagen. Also nicht ehrenrüchiges, sondern bloß ein niederer Stand. Daraus machte die Zeit das Gesindel. Schon möglich, dass der ein oder andere heute das fehlende 'l' gar nicht hört und meint, das wäre dasselbe.

Nicolas Fest wird um den Unterschied wissen. Er hat gezielt formuliert und sich auf eine Bemerkung bezogen, die in Deutschland bekannt ist: "Wir riefen Gastarbeiter und bekamen Menschen." Über den Tiefsinn der Wendung lässt sich streiten. Nicht hingegen über den Sinn der Bemerkung von Fest: Wir riefen Gastarbeiter, bekamen aber Gesindel.

Natürlich wird der Kontext ignoriert. Fest beschreibt die Begegnung mit Gruppen von arabischen, türkischen und afrikanischen Jugendlichen. Wer auf Gruppen von arabischen, türkischen oder afrikanischen Jugendlichen trifft, macht in letzter Zeit immer die gleiche Erfahrung: Keiner der Jugendlichen denkt nur im Mindesten daran, ein wenig Platz zu machen, aus dem Weg zu treten, den Älteren durchzulassen. Alle sind laut, aggressiv, präpotent, ohne den Willen zur einfachsten Höflichkeit, ohne jede soziale Intelligenz. Nicht einfach sind diese Leute, sondern primitiv und bösartig.

Und wenn auch nicht jeder von denen so ist - viele sind es eben doch. Sie benehmen sich einfach daneben. Sie benehmen sich wie Gesindel.

Volksverhetzung lautet der Vorwurf. Das ist interessant. Denn die Kritik zielt auf eine besondere Gruppe: Auf Jugendliche, auf junge Leute. Ist Kritik an jungen Leuten nicht mehr erlaubt? Wir das jetzt in der Rubrik "Volksverhetzung" geführt? Dann ist es um dieses Land schlecht bestellt.

Denn umgekehrt dürfen die moralischen Selbstermächtiger alles. Sie erteilen Lokalverbot und werden gewaltsam. Und natürlich nennen sie den politischen Gegner Gesindel. Denn wie heißt es bei der Herkunft des Wortes: Begriffe mit ähnlicher Bedeutung sind Pack, Bagage und Pöbel.

Donnerstag, 30. März 2017
Canan Bayram - ein angemessener Ersatz für Ströbele

Die Grünen halten in Kreuzberg das Direktmandat für den Bundestag. Dem Terroristen-Anwalt und ausgewiesenen Antisemiten Ströbele haben sie das zu verdanken. Er ist populär im grünen Bezirk. Beim virulenten Antisemitismus vielen Linker, Grüner und Moslems kein Wunder.

Doch nun ist dieser Mann zu alt. Wahrscheinlich hat ihn das viele Umsteigen vom Auto ins Fahrrad und wieder zurück ins Auto erschöpft. Und nun suchen die Grünen Ersatz. Endlich haben sie ihn gefunden. Canan Bayram soll es werden. Nicht gerade taufrisch; aber neben Ströbele sieht jeder jung aus.

Canan Bayram gibt sich als besonders mitfühlende Grüne, mitfühlend zumindest mit Flüchtlingen. Wirtschaftsflüchtlinge zählen für sie gleichfalls dazu. "Ein Unwort", wie sie findet. Gesagt hat sie das am 17.Januar 2013 im Abgeordnetenhaus. Als die Grünen forderten, für den Winter einen Abschiebestopp zu verhängen.

Doch dann hat sie weiter gesagt: Abschließend möchte ich den Kolleginnen und Kollegen, die nach mir reden werden, insbesondere von der CDU, gerne sagen: Wenn sie mich fragen: Frau Bayram, was sollen wir denn alternativ machen? Wollen Sie denn, dass diese Menschen alle hierbleiben? -, dann sage ich Ihnen: Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, das möchte ich, [Beifall bei den GRÜNEN, der LINKEN und den PIRATEN] weil wir diese Menschen brauchen. Es sind die Stärksten und die Besten, die es bis zu uns nach Deutschland schaffen.

Der letzte ist der Schlüsselsatz. Hier ist nicht von Facharbeitern die Rede. Es ist die Rede von Sinti und Roma und den Stärksten von ihnen. Wer das von ihnen ist, kann man sich denken. Und ob es die Besten sind, darf man mit Fug und Recht bezweifeln.

Tags darauf wurde in einem Ausschuss auf die sozialdarwinistisch gefärbte Äußerung verwiesen. Das focht die angesprochene Partei aber nicht an. Einem ihrer Vertreter fiel nichts besseres ein, als in einer Retourkutsche darauf zu verweisen, dass der Sozialdarwinismus überall stattfinden würde. Um anschließend in einem weiten Bogen auf die jüdischen Flüchtlinge zu verweisen, die bei der versuchten Ausreise aus Deutschland, an den Grenzen zurückgeschickt worden waren. Das waren dann - jedenfalls in Canan Bayrams Welt - die Schwachen und Schlechten. Sie hatten es nicht geschafft.

Montag, 27. März 2017
Berlins gelassene Intoleranz

Reinickendorf liegt im Norden Berlins. Aber verleugnet wird auch dort, was das Zeug hält. Was man ja auch verstehen kann. Denn dort gibt es Proteste gegen einen Erzieher, weil er schwul ist.

Wo es diese Proteste genau gibt, also in welcher Kita - das bleibt geheim. Wie der Name des Erziehers lautet - das bleibt geheim. Wie alt der Erzieher ist - das bleibt geheim. Die Frau Geschäftsführer der Kita wird nur zitiert, verschweigt aber gleichfalls ihren Namen.

Hätten deutsche Eltern mit einem ostdeutschen Hintergrund oder gar bekennende AfDler etwas gegen einen schwulen Erzieher geäußert: In der Presse würde die Kita zum Walfahrtsort grüner Politiker avancieren, die Frau Geschäftsführer erhielte für ihren Mut, sich an die Presse zu wenden, das Bundesverdienstkreuz und der Erzieher würde umgehend verbeamtet.

Doch die Eltern bekennen sich zum Islam. Also jener intellektuell etwas armseligen Heilslehre aus dem Morgenland, die sich in Deutschland nach Lust und Laune ausbreiten darf.

Und schwulenfeindliche Eltern mit islamischem Hintergrund sind nicht homophob - sie kommen aus einer anderen Welt. Für einige moslemische Eltern ist ein Homosexueller automatisch ein Kinderschänder. Das sagen die Richtigen, wäre die richtige Antwort gewesen. Aber auf die wird man in der deutschen Presse wohl lange warten können. Sie ist tolerant im Umgang mit islamischer Intoleranz. Aber dort wird ja auch der Antisemitismus geduldet. Und ich werde den Eindruck nicht los, dass das kein Zufall ist.

Denn dass der Schwule in der Kita angestellt wurde, verdankt er dem Zufall des Schlendrians. Die Frau Geschäftsführerin hätte ihn wohl nicht angestellt. Zumindest hält sie die Zusage an den schwulen Erzieher für falsch. Das schreibt der Tagesspiegel ohne mit der Feder zu zucken. Keine Kritik. Keine Anmerkung. Rein gar nichts.

Und auch der Protest der Moslems gegen einen Mann in einer Kita lässt die Sittenwächter vom Tagesspiegel offenbar kalt. Sie, die ansonsten jedes Quotenklo kontrollieren, reagieren gelassen auf moslemische Intoleranz. Originalton Tagesspiegel:

Rund ein Dutzend Mütter und Väter saßen bei dieser Versammlung, ein Teil von ihnen schwieg, ein anderer empörte sich. 'Sie sagten, sie würden nicht mehr kommen, wenn man einen Homosexuellen einstelle', sagt die Geschäftsführerin, die verspätet zu dem Elternabend kam. 'Sie würden Unterschriften gegen seine Einstellung sammeln.' Die anwesenden Erzieher waren ihrerseits empört, Berger allerdings fehlte. Er war nicht eingeladen.

Am Ende hat sich die Frau Geschäftsführerin gegen die Moslems durchgesetzt - die suchten für ihre Kinder eine andere Kita. Womöglich eine mit einem direkten Zugang zum moslemischen Heiratsmarkt für minderjährige Mädchen.

Der schwule Erzieher bleibt in der Kita. Doch das besagt nicht, dass er einen lockeren Lenz hat. Denn jetzt erfährt er Ablehnung, weil er ein Mann ist. 'Eltern schauen ständig: Fasst der mein Kind richtig an? Tut er ihm auch nichts.'

Das hier ein Schwuler nun auch als Mann diskriminiert wird, das scheint dem Tagesspiegel völlig entgangen zu sein. Jeder ist eben tolerant im Umgang mit jenen, die seine Abneigung teilen.

Sonntag, 26. März 2017
Aufwachen Genossen, die Party ist zu Ende

Alle Jahre wieder finden Wahlen statt. Nein, keine Wahlumfragen, sondern richtige Wahlen. Dann bringt sich die Realität in Form von wirklichen Resultaten zur Geltung. Und die Traumdeuter und Manipulatoren erleben ihr trübes Erwachen. Diesmal hats die Genossen erwischt. Sie hatten aber auch eine kräftige Dosis genommen.

"Schulz-Effekt" ist das Blue-Magic der letzten Wochen gewesen. Unverschnitten, 100% pure Propaganda, unter andrem von Forsa. Das ist so, als würde der Stoff im eigenen Kräutergarten gezüchtet. Die Genossen konnten nicht genug davon kriegen. Und Schulz hat mit allen alles geteilt.

Jetzt kommt dann wohl der Entzug. Das wird hart. Denn wie bei jedem Deal mit einem Dealer, können die Genossen nichts reklamieren. Der Stoff war ja auch gut; buchstäblich traumhaft.

Richtig, Wahlforschung sollte man das wirklich nicht nennen. Wer in der heutigen Zeit mit 4 und 3 Prozentpunkten das korrekte Ergebnis verpasst und das 14 Tage vor dem fraglichen Sonntag, der muss sich schon seltsam vorkommen. Denn wenn man einen bewussten Irrtum ausschließen möchte, dann bleibt nur der blanke Dilettantismus. Und das bei fast allen Wahlen der vergangenen Jahre. Oder eben die bewusste Täuschung der eigenen Leute.

Kleiner Trost: Die Party war ein Vergnügen. Und mit Martin Schulz haben die Genossen ja auch gleich einen Therapeuten an Bord. Er hat den Stier bei den Hörnern gepackt und das Ergebnis als erfolgreich bezeichnet: Verglichen mit den Umfragewerten vom Jahresbeginn. So redet einer, der den Stoff nicht nur verkauft, sondern auch selbst konsumiert. Mit diesem Therapeuten wird das dann wohl nichts.

Mittwoch, 22. März 2017
SPD - Die Eindimensionale Partei

Als die Sozialdemokraten am Wochenende ihren neuen Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten wählten, war das Ergebnis sensationell: 100% - das schaffen, wenn überhaupt, nordkoreanische Staatschefs falls die Abstimmung namentlich ist. Und natürlich hagelte es umgehend Hinweise auf ähnliche Ergebnisse in den früheren sozialistischen Herrschaftsräumen, zu denen viele Sozialdemokraten ja durchaus auch heute noch eine tiefe Verbundenheit fühlen.

Und doch ist jeder solcher Hinweis verfehlt, führt geradezu in die Irre. Die 100% der Sozialdemokraten haben mit den 99.8% eines Ulbricht wenig zu schaffen. Die 0.2% machen den Unterschied aus zwischen den Sozialisten von damals und den Sozialdemokraten von heute.

Um das zu erkennen, wendet man zunächst den Blick auf den Kandidaten, der dieses Ergebnis einfahren konnte. Die Sozialdemokraten hatten ja schon so schon einige Kanzlerkandidaten und beinahe Kanzlerkandidaten von - sagen wir - durchschnittlichem Format: Rau, Scharping, Engholm, Lafontaine, Beck, Steinmeier, Steinbrück. Aber sie alle hatten vor ihrer Wahl zum Kandidaten das ein oder andre geleistet. Einige waren Ministerpräsidenten wichtiger oder auch weniger wichtiger Bundesländer gewesen, andere hatte Ministerämter inne gehabt.

Martin Schulz, der Retter aus Brüssel, hat, verglichen damit, herzlich wenig geleistet: Bürgermeister von Würselen, Kreisvorsitzender der SPD Aachen. Einen wirklich verantwortungsvolle Posten wird man das schwerlich nennen. Und im EU-Parlament sitzt üblicherweise der beförderte Ausschuss. Warum sollte deren Präsident, also der beförderte beförderte Ausschuss, eine Ausnahme machen? Zum Ministerpräsidenten reichte es für Martin Schulz jedenfalls nicht. Offenbar war er noch keinem Sozialdemokraten ins Auge gefallen. Erst die Tränen über Sigmar Gabriel ließen den Blick auf Herrn Schulz aus Straßburg verklären.

Bezeichnender als das Fehlen jeglicher Reputation durch fachliches Können aber ist, dass Schulz keinen programmatischen Flügel der Sozialdemokraten vertritt. Bislang waren praktisch alle Kandidaten auf die ein oder andere Weise umstritten. Und entsprechend hart wurde von den Flügeln der Partei um den Posten des Kandidaten gerungen. Jeder Kandidat vertrat prägende Strömungen in der Partei. Bei einigen konnte man sogar so etwas wie Persönlichkeit ahnen. Auch wenn jeder Wähler gewusst hat, dass sie niemals aus dem Schatten der wirklich Großen - Schuhmacher, Brandt, Schmidt - heraustreten würden.

Aber Schulz? - Sein lautester intellektueller Kracher ist die Kritik an Gerhard Schröders Agenda 2010. Zu mehr reicht es nicht. Der Rest ist feucht gewordenes Pulver, das er und die SPD als trocken feilbieten müssen. 100% - dieser Mann hat ganz offenbar nicht einen einzigen innerparteilichen Gegner. Er wird von allen geliebt. Die 100% stehen für die Gleichschaltung einer Partei.

Aber es ist eine Gleichschaltung der besonderen Art. Wir sind nicht in Pjöngjang oder Pankow der sowjetischen Zone. Die 100% sind ehrlich erworben. Sie wurden in einem demokratischen Staatswesen bei demokratischen Wahlen erreicht. Hier wird keine Strömung gedeckelt - es gibt nur noch eine. Die SPD steht nicht etwa stramm hinter dem Abgeordneten Schulz aus dem EU-Parlament. Sie hat überhaupt keinen Stand mehr. Sie steht nur noch für die intellektuelle Armseligkeit der herrschenden politischen Klasse.

Herbert Marcuse hat einmal vom »eindimensionalen Menschen« gesprochen und meinte den Mensch, der in der Moderne nur noch angepasst wird. Ihm mangelt es an Umsicht und Tiefe. Er ist nur noch Teil der Verwaltungsmaschine. Das Vorwort in seinem vielzitierten Bestseller »Der eindimensionale Mensch« trägt den Untertitel: »Die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne Opposition«. Marcuse hatte die Industriegesellschaft der 1960er Jahre vor Augen. Schon damals wurde eine dämonische Bedrohung beschrieben: Sie hieß - mit einigem Recht - Kommunismus; heute ist es die angeblich drohende Gefahr durch den Rechtspopulismus. Das Ergebnis ist im Grunde dasselbe: »Unter diesen Umständen fällt es unseren Massenmedien nicht schwer, partikulare Interessen als die aller einsichtigen Leute zu verkaufen.« Vernünftig sind nur die Herrscher.

Marcuse war Marxist genug, um dem einzelnen Menschen nicht die Schuld für sein Versagen zu geben. Die Zeit der selbstverschuldeten Unmündigkeit war den Letztursachen gewichen. Dabei ist gerade im Fall der Sozialdemokraten die Rede von der Selbstverschuldung absolut treffend. Sie hatten es in der Hand und haben sich für die eine entschieden: Die Eindimensionale Partei; als Fortsetzung der Einheitspartei. Wobei Einheitspartei noch nach Vereinigung klang mit einer Nuance Unterdrückung; dem Beweis zumindest möglichem Denkens.

Doch die Sozialdemokraten denken nicht mehr. Sie und ihr Kanzlerkandidat Martin Schulz bieten nurmehr Hetze gegen Parteien, die sich dem Schema verweigern. Und die Anrufung des "Rechtspopulismus" soll vor allem helfen, den Geist zu vertreiben, den man selbst nicht mehr hat. Sie, die andren, sind dumm, will es sagen. Wer sollten wir, die Sozialdemokraten, dann anderes sein als die mit Konzepten, Ideen? - Ein wahrlich herrlicher rhetorischer Trick, um sich als der mit Vernunft zu repräsentieren. Und dabei zeigen die 100%, wer wirklich ideenlos ist und konzeptionslos. Strömungslos und ausgeblutet wendet sich diese Partei einstimmig an den passenden Mann. An den Letzten - an Martin Schulz, den Mann von der Restrampe Europas.

Sonntag, 19. März 2017
Die Wege des Islams in Deutschland: Das Schutzgeld

Man diskutiert seit Jahren, ob der Islam zu Deutschland gehört. Und hat dabei übersehen, dass der Islam auf eine stille Art sich längst in Deutschland eingerichtet hat. Eingenistet trifft es besser. Denn Deutschland hat davon nichts gemerkt. Der Fremdkörper wächst im eigenen Leib langsam zu seinem wahren Format.

Durch den offenen Angriff der Türkei auf Europa wird diese spezielle Form der Eroberung deutlich: Die durch das islamische Schutzgeld. Moslems nennen es manchmal auch Steuern. Der arabische Begriff Dschizya muss hier nicht interessieren. In jedem Fall wird das islamische Schutzgeld in Sure 9, Vers 29 beschrieben. Es ist also gültig für alle, die sich islamisch nennen; es steht im Koran. Mohammed hat wirklich an alles gedacht.

Ein solches Schutzgeld dürfen moslemische Gesellschaften von den Nicht-Moslems erheben. Das Osmanische Reich finanziert auf diese Weise den Staat und seinen Haushalt und zwar zu 100%. Mit anderen Worten: Christen, Juden und Ungläubige waren die Arbeitssklaven der Moslems. Sie leben zu lassen, war ein Gebot der eigenen Faulheit und hatte mit Toleranz genau gar nichts zu tun. Und als die Türkei damit brach, hatte sie sich fürs erste vom Islam distanziert.

Und genau auf diese Weise lebt ein beträchtlicher Teil der Moslems in und von Europa: Sie leben von den Steuern der anderen Bürger. Mit deren Geldern finanzieren sie Wohnung, Essen und die Vielzahl von Kindern. Die Restgesellschaft füttert sie durch. Ein schlechtes Gewissen wird bei ihnen darüber niemals entstehen: Der Koran erwartet es förmlich von Ihnen. Buchstäblich glauben sie sich den Arbeitenden weit überlegen. Vor eigener Arbeit zu leben, ist womöglich ein Zeichen fehlenden Glaubens.

Unter der Hand haben Moslems in unsrer Gesellschaft de facto ihre schmarotzende Lebensweise implantiert: Lasst die anderen arbeiten, wir beten dafür. Saudi Arabien bietet dieses Modell in Reinkultur an.

In moslemisch geprägten Stadtteilen europäischer Großstädte ist es nicht mehr viel anders. Ohne die Zahlung würde der Aufstand geprobt. Paris weiß ein Lied davon zu singen. Der Staat wird mit Aufstand erpresst. Neuerdings sogar unterstützt von der Türkei, die offen mit Aufrufen zur Erhebung gedroht hat. Früher ein Kriegsgrund, ist es heute für die EU nur ein weiterer Grund, zu ihrer Perversion von politischer Vernunft aufzurufen.

Die inhärente Unproduktivität des Islam hat jedoch auch eine andere Seite. Der Islam darf niemals mehr als einen bestimmten Teil der Bevölkerung zu seinem Glauben bekehren. Ohne Nicht-Moslems, die arbeiten müssen, müssten die Moslems ja selbst produktiv sein. Mit Drehbraten und Köfte betreibt man keine Gesellschaft. Denn man kann sie nur an jene verkaufen, die für die ökonomische Grundlage schuften.

An diesem Punkt begegnen sich Linke und Moslems. Auch die Linken wollten von den anderen leben. Den Kapitalismus beerben nannte man das. Bis nichts mehr da war vom Erbe.

Sonntag, 12. März 2017
"Unerwünschter Ausländer" außer Landes geschafft

Muss man sich jetzt doch wieder schämen für Deutschland? Es scheint so. Indes, nicht wegen maßloser Kriegsverbrechen, sondern wegen seiner abgrundtiefen Feigheit. Da überschütten türkische Politiker - sagen wir ruhig, die Türkei, denn die vertreten sie ja. Da überschüttet die Türkei Deutschland kübelweise mit Dreck. Und wie reagieren die rückgratlosen Gesellen, die dieses Land seit Jahren regieren?

Jedenfalls nicht so, wie die von Deutschen so gerne geschmähten Niederlande. Deren Regierung hat den Türken gezeigt, wer dort das Sagen hat: Die holländische Regierung. Das Flugzeug des türkischen Außenminister durfte gar nicht erst Landen. In Rotterdam wurde Türken das Demonstrieren verboten; den von Ankara angekündigten Aufstand wollten sie proben.

Aber ein besonderes Exempel hat die holländische Regierung an der türkischen Familienministerin statutiert: Sie wurde zum "unerwünschten Ausländer" erklärt, also des Landes verwiesen. Anschließend wurde sie mit Polizeiexkorte zur nächsten Landesgrenze gebracht. Eine größere Demütigung ist auf dem diplomatischen Parkett schwerlich denkbar. Die haben sich die Türken aber auch redlich verdient.

Bemerkenswert ist, wohin der Kopftuchmoslem gebracht worden ist: Nach Deutschland. Will die holländische Regierung deutlich machen, dass sie Deutschland für einen Teil der Türkei hält? Erhält hier nicht nur die türkische, sondern auch gleich die deutsche Regierung einen Tritt? Ganz auszuschließen ist das nicht, denn die Regierung hat einen möglichen Austritt aus dem Euro-Raum angekündigt.

Was als nächstes passiert, kann man sich denken. Die Familienministerin, deren Wertekanon jeder sich aus dem Koran herleiten kann, wird in Deutschland irgendwo reden. Schließlich ist Deutschland zum Einfallstor islamischer Eroberungsphantasien geworden. Was bei einer Kanzlerin schwerlich wundert, die die Landesflagge für wert- und das Staatsvolk für belanglos erklärt hat.

Ausnahmslos jedes Land, das was auf sich hält, hätte spätestens nach dem Nazivergleich mit der Türkei Klartext geredet: Durch Handeln. Einreiseverbot für alle türkischen Politiker. Abzug der Soldaten aus Incirlik und Verlegung nach Kurdistan. Ende sämtlicher Verhandlungen im Rahmen der EU, insbesondere über erweiterte Freihandelsabkommen. Terrorwarnung für deutsche Touristen. Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft für alle Bürger mit türkischem und deutschem Pass. Schließung der türkischen Botschaft. Antrag auf Aussetzung der Nato-Mitgliedschaft der Türkei.

Wenn Erdogan dann wirklich noch Mut hat, nach Deutschland zu kommen, soll er sich den syrischen Flüchtlingen anschließen, die er ja wieder losschicken will. Er wird ebenso baden gehen, wie seine Landsleute beim vierten Versuch, einen Hauptschuabschluss in Berlin zu erlangen.

Aber wir haben keine Regierung. Wir werden von vaterlandslosen Gesellen im Zeichen der Raute regiert. Wieso können diese Deutschen nicht mal den Mittelweg wählen? Den zwischen absoluter Herrschaft und hündischer Unterwerfung. Den einer um ihre Interessen wissenden europäischen Großmacht.

Samstag, 11. März 2017
Domenico Letizia - Bilder elterlicher Verzweiflung

Nachdem in Düsseldorf ein Asylant aus dem Kosovo mit einer Axt auf Passanten eingehackt hat, hüllten sich die verantwortlichen Medien und Politiker zunächst ins übliche Schweigen. Die Opfer ihrer Willkommenskultur interessieren sie nicht. Aber das kennen wir schon, das ist nichts neues. Auch wenn die FAZ heute den Vogel abschießt: Sie berichtet über einen Amoklauf von vor acht Jahren. Statt Fake-News verbreitet das Blatt nun Fade-News. Hauptsache das Gespinst der Selbstverleugnung hält noch ein Weilchen.

Doch nun hat die Mutter eines Opfers weniger still reagiert. Sie hat ein Bild ihres Sohnes ins Internet eingestellt. Man kann nichts anderes sagen: Es ist schockierend. Und für einen Moment dachte ich: Nein, das geht nicht. Man darf mit dem Bild seines schwer verletzten Kindes nicht in die Öffentlichkeit gehen. Mir ging auch das Bild meiner Kinder durch den Kopf. Und dann die Frage: Was würde ich machen?

Beim zweiten Nachdenken aber wurde mir deutlich: Hier hat elterliche Verzweiflung reagiert. Denn was sonst kann eine Mutter tun, um ihrem Schmerz Ausdruck zu verleihen? Nicht nur dem Schmerz der Verletzung. Sondern auch der maßlosen Wut über ihre elterliche Hilflosigkeit. Dem Hass auf Politiker, die diese Taten der Mörder wieder und wieder zu Einzelfällen erklären - wo doch die Willkommenskultur die Killermigranten ins Land gelotst hat.

Wahrscheinlich hätte die Mutter mir zugestimmt, als ich zuerst mit Ablehnung auf das Foto reagierte. Die tiefste Trauer, die vorstellbar ist - die Trauer über eine schwere Verletzung des eigenen Kindes. Mit dieser Trauer, mit diesem Schock ist man lieber alleine. Zumindest haben diese Gefühle nichts im öffentlichen Rahmen verloren.

Und sie wird dieses Foto in der Umkehrung zu einem Zeichen für den Grad der Verzweiflung. Opfer folgt Opfer - und noch immer werden weiter Migranten nach Deutschland gelassen. Keine systematische Kontrolle beginnt. Im Gegenteil: Die Migranten machen es sich weidlich bequem. Sie erobern von den Bahnhöfen aus den Raum der Zivilgesellschaft für sich. Gefüttert von Helfern, die sich für Widergänger von Mutter Theresia halten.

Wie verrucht, wie verrottet muss eine Gesellschaft schon sein, dass sie diese Verleugnung auch nur duldet? Eine dekadente Mehrheitsgesellschaft lässt das Abschlachten ihrer Kinder lautlos geschehen. Ich möchte wetten, bald wird man sich über die Verbreitung des Fotos über die sozialen Medien beklagen. Dabei beweisen die durch die Verbreitung ihrem Namen alle Ehre. Sie allein sind im strengen Sinne wirklich sozial. Die anderen liefern die Pornos des Guten.

Freitag, 10. März 2017
Halales Morden

Und wieder wird Deutschland von zwei bestialischen Gewaltätigkeiten erschüttert: Im einen Fall propagiert der Täter seine Mordtat an einem Kind und prahlt mit weiteren Morden. Im anderen Fall hackt der Täter auf dem Düsseldorfer Flughafen mit einer Axt um sich herum auf seine Mitmenschen ein.

Klar, dass die gutdeutschen Medien jeden Zusammenhang zu den deutschen Verhältnissen ausblenden wollen. Dabei mangelt es ihnen doch sonst nicht an Phantasie, wenns darum geht, Mordtaten mit irgendwas in Verbindung zu bringen; üblicherweise mit dem Internet oder Ballerspielen, die die deutenden Journalisten nicht mal installiert kriegen würden, vom Erreichen des zweiten Levels will ich gar nicht erst reden.

Dabei besteht hier ein ganz anderer und sehr viel näherliegender Zusammenhang: Der zum Islam. Diese Taten zeugen von einer Verrohung, wie sie Europa schon lange nicht mehr erlebt hat.

Ja, es hat auch schon früher Bluttaten gegeben. Aber in diesen Tagen und Wochen häufen sie sich in einem dramatischen Umfang. Als hätte das Mittelalter Einzug gehalten. Das Blut muss spritzen. So, wie auf der Hinrichtungsstätte eines Scharia-Gerichts. Hände abhacken, Köpfe abtrennen, Steinigungen nach ausgetüftelten Regeln - das ist der Islam: Der Dieb und die Diebin: trennt ihnen ihre Hände ab als Lohn für das, was sie begangen haben, und als ein warnendes Beispiel von Allah. (Sure 5.38) Und wir haben Bestien im Land, die diesen Riten Ehrfurcht erbieten.

Wie gesagt: Europa hat in den letzten Hundert Jahren reichlich gebadet in Blut. Doch egal ob man nun die Hinrichtungsstätten der deutschen Einsatzgruppen oder die Blutkeller der russischen Folterknechte beschreibt - die Öffentlichkeit wurde draußen gehalten. Der Massenmord war nicht telegen; ums mit einem modernen Ausdruck zu sagen. Bei aller Unmoral offenbarte sich hier auch ein Fortschritt, sei er auch noch so minimal.

Das ändert sich nun. Denn der Islam ist ein Teil zumindest Deutschlands geworden. Das Hinrichten in aller Öffentlichkeit gehört in dieser religiösen Ideologie zum Grundsatzprogramm.

Deshalb ähneln die Schlächter den Schergen des Islamischen Staates. Und deshalb ähnelt Deutschland immer mehr einer halalen Hinrichtungsstätte. Mit prahlenden, durch die Presse gereichten Mördern und Opfern, deren Schreie der Schwall des eigenen Blutes erstickt.

Donnerstag, 9. März 2017
Zusammenarbeit unter Türken

Es gibt den Begriff der Seelenverwandtschaft. Er betrifft Personen, die etwas gemeinsam tun, ohne sich absprechen zu müssen. Üblicherweise gebraucht man ihn in zwischenmenschlichen Dingen. Aber es gibt ihn auch in der Politik.

Vor einigen Wochen wurde der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel verhaftet. Eigentlich ein unbedeutender Mann, darf man rätseln, warum die türkischen Behörden ihm zu Bekanntheit verhalfen. Doch ein kurzer Blick in die Geschichte von Gefangenschaften macht deutlich, worum es geht: Die Türkei braucht ein Pfand.

Die deutsche Politik hat prompt reagiert. Sie hat deutlich gemacht: Yücels Gefangenschaft ist ein Skandal. Doch Yücels Freilassung würde die Beziehungen auf einen Schlag wieder normalisieren. Dass die Türkei sich in einen islamo-faschistischen Staats transformiert hat, muss dann nicht mehr interessieren. Wichtig ist allein die sogenannte deutsch-türkische Freundschaft, von der die Politiker pausenlos reden.

Yücel ist also schlicht eine Geisel. Erdogan erpresst sich auf diesem Weg die mediale Öffentlichkeit Deutschlands zurecht. Denn seine Freilassung brächte ihm sicherlich Punkte. Vielleicht bringt Erdogan Yücel sogar persönlich nach Deutschland zurück. Das zufriedene Lächeln von Merkel und Gabriel lässt sich leicht denken. Anschließend darf Erdogan in Deutschland überall reden. Kein deutscher Politiker nennt die frenetisch jubelnden Anhänger dieses Islamofaschisten "Pack".

Aber die Gefangennahme spielt den Türken auch direkt an der medialen Front in die Hände. Denn sie wird zum Anlass genommen, die mediale Präsenz der Türken in Deutschland zu erweitern. Nicht nur, dass "Die Tageszeitung" eine türkisch-deutsche Internetplatform starten ließ, die sie seit Mitte Januar mit Artikeln bestückt. Den weitaus wichtigeren Angriff auf die deutsche Medienlandschaft haben wieder einmal die Grünen gestartet.

Deren Chef will einen deutsch-türkischen Sender einrichten lassen. Einen öffentlich-rechtlichen Sender. Damit will er der Propaganda Erdogans auf Staatskosten begegnen. "Wir brauchen einen deutsch-türkischen Fernsehsender, eine Art deutsch-türkisches Arte." Weiß Özdemir nicht, dass Arte kaum einer schaut?

Natürlich weiß Özdemir das. Der Hinweis auf Arte verfolgt tatsächlich auch einen anderen Zweck. Er soll die weitergehende Absicht kaschieren: Das Ausgreifen der Türken auf den staatlich gelenkten, medialen Bereich. Arte klingt dagegen mehr nach intellektueller Folklore. Wie die dann aussieht, kann man sich denken. Denn ein solcher Sender wird mit Sicherheit schnell von den gut organisierten türkischen Gruppen beherrscht. Die türkische Religionsbehörde lässt grüßen. Nur dass diesmal der deutsche Gebührenzahler die Rechnung begleicht.

Wer glaubt, diese Forderung habe mit Erdogan nichts zu tun, der irrt. Denn Özdemir ergänzt seine Forderung durch einen Hinweis: Er, Özdemir, sei dafür, dass türkische Politiker in Deutschland im Wahlkampf auftreten dürfen. Schließlich gehört Meinungsfreiheit, laut Özdemir, zu Deutschland. Zumindest für Faschisten aus der Türkei.

Erdogan und Özdemir: Hier arbeiten zwei wirklich wie Verwandte zusammen.

Mittwoch, 8. März 2017
Vorbild Erdogan

Manchmal ist die Welt herrlich einfach. Und zwar, weil kreuzdumme Politiker ihre Haltung so unmissverständlich offenbaren.

Da wird die Türkei seit fast einem dreiviertel Jahr in einen islamo-faschistoiden Staat umgewandelt - und wie reagiert die gutdeutsche Politikerkaste? Sie appelliert wie eine geschändete Ehefrau an die tiefe deutsch-türkische Freundschaft. Deutschfeindliche Äußerungen türkischer Politiker werden hartnäckig ignoriert. Drohungen als gut gemeinte Ausrutscher schöngeredet. Kurz: Mit einem Veilchen in der Fresse wird über den Wert der Ehe salbadert.

Nun tingeln die islamo-türkischen Faschisten durch Deutschland. Der Außenminister Melvüt Cavusoglu darf in Deutschland reden und werben für seinen Führer. Und was geschieht in Gutdeutschland? - Nichts. Originalton eines Sozialdemokraten: "Es gibt keine Alternative zu Gesprächen mit der Türkei".

Derselbe Sozialdemokrat tituliert deutsche Bürger, die ihre Meinung sagen, als "Pack". Er blockiertt die Straße, wenn irgendein Ortsverband der Alternative für Deutschland seinen Unmut über die Regierungspolitik äußert. Doch wenn ein wirklicher Faschist Deutschland besucht und hier redet, dann knicken sie ein. Dann besitzen sie die Unverfrorenheit, auf das Demonstrationsrecht zu verweisen. Ausgerechnet sie, die Mitglieder der deutsch-türkischen Allianz zur kulturellen Vermengung. Sie, die den türkischen Behörden das Unterwandern Deutschlands gestatten, gar finanzieren. Sie berufen sich aufs Demonstrationsrecht. Sie, die deutschen Bürgern dieses Recht per Gegendemo regelmäßig verweigern.

Und als wäre das nicht genug, verwahrt man sich in Berlin gegen Nazivergleiche. Das ist die Lachnummer aus der demagogischen Frühjahrskollektion Angela Merkels: Kritik am Nazivergleich. Üblicherweise gehören Nazivergleiche in das Repertoire ihrer Lakaien.

Die Pointe: In diesem Fall ist der Vergleich absolut passend. Putsch, Auflösung der Justiz, Entlassung unliebsamer Beamter, Ermordung von Regimegegnern; so kennt man es aus der deutschen Geschichte. Erdogan verwandet die Türkei in einen islamo-faschistischen Staat. Jeder sieht es - nur die Stolpersteinklopfer sind blind.

Bliebe die Frage, warum sie nichts sehen. Warum sie so krampfhaft mit den Türken der AKP kumpanieren. Ist es schlicht Feigheit? Bei den Sozialdemokraten fällt mir weiterhin nichts anderes ein. Sie waren und sind eben feige. Kaum steht ihnen ein richtiger Nazi ins Haus - da kriechen sie winselnd unter das Sofa von Herrchen.

Aber bei anderen ist es tatsächlich schnöde Kumpanei. Sie haben die Unterwanderung durch die türkischen Behörden unterstützt, ja gefeiert - warum sollten sie jetzt gegen Erdogan sein? Er ist ein Führer ganz nach ihrer Facon: Eine frisierte Medienlandschaft, eine ausgeschaltete Opposition, gleichgeschaltete Richter - so wünschen sie sich dieses Land. Erdogan ist gleichsam ihr Vorbild.

Dienstag, 7. März 2017
Machtvakuum Deutschland

Die Kartellparteien und ihre Sprecher bilden sich vor allem eines ein auf ihre Politik: Sie schaffe Frieden und Gerechtigkeit; mit der Betonung auf Frieden. Doch gerade damit ist es längst nicht so weit her, wie die selbsternannten historischen Denker behaupten. Hätten sie auch nur etwas mehr gelesen als sozialwissenschaftliche Studien über die Arbeiterklasse in England, dann könnten sie besser beurteilen, wie das Resultat ihrer momentanen Politik am Ende lautet.

Denn wenn eine Lehre aus der Geschichte unbestritten formuliert werden kann, dann die, dass ein Machtvakuum bei anderen Mächte Begehrlichkeiten erweckt. Die meisten Krisen und Kriege entstanden daher an den Grenzbereichen der Zentren der Macht, in den unklaren Gebieten dazwischen. Aus unklar wird bald umstritten und im nächsten Schritt beginnt der offene Streit.

Solche unklaren Gebiete entstehen an Überlappungsbereichen. In Gebieten gemischter Religionen, gemischter Nationalitäten und gemischter Kulturen. Es dient also ohne Frage dem Frieden, in solchen Bereichen Einvernehmen zu schaffen. Und genau das unterlässt die Bundesregierung auf sträfliche Weise. Sie schafft durch ihre Politik der offenen Grenzen einen Bereich, um den man sich streitet. Schlimmer: Sie verwandelt Deutschland in ein Machtvakuum.

Denn auch wenn es kaum jemand wirklich wahrnimmt: Die osteuropäischen Staaten haben ihre Grenzen für Muslime geschlossen; da kann Merkel drohen, soviel sie will. Österreich würde diese Idee gleichfalls unterstützen. Und auf dem Balkan will man die Moslems wohl nur im moslemischen Teil Bosniens dulden. Kurz gesagt: Im Halbrund um Deutschland entsteht ein nicht-moslemischer Block.

Damit aber wird Deutschland zu einem Machtvakuum, denn es hat keine eigene Macht. Die Wirtschaft mag vom Konjunkturprogramm Integration erst einmal zehren. Aber der Niedergang folgt dann bei Fuß. Anschließend beginnen andere Mächte um diese Gebiete zu streiten.

Die Türkei hat damit dieser Tage offen begonnen. Von den vielen Aussagen, die ihr Führer die vergangenen Tage gemacht hat, war besonders eine ein Wink in die Zukunft: "Wenn ich will, dann komme ich auch. Ich komme. Und wenn ihr mich nicht durch die Türe lasst oder mich nicht reden lasst, dann werde ich die Welt aufstehen lassen."

Der Führer der Türken will die Türken in Deutschland zum Aufstand aufrufen. Mit anderen Worten: Erdogan will Deutschland zu seinem nächsten Syrien machen, in das er dann hineinstoßen kann. Erdogan hat das Machtvakuum also durchaus erkannt. Das hündische Verhalten der Bundesregierung lädt geradezu ein.

Das aber wird für Deutschland alles mögliche bringen - nur eben nicht Frieden. Es wird der Boden werden, auf dem Europa den nächsten Invasionsversuch der Muslime zurückschlagen wird. Das Ergebnis ist sicher. Aber ebenso sicher ist, wer zu den Leidtragenden zählt: Die Deutschen. Ihnen droht noch einmal ein längst vergessenes Schicksal.

Merke: Nächstenliebe lohnt sich nicht. Nicht bei Völkern und Staaten.

Montag, 6. März 2017
Appeaser? - Nein, die Köter der Köterrasse!

Die Politik gegenüber der Türkei steckt in einem Dilemma. Genauer gesagt, ist es die deutsche Politik. Denn ich vermute, Russen und Amerikaner wüssten sehr gut, wie man mit Erdogan umgeht.

Aber die deutschen Politiker sind eben im Jahre 2017 die, die sie sind. Wenn ein türkischer Politiker das heutige Deutschland mit Nazideutschland auf eine Stufe stellt, weil Deutschland die islamo-türkischen Propagandisten nicht im Land reden lassen will, dann halten sie entweder still oder sie bellen. Nur beißen, beißen tuen sie ganz sicher nicht.

Bei den Sozialdemokraten wundert das sicher niemanden mehr. Die wollten und wollen niemals die Gesprächsfäden abreißen lassen: Nicht zum Kaiser, nicht zu Hitler, nicht zu Stalin. Daher wurden sie in ihrer Geschichte immer wieder von Despoten zum Schweigen gebracht. Rausgehauen wurde sie später dann immer nur von den Kämpfern - selber sind sie die Labertaschen geblieben, die sie immer schon waren. Weicheier mit einer besonderen Neigung zur Rente.

Doch auch die Christdemokraten belassen es bei wohlfeilen Worten. Auch sie wollen die tiefe Freundschaft zum türkischen Volk nicht gefährden. Also verlegen sie sich aufs Taktieren. Und mit jeder ausgelassenen Maßnahme gegen Ankara, sinken sie tiefer und tiefer. Einige deutsche Politiker geben der Rede von der Köterrasse eine Basis.

Nun sehen sich diese Herrschaften und ihre Leithündin Merkel in einer anderen Tradition. Sie wollen die Herrscher beherrschen durch Dialog, denn sonst könnten die Bösen ja beißen. Chamberlaine heißt ihr Held. Also jener britische Staatsmann, der zuerst vor Hitler kuschte, um später erkennen zu müssen, dass es ohne Krieg eben nicht geht.

Doch dieser Vergleich ist eine Frechheit. Denn Chamberlaine hatte es tatsächlich mit einem Kampfhund zu tun. Da ist eine Strategie der Besänftigung mitunter sinnvoll und sei es auch nur, um Zeit zu gewinnen. Churchill hat das später deutlich gemacht, als er über Chamberlaine sagt, wir sollten niemals das Ziel vergessen, das er verfolgte: Den Frieden.

Das alles gilt für heeute nicht mal im Ansatz. Die Türkei ist ein relativ unbedeutender Staat in einer zentralen Region. Wirtschaftlich etwas besser gestellt als Mexiko und knapp hinter Panama. Militärisch ohne die Nato ein Fall für den IS. Das ist die Türkei. Die beginnt keinen Weltkrieg. Die kann nur mit sogenannten Flüchtlingen drohen.

Und vor diesem Staat kuscht die Regierung in Berlin. Wenn Erdogan seine Lakeien nach Deutschland beordert, um hier Wahlkampf zu machen, dann gibt es kein schlichtes Verbot und von einem Aufstand der Anständigen sind wir weit entfernt. Staat dessen darf Erdogan drohen, er würde einen Aufstand anordnen, wenn man ihn nicht ins Land lässt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Erdogan droht mit einem Aufstand der Türken in Deutschland. Als wäre Deutschland schon türkisch.

Andere Länder würden die Türken im eigenen Land umgehend internieren. Und wie reagieren die Politiker des Gutdeutschen Reichs? Der deutsche Außenminister kann sich gar nicht tief genug beugen vor diesem islamischen Herrscher. Es ist wie bei den Kötern: Da lecken die unteren den oberen gleichfalls den Arsch ab.

Dabei ginge alles ganz einfach: Ein Einreiseverbot für alle Mitglieder der türkischen Regierung und der AKP. Stopp sämtlicher Wirtschaftsverbindungen. Beendigung aller Verhandlungen über einen erweiterten Freihandel. Dann wird die Türkei zur Abrundung zur Krisenzone erklärt. Der Tourismus dürfte den nächsten Einbruch verzeichnen.

Das ist Machtpolitik. Und das ist die einzige Sprache, die der Moslem Erdogan ohne Wenn und Aber versteht. Aber hier zetern die Zeitung jetzt schon: Dann spielen wir Erdogans Spiel. Als wenn das der Punkt wäre. Ja, er spielt ein Machtspiel. Und wir spielen es auch. Wir könnten es spielen.

Aber im Land der politischen Köterrasse herrschen andere Regeln. Man suhlt sich im Unterwerfen. Nur gegen längst tote Nazis steht man auf. Die beißen aber auch nicht.

Da kommt der Punkt, an dem mir sogar Putin gefällt. Letztes Jahr hat er Erdogan wohl gedroht, nach Istanbul zu marschieren. Ein solche Ankündigung ist mir eine Freude. Denn ich bin sicher, Erdogan zieht sehr schnell zurück. Der Herrscher der Teppichknüpfer und Drehbratenverkäufer wird ganz schnell in seiner Ecke verschwinden. Ein winselndes Etwas neben dem anderen Köter, der zu ihm passt. Man ahnt einmal mehr, warum deutsche Gutmenschen und türkische Muselmanen sich so gut verstehen.

Samstag, 4. März 2017
Klatschen über die AfD

[über Melanie Amann: Angst für Deutschland]

Früher haben herrschsüchtige Männer ihre Frauen, die sich nicht mehr fügen wollten, für hysterisch erklärt. Sie seien zu sehr vom Gefühl geleitet, man nähme sie besser nicht ernst. Und genau in dieser Weise wird heutzutage praktisch jede Opposition gegen herrschende Parteien und Medien abgebügelt. Man wirft ihr vor, nur ans Gefühl zu appellieren.

Es darf also nicht wundern, wenn ein Buch, das im Untertitel die »Wahrheit über die Alternative für Deutschland« verspricht, mit dem Titel »Angst für Deutschland« aufwartet und die Autorin Melanie Amann gleichsam zur Sicherheit den Teil I gleich noch einmal mit ihrem Schlüsselwort ziert: »Die AfD und die Angst«. Statt also die AfD aus aktuellen politischen Fragen heraus verstehen zu wollen, verlegt sich die Redakteurin der Hamburger Illustrierten »Der Spiegel« aufs Psychologisieren. Laut Literaturverzeichnis schöpft sie ihr Wissen aus »Tiefenpsychologie - Eine Einführung«, einem Standardwerk aus den frühen 1970er Jahren.

Politische Argumente haben bei Amann Seltenheitswert. So wird der Vorschlag der AfD, Flüchtlinge auf Inseln außerhalb Europas zu verschiffen, kurz als Lösung bezeichnen, »die keine ist« [44]. Dass Australien auf genau diesem Weg die Zahl der Opfer unter den Flüchtlingen praktisch auf Null gebracht hat, weiß die Autorin entweder nicht oder sie will es nicht wissen. Sie hat ja ihr Thema: Die AfD und die Angst. Die macht sie quer durch ihr Buch überall aus. Sie unterstellt sie gleichsam im Rundumschlag den Mitgliedern der Partei; und das wie selbstverständlich ohne Beleg. »Diese Vermutungen über die Gefühlswelt der AfD-Politiker sind schwer belegbar, aber sie sind naheliegend.« [47] Auch eine Art, einen Faktencheck zu unterlaufen. Was »naheliegend« ist, kann ja nicht falsch sein.

Dabei gesteht Amann der AfD Ängste zu. »Nicht alle Ängste im AfD-Milieu sind irrational« [12]; sie gibt zu, dass »viele Kritikpunkte« der AfD z.B. an Talkshows »eben auch berechtigt« [82] sind. »Es sind die Auswüchse dieser Gefühle und Anschauungen, die die AfD aus meiner Sicht zu einer Gefahr machen« [12], schreibt sie. Also fokussiert Amann auf die Extreme; d.h. im wesentlichen auf Höcke. Doch Höcke ist nicht die AfD, das weiß auch Amann. Sie sieht die Idealisten in der Mehrheit, »die im Hintergrund die Alltagsarbeit der Partei stemmen. In diesen Leuten lebt die anfängliche, gemäßigte AfD fort.« [15] Was denn nun?, fragt sich der Leser: Ist die AfD nun gemäßigt oder ist sie rechtsradikal?

Zwangsläufig verstrickt sich Amann daher auf ihrem Weg, die Geschichte der AfD zu beschreiben, in immer neue Widersprüche. Das beginnt mit den Anfängen der AfD. Den erkennt die Autorin, wenig originell, in Thilo Sarrazin und seinem Bestseller »Deutschland schafft sich ab«. In ihm wurden die Themen gereicht, mit denen die AfD Politik machen wird. Dass Sarrazin seine Thesen stringent untermauert, macht Sarrazin rational, macht ihn schlüssig, auch widerlegbar; also nichts da Gefühl. Und wenn Amann den Gründervater der AfD, Bernd Lucke, als kalkulierenden Professor für Wirtschaftsfragen beschreibt, der »mit Matrizen hantiert, die ganze Tische überlappen« [119] und »noch nüchterner« [119] spricht als Angela Merkel, dann klingt das gleichfalls nach Hirn und nicht nach Bauch. Macht aber nichts - für Amann sind die AfD von Lucke und die AfD nach Lucke »ein und dasselbe Gewächs« [115]. Getrost hebt sie Intelligenz, Nervenstärke und bürgerliches Profil [15] von Frauke Petry hervor - also nichts, was auf Gefühlduseleien verweist. Dass hier etwas an der Angstthese faul ist, scheint die Autorin nicht einmal zu merken. Dabei könnte gerade an diesem Widerspruch eine sinnvolle inhaltliche Analyse beginnen.

Weil die Betrachtungen tatsächlich nicht passen, ergeht sich das Buch in einer endlosen Wiederholung der These, die AfD lebe allein von Angst. Tiefer begründet wird hier nichts. Der Text wird durch die bloße zeitliche Reihenfolge zusammengehalten. Am Ende ergibt sich eine Sammlung von Erlebnisprotokollen; hier eine Beschreibung der Garderobe von Alexander Gauland, dort private Details über die erste Ehe vom Frauke Petry; von der Autorin mehr, meistens aber weniger spannend erzählt. Nur die versprochene Wahrheit über die Alternative für Deutschland, die bringt die Autorin nirgends ans Licht. Kein Wunder, dass Marcus Pretzell sie öffentlich als »unprofessionelle Klatschbase« [44] tituliert hat.

Weil Amann keine These gedanklich und belegbar verfolgt, muss sie sich auf erläuternde, sprachliche Bilder verlassen. Und für solche hat sie einen Faible. Da ist der pausbäckige Hinweis auf einen, der im Glashaus »keine Steine, sondern Felsbrocken wirft«, dem es aber »stets gelingt«, »den Scherben auszuweichen« [183] - Marcus Pretzell ist gemeint. Götz Kubitschek wird als einer beschrieben, der »mutwillig gegen die Demokratie« tritt, wie ein Kind »gegen eine Sandburg«. Die AfD wird mit einem Bild aus der Bibel erläutert: »Die AfD wirkt wie der biblische brennende Dornbusch, aus dem es ruft: ' Ich bin, der ich bin!'« [273] Die Demokratie als Sandburg, die Stimmen aus der AfD als Stimme Gottes. - Zwei Beispiele, wie sich jemand wieder und wieder sprachlich vergaloppiert.

Nach der Groteske kommen, wie könnte es anders sein, die Fehler. Wenn Amann schreibt, Frauke Petry könne »Bypässe zum Bundesvorstand legen« [211] und damit andeuten will, Petry suche sich, wenn nötig, Mehrheiten bei den Landesvorständen, dann hat sie den Bypass offenbar nicht richtig verstanden - der würde am Bundesvorstand vorbei zu den Ländern gelegt. Zugegeben, ein lässlicher Fehler. Selbst die Behauptung, die 41.5% der CDU/CSU bei den letzten Bundestagswahlen wären »eines ihrer besten Ergebnisse seit Gründung der Bundesrepublik«, darf man Frau Amann verzeihen. Sie nimmt es eben mit Sprache und Fakten nicht so genau. Vollkommen angstfrei macht sie einen 12. Platz zu einem der Besten.

Schwerer wiegt, wenn Frau Amann Leuten, die den Unterschied verschiedener Ethnien wie Deutsche und Afrikaner als gegeben annehmen, indirekt Rassismus unterstellt. Der folgt nämlich, zumindest laut Amann, schon aus der Bildung solcher ethnischen Gruppen. Wer das bestreitet, dem entgegnet sie in einer Art Kurzschluss: »Als ob auf die Gruppenbildung nicht zwangsläufig die Frage nach der Gruppenwertigkeit folgen würde. Wozu müsse man sonst unterscheiden?« [102] Offenbar kann die Dame vom Spiegel Unterscheidung und Wertung nicht unterscheiden. Wer so denkt, muss ja beim Gleichmachen enden. Für den sind dann auch Landeslisten und Bundesliste ein und dasselbe - auch wenn es eine Bundesliste im deutschen Wahlrecht überhaupt gar nicht gibt. [184]

Den Gipfel des Unsinns erklimmt die Autorin jedoch mit dem Titel »Angst für Deutschland«. Hat sie keinen Lektor gefunden, der ihr gesteckt hat, dass es eine »Angst für etwas« im Deutschen aus guten Gründen nicht gibt? Doch dieser Titel verfolgt einen Zweck: So können auf dem Buchdeckel die Buchstaben AfD in Kreuzworträtselmanier abgesetzt werden.

»Angst für Deutschland« wäre kein Buch über die AfD, wenn es nicht auch etwas zur Problemlösung beisteuern würde. Denn Melanie Amann begreift die AfD als Problem - statt die AfD im Kontext der Probleme zu denken, auf die sie, die AfD, völlig berechtigt, wie die Autorin selber mehrfach erwähnt, verweist. Daher begreift Amann die Alternative für Deutschland auch nicht. Sie ist, aus welchen Gründen auch immer, so emotinal involviert, dass sie immer gerade dort aufhört zu denken, wo es interessant werden könnte. Etwa bei der Frage, warum es eine Aufteilung der AfD in drei Gruppen - Ideologen, Idealisten und Karrieristen - überhaupt gibt. Hier würde es tatsächlich spannend.

Statt dessen geht auch bei den therapeutschen Empfehlungen wieder vieles daneben. Was nicht wundert, denn sie hält Merkel tatsächlich für einen unfreiwilligen Helfer der AfD. Das ist zwar in etwa so plausibel, wie der die Öffentlichkeit empörende Vorwurf, Merkel hätte durch ihre Politik den Terroristen unfreiwillig geholfen - aber was machts. Diesmal hat es ja die bessere Seite gesagt. »Noch hilfreicher für die AfD sind Merkels Kritiker außerhalb der Union: ehemalige Verfassungsrichter wie Hans-Jürgen Papier oder Udo di Fabio, ehemalige Minister und renommierte Professoren wie Rupert Scholz und Ulrich Battis. Sie alle attestieren Merkel schwere Fehler, gravierende Rechtsverstöße, einen Verfassungsbruch gar, oder einen 'Akt der Selbstermächtigung'.« [247] So geht es weiter bis zu dem Satz, den man getrost als Schlüsselsatz der 300 Seiten ansehen kann: »Die AfD zu entzaubern ist mühsam, denn viele ihrer Parolen lassen sich auf harte Fakten zurückführen.« [267]

Ein redlicher Autor würde schreiben: Die AfD hat offenbar Recht und die Parteien und Medien täten besser damit, die Wahrheit zu sagen. Aber das geht offenbar nicht. Oder müssen wir sagen: Noch nicht? - Noch wird auch von dieser Redakteurin krampfhaft weiter an einem Bild der Alternative für Deutschland gebastelt, dass den herrschenden Medien und zur Politik passen soll. Daher kann dieses Buch die Wahrheit nicht treffen. Die lässt es nur in seinen eigenen Widersprüchen erkennen. Aber vielleicht lernt Frau Amann in Zukunft noch weiter dazu. Sie hat an und für sich erkannt, mehr als einmal bei der Einschätzung der AfD daneben gelegen zu haben. Schon auf der ersten Seite gibt sie zu, sie habe »mehrmals versagt«. »Immer wieder habe ich die Entwicklung der Partei falsch eingeschätzt, immer wieder musste ich meine Erwartungen korrigieren.« [9] Vielleicht wird es ja in einer mittelfristigen Zukunft noch was. Bis dahin bleibt die Autorin eben die »Klatschbase«, als die Marcus Pretzell sie tituliert hat - allerdings eine professionelle. Denn Geld verdient sie sich ja. Auch wenn es nur mit der AfD ist.

Freitag, 3. März 2017
Rollende Köpfe

Man kann die Türkei getrost in die EU aufnehmen, denn das Parlament der EU ist keinen Deut besser als Erdogans osmanische Quasselbude. Dort werden unliebsame Parlamentarier per Mehrheitsbeschluss aus der Immunität ins Gefängnis befördert: Kurden, Ungläubige, Gegner Erdogans.

Im EU-Parlament - die Bezeichnung Europa-Parlament ist eine Anmaßung - im EU-Parlament hat man sich nun auf eine ähnliche Strategie gegen Marine LePen geeinigt. Ihre Immunität wurde aufgehoben, weil sie Bilder veröffentlicht hat, die den islamischen Terrorismus in seiner ganzen Grausamkeit zeigen. Und das ist laut französischen Gesetzen verboten. Also das Veröffentlichen von grausamen Fotos.

Auf den Bildern war ein Körper zu sehen, von dem der Kopf abgetrennt wurde. Und das ist, um Herodes zu zitieren, ein übler Anblick. Nach Meinung einiger Medien hat LePen damit Propaganda für die moslemischen Terroristen verbreitet.

Was für eine seltsame Verdrehung der Fakten. Wer Bilder verbreitet, die die Grausamkeit islamischer Terrorgruppen dokumentieren, der betreibt deren Propaganda. Dieser Logik folgend, dürfte man auch keine Bilder von Konzentrationslagern zeigen. Von den Vernichtungslagern will ich gar nicht erst reden. Oder will mir jemand erzählen, Leichen, die man mit Bulldozern zu Leichenbergen aufhäuft, wären weniger grausam als ein geköpfter Journalist?

Aber das ist die Logik des Guten. Man schafft das schlecht Islamische mit einem Bilderverbot aus der Welt. Darin der berliner Regierung ganz ähnlich.

In Ostasien wurde vor einigen Tagen eine deutsche Geisel von islamischen Terroristen geköpft. Wo eine Regierung mit einem Funken Ehre im Leib einen Flottenverband auslaufen ließe mit dem Befehl, den Terroristen den Garaus zu machen, übt sich diese Regierung im medialen Vertuschen. Schließlich könnte eine solche Aktion feindselige Stimmungen gegen Moslems bewirken.

Dabei müsste das EU-Parlament, wäre es konsequent, nun auch die Heilige Schrift der Moslems verbieten. Denn in der heißt es in Sure 47, Vers 4, wörtlich: Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt.

Aber wahrscheinlich sind nur grausame Bilder verboten. Der verbale Aufruf zum Köpfen von Ungläubigen fällt nicht unter das Bilderverbot. Und das Ausschmücken der Hölle in heiligen Schriften rechnet zur Kunst.

Nun kann man Marine LePen also verklagen. Und die Straßburger Parlamentarier haben endlich erreicht, was ihr Ex-Präsident immer erstrebte: Sie beweisen Mut gegen Rechts.

Ob man mit diesem Trick den Sieg von LePen noch verhindert, das darf man bezweifeln. Denn auch die Franzosen haben von den Leisetretereien gegenüber dem Islam mehr als genug. Sie haben aus der Geschichte gelernt, während die Parlamentarier die Geschichte bloß imitieren.

Die Immunität ist eines der zentralen Momente parlamentarischer Macht. Und der Entzug der Immunität in aller Regel ein Kniefall vor der Autorität oder ein Zeichen, dass ein Parlament die Demokratie nicht mehr so ernst nimmt. Im gewissen Sinne schlägt es sich mit diesem Mittel selber den Kopf ab.

Donnerstag, 2. März 2017
Moscheeverein Fussilet '33

Vor zwei Tagen wurde in Berlin die Fussilet-Moschee geschlossen und der gleichnamige Moscheeverein Fussilet 33 verboten. Es ist derselbe Verein, in dem der moslemische Mörder vom Breitscheidplatz Ein- und Ausgehen konnte. Sozusagen der Hort eines Mörder. Das ist ohnehin schon bemerkenswert, dass es zwei Monate brauchte, bis eine solche Moschee für Mörder endlich schließen muss.

Aber wirklich seltsam ist, dass nie jemand gefragt hat, was "Fussilet 33" bedeutet. Es steht nicht für 1933. Es steht für die Sure 33, also einen Text aus dem Koran, dem heiligen Buch aller Muslime. Man sollte meinen, die Herrschaften in der Moschee wissen, warum sie diesen Namen ausgewählt haben. Ohne Frage passt sie zu ihnen. Denn dort heißt es ab Vers 25:

Und Allah ist Allmächtig, Erhaben. Und Er brachte die aus dem Volk der Schrift, die ihnen halfen, von ihren Burgen herunter und warf Schrecken in ihre Herzen. Einen Teil tötetet ihr, und einen Teil nahmt ihr gefangen. Und Er ließ euch ihr Land erben und ihre Häuser und ihren Besitz und ein Land, in das ihr nie den Fuß gesetzt hattet.

Welch wundervoller Euphemismus: Erben an Stelle von Rauben. Ja, diese Muslime wissen, warum sie in Deutschland sind. Sie wollen das Land erobern und die Nachbarn vertreiben. Oder wie soll man Vers 60 verstehen?

Wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und die, welche Gerüchte in der Stadt verbreiten, nicht (von ihrem Tun) ablassen, dann werden Wir dich sicher gegen sie anspornen, dann werden sie nur noch für kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein.

Und sie wissen auch, wie sie mit jenen verfahren, die sich ihrem Glauben nicht unterwerfen. Im direkt folgenden Vers 61 aus Fussilat heißt es: Verflucht seien sie! Wo immer sie gefunden werden, sollen sie ergriffen und rücksichtslos hingerichtet werden. Und Friedrich Rückert übersetzt gar: Gefluchete, wo man sie trifft, ergreift man sie, Und tödtet sie mit Tödtung; Nach Ordnung Gottes über Volksgeschlechter voriger Zeiten, Und nimmer findest du an Gottes Ordnung eine Wandlung.

Es sind häufig Mitglieder ausgerechnet dieser Religion, die ins Jammerkoma verfallen, wenn die israelischen Streitkräfte sie mal wieder aus Sicherheitsgründen härter angehen wollen. Wie es den anderen unter ihnen ergeht, kann man sich denken.

Nun ist das alles nichts Neues. Bemerkenswert ist es also nur für jene, die nicht Lesen können. Leider zählen zu diesen auch die Senatoren des Berliner Senats. Jedenfalls kümmerte sich bisher niemand um den Inhalt der Sure. Sie ist nichts weiter als ein Aufruf, die Genfer Konvention im Namen Allahs zu brechen. Ein Kommissarerbefehl gedeckt durch die Religionsfreiheit der Deutschen Verfassung.

Wieso also wurde dieser Verein nicht schon lange vorher verboten? Weil Gutdeutschland nicht liest. Auch das schlechte Deutschland hat nicht gelesen. Und später hat man dann blöd aus der Wäsche geschaut. Man hat von alledem nichts gewusst.

Dienstag, 28. Februar 2017
Fake-News aus Ankara

<satire> Wie heute aus der Türkei gemeldet wurde, hat man einen Türken mit deutschem Pass in Ankara verhaftet. Oder ist es ein Deutscher mit einem türkischen Pass? Die Meldungen widersprechen sich hier.

Sicher ist nur der Name: Deniz Yücel. Und dass er einen Text über die Türken und ihr Türkentum schrieb. Ihr Wortlaut hat den Regierungschef aus Ankara so erboßt, dass er die Verhaftung anordnen ließ.

In Kleinasien entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Türken gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird.

Wer so etwas schreibt und es wagt, anschließend ins Türkische Reich heimzufahren, der bettelt förmlich um Inhaftierung. Weiß der Mann nicht, wie Türken auf Beleidigungen ihres Volkes reagieren? Selbst wenn er zur Hälfte Deutsch sein sollte - auch eine halbe Beleidigung der Türkei ist eine ganze.

Und einmal ehrlich: Würden wir die folgenden Sätze über uns Deutsche klaglos ertragen?

Der baldige Abgang der Türken aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort "meckern" kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden.

Nein, bei solchen Worten kann man Erdogan bestens verstehen. Die Aufregung um die Verhaftung ist blanker Unsinn. So ein Mann würde auch in Deutschland verhaftet. Dafür bräuchte es hierzulande nicht mal einen Putsch.

Dass der Mann nun behauptet, der Text sei als Satire gemeint, wird ihn nicht retten. Denn mit Satire hat der Text herzlich wenig zu tun. Überdies musste Yücel wissen, dass Erdogan keine Satire versteht.

Damit ist es um ihn geschehen. Er wird neben all jenen, deren Name niemand kennt und kennen will, in einem anatolischen Verließ dahinvegetieren. Die Todesstrafe steht jedoch - das zur Beruhigung - nicht zur Debatte. Aber zum Lachen ist ihm trotzdem sicherlich nicht zumute.

Zugleich ergeben sich nun für den verkannten Satiriker ganz neue Chancen. Was ist besser für die Reputation eines unbedeutenden Schreibers als eine Verhaftung? Mit einer Strafe von einigen Jahren könnte es klappen. Dann erhält er, womöglich schon bald, den Nobelpreis. Langsam ist ja mal wieder ein Schreiber aus dem Orient dran mit dem Spaßpreis aus Stockholm. Und wenn das nicht klappt, reicht es vielleicht ja für Oslo. </satire>

Samstag, 25. Februar 2017
Die Entmachtung der Presse

Man wirft Trump gerne vor, er wäre autoritär. Das macht die Presse seit etwa einem Jahr. Beweise hat sie bisher keine geliefert. Sie schwadroniert nur und ist regelmäßig beleidigt.

Doch nun scheint sie einen Treffer gelandet zu haben. Sozusagen das Korn, das auch ein blindes Huhn einmal findet. Denn sie, die Presse, wurde von Trump des Weißen Hauses verwiesen.

Korrekt wäre es zu sagen, einige Presseorgane wurden ausgeschlossen. Aber mit der Wahrheit nimmt es die Presse im Umgang mit Trump nicht so genau. Schon weil rechte, kleine Presseorgane bleiben durften.

Das als Einschränkung der Presse zu begreifen, trifft den Kern - von einer Einschränkung der Pressefreiheit zu reden ist jedoch Blödsinn, denn Schreiben können sie weiter, was sie wollen und tun das auch. Doch diese von Trump verhängte Einschränkung ist völlig berechtigt.

Denn die sogenannte Vierte Gewalt nimmt sich heraus, was zuletzt Aristrokaten sich herauszunehmen getrauten: Sie spielen mit ihrer Macht, ohne auch nur eine Sekunde verantwortlich sein zu müssen für ihr Tun. Im schlimmsten Fall geht die Auflage runter. Darüber hinaus dürfen sie hetzen und lügen, verzerren und verleugnen, wie es ihnen gefällt. Immer mit dem Hinweis auf das Niveau ihrer Schreiber und die angebliche Qualität ihrer Berichte. Der Leser ist aus der Redaktionsstube betrachtet immer der, der vom Journalisten belehrt und geführt werden muss. Und wer sie gar nicht liest ist Vierter Stand. Ein Wunder, dass sie ihr Wahlrecht überhaupt ausüben dürfen. FÜrsten, König und Kaiser lassen grüßen. Die dachten über den Vierten Stand in etwa genauso.

Dieser Macht wurde von Trump nun ihr wichtigstes Mittel entrissen: Die Information. Die Presse kann nicht mehr berichten, denn der Präsident spricht nicht mehr zu ihr. Eine Reaktion, die sie sich redlich erarbeitet hat. Zu dröhnend war das Dauerfeuer einer pervertierten Journaille.

Dumm gelaufen, kann man nur sagen. Zuerst hat das mit der Meinungsmache nicht mehr geklappt. Die Wähler haben aus eigenen Stücken anders entschieden und Trump hat gegen die Presse im Grunde glänzend gesiegt.

Nun kommt zur Niederlage noch die Entwaffnung. Denn ohne Informationen geht der Presse sehr schnell der Saft aus. Sie gleicht einem entmachteten König. Seine Legitimation ist perdu und seine Stimme zählt nicht mehr als die der anderen Bürger.

Eine Macht ist dabei, ihre angestammte Macht zu verlieren. Früher nannte man das eine Revolution. So sollte man es auch heute noch nennen. Und plötzlich ahnt man die epochale Bedeutung des Sieges von Trump. Und versteht die Aufgeregtheit der Presse, die ihre Macht nicht abgeben will. Auch darin den Adligen ähnlich, die das von ihnen befreite Frankreich eilends verließen. Sie rannten nach Deutschland, denn dort war noch alles wie vorher.

Donnerstag, 23. Februar 2017
1917 - 2017: Wendejahre

Es könnte in diesem Frühjahr der dritte Schlag gegen die Herrschenden werden: Brexit - Trump - LePen. Weder mit dem Brexit noch mit Trump haben die Medien ernsthaft gerechnet. Im Sommer waren sie sich ihrer Sache so sicher. Allein die Idee eines Brexit ging nicht in die Köpfe der Kofeten des Kopfes. Seit 70 Jahren wissen sie, was gut für uns ist, für den Bürger. Das Reich der Vernunft schien begonnen zu haben.

Umso heftiger schlug die Presse zurück und macht es noch immer. Und dann gewann auch noch Trump so ganz gegen jede Erwartung. Der aber kann mit den Hetzkampagnen gut leben. Sie prallen wirkungslos an ihm ab.

Jetzt aber droht das dritte Desaster: Marine LePen. Die einzige wirklich Frau, die Europas Politik momentan hat. Nicht eines dieser Fräuleins aus Merkels Musterkollektion, oder ein androgynes Gebilde der Grünen. Nein, eine Frau.

Und diese Marine LePen liegt in den Umfragen mittlerweile dicht am Kandidaten der Volksfront - wer auch immer das wird. Der Beliebigkeit sind hier bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Die Hetzkampangnen fruchten nicht mehr. Der Bürger hat die Verleugner endgültig satt. Und das muss man noch einmal betonen: Brexit und Trump gewannen in einer Presselandschaft, dagegen waren die Verhältnisse in der DDR die eines artenreichen Biotops. Und trotzdem hat Trump gewonnen. Die Briten verlassen die Europäische Verwaltungsunion.

Damit aber wird der nächste Schlag möglich. Und ein Frankreich unter LePen bringt zuerst die EU und dann die selbstverlogene Politik der letzten Jahrzehnte ans Ende. Allerdings werden die, die sich für die Mehrheit halten, das Feld nicht einfach räumen. Sie werden versuchen zu putschen. In den USA ist man bereits auf diesem Weg. Aber die Demonstranten dort wissen, dass die Gegenseite nicht mit Knallerbsen wirft. Deshalb wagen sie nicht mehr als weibisches Jammern und Schreien.

Doch in Frankreich wird man das Ergebnis der Wahl nicht akzeptieren. Und dann steht Frankreich das Schlimmste bevor. Dagegen sind die momentanen Auschreitungen der Moslems überhaupt nichts.

Doch eines ist sicher: Wenn LePen schon ohne Presse die Mehrheit gewinnt - wie sieht es dann mit den Verhältnissen in Wahrheit aus? In einer ausgewogenen Presselandschaft würde sie leicht die 60%-Marke schaffen. Das sind die Mehrheiten - nicht die Eingebildeten der Nomenklatura. Und die werden sich zeigen.

Ohne Frankreich aber steht Deutschland mit seinen Moslem allein in der Wüste. Und die griechischen Schulden gibt es dazu. "Wir schaffen das", so hatte einstmals auch Ludendorff siegessicher getönt. Wie er es schafft, davon wusste er nichts. Später hat man ihn dann geschafft. Und noch später glaubte er selber, es hätte schaffen zu können. Armes Deutschland, das in trister Regelmäßigkeit von solchen Figuren regiert wird. Frankreich hat es da wieder mal besser.

Mittwoch, 22. Februar 2017
Wie dumm ist die FAZ wirklich?

Propaganda ist meistens vor allem eines: Sie ist dumm. Dann ist sie natürlich oft auch verlogen. Aber manchmal gibt sie sich den Anschein von Klugheit. In einem Umfeld, das sich für schlau hält, ist das auch nötig. Sonst merkt es gleich jeder. Und so versucht es die FAZ immer mal wieder mit Sachlichkeit. Es ist eben schwer für eine einstmals unabhängige Zeitung, jetzt Staatsblatt zu sein.

Vor zwei Tagen ging es in der Frankfurter Allgemeinen noch einmal um Schweden. Schon, weil es sich so schön mit Trump koppeln lässt. Der, falsch zitiert, über Schweden sagte, was über Schweden angeblich nicht stimmte. Die FAZ kennt die Wahrheit.

Tatsache ist: In Schweden herrschen keine bürgerkriegsähnlichen Zustände. Im Gegenteil, die Integration der Flüchtlinge läuft im Großen und Ganzen gut, wie ein OECD-Bericht aus dem Mai 2016 der Regierung in Stockholm bescheinigte. Anschließend schlägt man sich auf die Schenkel. Was sind Trump und seine Amis nur dumm.

Um das so richtig rund zu belegen - denn auch der deutsche Michel weiß, was ein Bericht der OECD wirklich Wert ist - um das so recht zu belegen, hat die FAZ recherchiert. Wie gefährlich ist Schweden wirklich? Und siehe da: Man kann es der Presse der Rechtspopulisten einmal richtig zeigen. Denn die Rechte mogelt mit Zahlen:

Gerade die schwedische Vergewaltigungsstatistik regte Breitbart und die islamfeindlichen deutschen "PI-News" dazu an, von einem Anstieg dieser Sexualstraftaten von 70 Prozent zu berichten, natürlich mit Verweis auf Migranten als Haupttätergruppe.

Um nun diese Zahl von 70 Prozent zu widerlegen, verfällt der Schreiberling der FAZ auf einen seltsamen Trick: Er betont, man könne die Vergewaltigungsstatistik Schwedens und Deutschlands nicht miteinander vergleichen. Um dann stolz zu schließen: Einen Anstieg von 70 Prozent lässt sich trotzdem schwer daraus herleiten.

Dass man die Werte der Statistiken der beiden Länder nicht vergleichen kann, mag ja stimmen. Steigerungsraten in den einzelnen Ländern kann man aber mit einiger Umsicht sehr wohl vergleichen. Und Steigerungraten in den einzelnen Ländern sind für sich genommen allerdings aussagekräftig. Sie beziehen sich nämlich auf die gleiche Erhebung.

Die Argumentation ist also kompletter Unsinn, die 70% dagegen ein belegbarer Wert. Die Gewalt kommt von Migranten aus moslemischen Ländern. Die Integration von Moslems ist dabei, ebenso zu misslingen, wie die Integration der meisten moslemischen Migranten, die schon länger hier leben. Es bilden sich Siedlungsgebiete für Moslems, in die keiner mehr rein darf.

Doch die Staatspresse hält der Regierung weiter die Stange. Ob der Schreiber nun lügt oder einfach nur überfordert ist von den vielen Zahlen - das kann ich nicht abschließend sagen. Hier hat sich jedenfalls einer die Mühe gemacht, den Anschein von Sachlichkeit zu erwecken. Schopenhauer sprach in solchem Zusammenhang immer gern von Dummbeuteleien. Auf die fällt der Leser leichter herein, als auf die platten Lügen anderer Blätter. Der Dumme bleibt er am Ende aber so oder so.

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Wie gefährlich ist Schweden wirklich?

Sonntag, 19. Februar 2017
Unter Alkohol

Seit die Sozialdemokraten Martin Schulz von der europäischen Resterampe nach Berlin geholt haben, berauschen sie sich an den aktuellen Umfragewerten. Natürlich reden sie sich Sachlichkeit ein. Schließlich sind Wahlumfragen ja wissenschaftlich fundiert, könnten gleichsam die Wahlen ersetzen. Und wen das nicht überzeugt, dem kommen die Genossen mit dem Gefühl von der Straße. Darin einem Autofahrer vergleichbar, der meint, er führe auch nach dem dritten Bier so wie sonst.

Aber nicht nur die Sozialdemokraten selber sind voll aus dem Häuschen. Auch die Staatsmedien wähnen sich im zweiten Frühling der Republik, die sie für die eigene halten. Endlich ist die Mitte wieder präsent, frohlockt die Frankfurter Allgemeine. Die Alternative für Deutschland scheint nach unten zu rutschen. Das muss man ja feiern. Wo es doch sonst - brennendes Frankreich, drohender Grexit, realer Brexit - so wenig zu feiern gibt. Noch vor zwei Wochen schien das Ende der Europäischen Union eingeläutet zu sein. Jetzt geht es aufwärts.

Dabei weiß jeder, was Wahlumfragen besagen. Statistisch liegen sie im Fehlerbereich von 2 %, dh. die Werte besagen nicht sonderlich viel, wenn sie einmal Schwanken. Darüber, dass sie auf 7 % runterrutschen, müssen die Grünen nicht gleich in Panik geraten. Erinnert sei nur an die Wahlen von Österreich und Sachsen-Anhalt und natürlich an Trump. Die Hauptverlierer waren die Umfrageinstitute.

Doch für Politiker und Journaille macht diese erste Schwalbe schon einen Frühling. Soviel Selbstbetörung muss sein. Und dabei ist es doch nur eine Bordsteinschwalbe gewesen. Von einem Diener der Einheitsparteien kann man nicht andres erwarten als einen gekauften Erfolg.

Bemerkenswerter ist jedoch die Bedeutung, die man diesem kleinen Lüftchen im Frühjahr beimisst. Sie zeigt auf den Stress, unter dem die Herrschenden stehen. In den letzten Monaten ist so viel an selbstverständlichen Machtpositionen verloren gegangen. Die Wahl von Trump war nämlich vor allem eines: Eine Niederlage der Medienmacht. Das links-liberale Establishment ist erschüttert. Deshalb liefen einige alternde Sternchen auf dem politischen Parkett Amokrunde auf Amokrunde, als wollten sie Jahre nach Reagan beweisen, dass Schauspieler als Politiker wirklich nichts taugen. Wären sie doch bei ihren Leisten geblieben und hätte noch ein paar Blondinenfilme gedreht.

Wahlumfragen als rettender Anker. So weit ist es gekommen. Ein Strohhalm, an den man sich klammert und aus dem man trinkt. Alkoholiker klammern sich so an den ersten Tag ohne Drink. Nicht wissend, dass die Euphorie über den ersten Erfolg, zur Krankheit gehört.

Samstag, 18. Februar 2017
Und wieder Frankreich

Wer wissen will, warum sich deutsche Linke und Grüne zu Hunderttausenden, ja Millionen Moslems ins Land wünschen und am liebsten heute schon Teil der Ummah, also der Gemeinschaft aller Muslime werden würden, der muss dieser Tage nach Frankreich schauen. Denn dort passiert, was sich die gesamte Linke inklusive ihrer anarchistischen Auswüchse sehnlichst wünschen: Es gibt Kravall. Das war 1789 schon so - und daher wird jene Revolution noch heute gefeiert. Das war 1968 ebenfalls so - und wird gleichfalls gerne gefeiert.

Heute sind es die Moslems, die dort randalieren. Seit ca. 3 Wochen brennen in den Pariser Vorstädten Autos und Barrikaden. Mittlerweile haben sich die Brände ins Stadtzentrum gefressen. Nicht dass deutsche Medien davon viel berichten. So weit geht die Leidenschaft der Deutschen für Revolutionen nun doch nicht. Das wissen die Herrscher der Medienwelt. Aber die Sympathien der Vereinigten Linken haben diese Gewalttäter sicher.

Das gibt dann ein böses Erwachen. Einmal für die taube Mehrheit der Deutschen, die sich angesichts scheinbar voller Kassen den Blick hinter die staatlich verordneten Nachrichten spart. Und dann natürlich für Linke und Grüne.

Denn die marodierenden Araber und Afrikaner haben nichts weiter im Sinn, als Europa in jenes Chaos zu stürzen, in das ihre Heimat sowieso schon versinkt. Haben jene erstmal die Mehrheit, dann wird man unsere Städte nicht mehr wiedererkennen. In der nächsten Stufe kommt die Balkanisierung. Von einer besseren Gesellschaft werden wir dann für sehr lange Zeit nichts mehr hören.

Jetzt zahlt Europa wie immer den Preis für sein Igonieren. Wer kann, sucht das Weite. Die Briten sind schon davon. Osteuropa schottet sich ab. Selbst innerhalb Deutschlands verläuft eine Linie, östlich der die Mehrheit auch sagt, dass sie den Islam schlichtweg nicht will.

Die Eskalationsstufen sind schon markiert. Die meisten französischen Soldaten werden in Frankreich selbst eingesetzt. Die Polizei darf mittlerweile früher auf die Aufrührer schießen. Es wird auch Zeit.

Das Bemerkenswerteste an all diesen Geschehnissen ist: Wir wussten es vorher. Es wurde jeden Tag aufs neue davor gewarnt. Aber die Vergnügungsgesellschaft macht es wie der französische König. Sie feiert bis alles vorbei ist. Dann beginnt die Geschichte von neuem, die doch angeblich aufgehört hat.

Donnerstag, 16. Februar 2017
Male des Nicht-Denkens

Die links-liberale Panikpresse hat noch immer nicht ganz geschaltet, dass Obama weg ist und keine Clinton ihm folgt. Da setzen Staatsmedien und Gutmenschen ein weiteres Denkmal ihrer Beschränktheit. Was sage ich Denkmal - es sind ganze Alleen von Malen des Nicht-Denkens.

Zuerst sticht einmal mehr Trump in die offenen Wunden der Kultur der Gutmenschlichkeit. Denn der Böse Onkel aus den Vereinigten Staaten verlangt doch tatsächlich von Deutschland, es solle einen angemessenen Beitrag zu seiner Verteidigung leisten. Die Deutschen hinken nämlich mächtig hinterher und lassen die Rechnung für ihre Gutmenschlichkeit die Amis begleichen. Nur dass die nicht mehr wollen. Jetzt kann man sich in Berlin überlegen, was man will: Weiter Nafris durchfüttern bis zum Abwinken oder für Sicherheit sorgen. Ich bin sicher, man findet eine friedliche Lösung. Offen sind die Grenzen ja schon. Warum nicht auch für die Russen.

Ein fast noch schöneres Mal des Nicht-Denkens setzte heute ein Untersuchtungsausschuss. Er befasst sich mit der NSA-Affäre. Nein, es wurden keine Mails von feucht-grünen Mädels verlesen oder gar Hass-Mails an Claudia Roth. (Arme Mitarbeiter der NSA.) Merkel nahm Platz und erklärte sich zur großen Unwissenden. Nicht nur in Flüchtlingsdingen hat diese Kanzlerin keine Ahnung. Sie ist die Ahnungslosigkeit in Person. Lübke hätte nicht schlechter regiert - die Älteren wissen wohl, was ich meine.

Merkel hat sich mit den links-grünen Gutmenschen einmal mehr echauffiert, dass man sich unter Freunden abgehört hat. Das Staaten keine Freunde sind, ist im Kanzleramt noch nicht angekommen. Mal sehen, wann Merkel merkt, dass auch die Guten Taten für Moslems von den Moslems nicht vergolten werden. Für die meisten sind wir dumme bezahlende Christen - und da haben sie ausnahmsweise mal Recht.

Ob Merkel sich auf ihre gutmenschliche Naivität am Ende was einbilden wird? Ich fürchte ja. Sie ist ja die Gute. Sie würde niemals Erdogan beim Telefonieren mit seinen Schergen im Ruhrpott belauschen. Unter Freunden macht man das nicht.

Dienstag, 14. Februar 2017
Wer hilft den Helfern? - Der Helfershelfer

Seit einigen Wochen schon ist die sogenannte Flüchtlingspolitik in der Kritik. Sogenannte Flüchtlingspolitik - denn niemand weiß so richtig, um wen es tatsächlich geht. Sicher ist nur, dass die begriffliche Beliebigkeit Teil des Systems ist.

An dem System verdienen sich einige Helfer eine goldene Nase. Andere haben für längere Zeit eine Stellung, die sie sonst niemals gekriegt haben würden. Und selbst der Helfershelfer kommt zu seinem Recht. "Wer hilft den Helfern", prangt es völlig unverfroren auf berliner Plakaten.

Diesmal ist Amnesty International an der Reihe. Als Reaktion auf die zunehmende Kritik an der Wilkommenskultur und deren offenkundigem kompletten Versagen, muss mal wieder das Blasorchester des Jammerns und Mitleidens aufspielen. Amnesty zaubert also schnell neue Verbrechen aus dem Hut. Und flugs kann die nächste Flutwelle kommen.

So wurden, laut Amnesty, in Syrien 15.000 Syrer von Assads Leuten getötet. Alle Opfer wurden erhängt. Alle Opfer wurden nach der Ermordung in der Umgebung von Damaskus verscharrt. Seltsam nur, dass diese Nachricht gerade heute frisch auf den Tisch kommt. 15.000 Ermordete - das sind doppelt so viele wie in Srebreniza. Gräber wurden bisher keine gezeigt. Hörensagen ist die Quelle des Guten.

Tatsächlich klingt es eher nach einer der vielen Geschichten, die man Amnesty glaubt, weil man Amnesty eben glaubt. Denn das sind ja die Guten. Und die dürfen auch einmal lügen. Für einen guten Zweck ist jede Lüge erlaubt. Selbst wenn das Gute am Zweck schon nicht stimmt.

Amnesty war auch gleich in puncto Tunesien munter, seit das Land zur Diskussion steht, Auffanglager für sogenannte Flüchtlinge einrichten zu sollen. Flugs tauchen Berichte über Folterungen in tunesischen Gefängnissen über Amnesty auf. Schon sind die Helfer der Helfer auf dem Posten und behaupten, abgelehnte Asylbewerber würden in ein unsicheres Land abgeschoben.

Dumm an der ganzen Begründung: Afrikaner, deren Asylantrag in Deutschland abgelehnt wurde, wurden in Tunesien offenbar nicht verfolgt. Was haben sie also dort zu befürchten? - Nachweislich nichts. Aber die Willkommenskultur fragt nicht Kausalitäten. Sie giert nur nach Geld. Und das kriegt sie. Die Helfershelfer sorgen dafür oder zumindest für den politischen Rahmen.

Die Folgen dieser politischen Haltung darf man gerade in Frankreich bewundern. Seit Tagen herrscht dort, was man getrost als Beginn eines Bürgerkriegs ansehen kann. Die Polizei bekommt die brandschatzenden Nafris nicht in den Griff. Die marodieren weiter unter "Allahu Akbar" Rufen in ihren Quartieren.

Sonntag, 12. Februar 2017
Die Leichenfledderer von Dresden

In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 griffen britische Bomber in zwei Wellen Dresden an, zerstörten den Stadtkern und töteten schätzungsweise 35.000 Menschen. Der Angriff hat eine hohe symbolische Bedeutung erlangt - auch wenn er nicht der verlustreichste und auch nicht der sinnloseste war.

Diese Bedeutung des Angriffs hatten schon die Nazis erkannt. Goebbels ließ den Horror auf die Mühlen seiner Propaganda lenken. Die Deutschen sollten wissen, was ihnen blühte.

Mit dem Kriegsende widmeten sich andere den Opfern von Dresden. Allen voran David Irving, ein zunächst durchaus angesehener Historiker, der über Dresden all jene Mythen feilbot, die sich bis heute halten. Allen voran die Zahl der Opfer: 350.000 Menschen seien in jener Nacht umgekommen und nicht die gleichsam läppischen 35.000.

Er konnte die Zahl nur dürftig belegen - aber die Opfer jener Nacht seinen Interessen dienbar zu machen, das verstand auch der spätere Holocaustleugner perfekt. Dass eine detaillierte Untersuchung die Zahl von 35.000 Toten längst belegte, ignorierte der britische Autor. Viele Tote lassen sich besser versilbern.

In jedem Jahr seit jener Nacht werden die Toten von Dresden für die verschiedensten Zwecken ausgeschlachtet. Die DDR machte das nicht anders als diverse Rechtsradikale. Und in diesem Jahr ist die Willkommenskultur an der Reihe. Sie hat die Opfer von Dresden für ihre Interessen entdeckt.

Um ihrem Anliegen, noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland zu holen, einen vertieften moralischen Rahmen zu geben, verbindet sie den Angriff auf Dresden mit der Belagerung von Aleppo: Ein syrischer Künstler, dessen Name bis vor einigen Tagen niemand außerhalb Syriens kannte, hat vor der Frauenkirche drei Busleichen senkrecht aufstellen lassen. Sein Modell sind drei Busse, die in Aleppo radiklalen Moslems als Straßensperre dienten. Der Islamische Staat als Ideengeber der Willkommenskultur.

Einmal mehr ersteigt die Willkommens- und Betroffenheitsideologie neue Höhen perfider Propaganda. Denn natürlich haben die Toten von Aleppo nichts, aber auch gar nichts mit den Toten von Dresden zu tun. Ebensogut könnte man das Wrack der Titanic in Dresden aufstellen in Erinnerung an die Opfer der Kälte. Oder die Käfige sämtlicher im letzten Jahr in Dresden verschiedener Hamster in Erinnerung an kindliche Trauer.

Wenn überhaupt solch ein Unsinn verzapft werden soll, dann stelle man diese Busse doch bitte vor eine Moschee. Damit wären auch die wirklichen Täter und der ideologische Rahmen benannt. Aber darum geht es ja nicht. Es geht allein um das Ausschlachten der Leichenberge von Dresden.

Goebbels, Irving und Willkommenskultur - sie haben eines gemeinsam: Die Hemmungslosigkeit, mit der sie ihre Interessen durchsetzen wollen. Sie befeuern ihre Propaganda mit den Leichenbergen von Dresden.

Leichenfledderei nennt man das, also das Ausrauben oder Ausplündern von Toten. Aber darin ist die Willkommenskultur ja geübt. Die Busse wurden nun noch mit Fotos von Gräbern ertrunkener Migranten drappiert. Verheulte Gesichter sind garantiert. Und wer gegen die Perversion der Hilfspolitik opponiert, ist ein potentieller Verbrecher.

Freitag, 10. Februar 2017
Der Rattenfänger von Würselen

Eine ganze Reihe von geflügelten Worten werden falsch gebraucht und dabei sogar in ihre Gegenteile verdreht. Die Faust, die aufs Auge passt, ist keine Beschreibung für gutes Passen. Und ein Rattenfänger ist ursprünglich keineswegs böse.

Indes, als Rattenfänger hat die neue Lichtgestalt der Sozialdemokraten die rechten Parteien bezeichnet. Nur: Kann man rechte Parteien als Rattenfänger bezeichnen? Ich meine nicht, ob man diesen Einzelfall erfolgreicher Resozialisierung verklagen sollte. Es geht nicht um das Dürfen. Martin Schulz soll schwafeln, was er will. Soviel Liberalität muss sein. Aber ist die Bezeichnung korrekt?

Offenbar nicht. Man muss nur einen kurzen Blick in die Geschichtsbücher werfen. Besser in die Märchenbücher zur Geschichte. Und siehe da: Der Rattenfänger von Hameln erscheint in einem anderen Licht. Also auch die Bedeutung der Figuren des Märchens.

Denn der Rattenfänger hat zunächst die Stadt Hameln vor Mäusen und Ratten befreit. Ob er das wirklich gekonnt hat, spielt hier keine Rolle. Aber in diesem Bild folgten die Nager dem Klang seiner Flöte in die Fluten der Weser. In dieser Lesart vergleicht Herr Schulz also die verführten Wähler mit Ratten. Die rechten Parteien beseitigen einen Ratten- und Mäusebefall.

Armer Prost Martin. Offenbar hat er im Vollrausch der Wahlumfragen voll daneben gegriffen.

Und das Märchen geht ja noch weiter: Der Rattenfänger fordert seinen verdienten Lohn für die Beseitigung einer Plage - bekommt ihn aber nicht. Er wird betrogen. In diesem Bild ist der Rattenfänger also ein Opfer der Bürger, die ihn um seinen Arbeitslohn prellen. Ein perfektes Neumitglied für die Sozialdemokraten.

Das ist die Strafe. Wieso wählt Schulz auch ein so populistisches Bild. Dabei wollte er doch etwas ganz anderes sagen. Jedenfalls wird sein Zitat gern kolportiert, als hätte er die rechten Parteien mit Ratten verglichen. Das aber hat er, streng linguistisch betrachtet, bestimmt nicht gemacht. Allerdings hätte er sicherlich nichts dagegen gehabt, die Rechten in die Nähe von Ratten zu rücken. Linke Aufklärer dürfen das ja. Und deshalb gab es neben Konzentrationslagern auch den GULAG.

Eine weitere Lesart des Märchens bringt nun wirklich eine interessante Note in den vergifteten Spruch. In dieser fehlen die Ratten und der Rattenfänger hat die Kinder einfach entführt. Nun ist er wirklich der Böse. Er taugte zur Dämonisierung der rechten Parteien.

Wenn da nicht noch der historische Hintergrund wäre. Denn Kinder aus einer Stadt zu entführen, das geschah in vergangenen Zeiten gar nicht so selten. Sie wurden entführt, um sie in die neuen Siedlungsgebiete im Osten Europas zu bringen. Der Rattenfänger schafft also in diesem Bild zukünftige Migranten.

Armer Herr Martin Schulz! Besorgen Sie sich endlich einen Berater, der sich auf deutsche Märchen versteht. Sonst gelten Sie schnell als Märchenerzähler. Oder selber als der, zu dem Sie die anderen machen: Als Rattenfänger, der die naiven Wähler verführt.

Mittwoch, 8. Februar 2017
Ist Claudia Roth satisfaktionsfähig?

Frau Claudia Roth hat vor Gericht einen Sieg erfochten. Oder wahrscheinlich besser: Ihr Anwalt. Ein Gericht ist ihrer Lesart einer Mail gefolgt und hat als Beleidigung eingestuft, was andere vielleicht als Meinungsäußerung einordnen würden: "Sie, Frau Roth, sei ekelhaft", hatte es dort wohl geheißen.

Ist es eine Beleidigung, Frau Roth als "ekelhaft" zu bezeichnen? Noch dazu in einer Mail, die gar nicht an Frau Roth gerichtet war, sondern an jemanden Drittes? Das Gericht sagt: "Ja", und hat in diesem Fall durchaus Recht, also auch gefühlt, nicht nur de jure.

Denn der Paragraph zur Beleidigung legt mit keinem Wort fest, welche Worte beleidigend sind. Er sagt allein: Eine Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Und was ist nun beleidigend? - Alles, was die Würde eines einzelnen Menschen herabsetzt. So lässt sich der Konflikt mit Artikel 5, die Meinungsfreiheit, umgehen. Die Würde des Menschen steht hier höher. Daher darf man Soldaten als Mörder bezeichnen, aber nicht den einzelnen Soldat in der U-Bahn.

Man kann über Frau Roth also alles mögliche sagen: Man darf sie nur nicht in ihrer Würde verletzen. Was aber ist entwürdigend? Wenn man sie als unansehnlich bezeichnet? Als hässlich? Als überwichtig? Als alleinstehend? Als kreuzdämlich? Ich kann es nicht sagen, würde aber empfehlen: Schaut doch einfach nicht hin. Entemotionalisiert die Debatte.

Nun werden einige sagen: Frau Roth beleidigt doch ständig. Etwa, indem sie Bürger als Rechte oder Rassisten beschimpft.

Ich bin nicht sicher, ob sie das wirklich gemacht hat. Doch selbst, wenn sie hätte. Es stellt sich zuvörderst die Frage: Ist es überhaupt möglich, dass Frau Roth einen beleidigt?

Eine seltsame Frage? - Durchaus nicht. Als Ignatz Bubis vor vielen Jahren als "Judenschwein" attackiert worden war, reagierte er souverän und sprach dem, der das gesagt hatte, die Satisfaktionsfähigkeit ab. Ein Begriff aus der Zeit, als Männer sich noch duellierten.

Nicht satisfaktionsfähig sein - das sagt man von Leuten, die für ihre Worte und Taten nicht einstehen können. "(I Can't Get No) Satisfaction" - das sangen die Rolling Stones lange bevor Frau Roth die Geschäfte einer deutschen Rockband betreute, deren Schülerzeitungslyrik deutsche Kommunarden in Erregung versetzte. Bliebe die Frage: Ist Frau Claudia Roth satisfaktionsfähig? Ich würde, ganz unerregt, antworten: Ich weiß es nicht. Und ich wills auch nicht wissen.

Montag, 6. Februar 2017
Totalitärer Journalismus

Ein Virus geht um in Europas. Das Virus der totalitären Demokratie. Die Frankfurter Allgemeine hat es gefunden - oder sollte ich lieber sagen erfunden? Diagnostiziert wäre auf jeden Fall falsch. Denn mit Diagnose und Analyse hat man bei dem Blatt der Verunft schon lange nichts mehr am Hut. Man beschränkt sich auf Zuarbeiten für die Regierung.

Wie das geht, beweist ein ansonsten vernünftiger Journalist: Jasper von Altenbockum. Er ist es, der dieses Virus ausgemacht hat. Und was das ist? Eine totalitäre Demokratie?

Bevor der Journalist zu den Inhalten kommt, klärt er, wo das Virus virulent werden konnte. In Amerika, in Frankreich und in Osteuropa. Dort ist es ausgebrochen. Und angesteckt haben sich die gelistete Länder bei Putin und Schirinowski. Die wollen das liberal-demokratische 'System' ersetzen.

Nun wäre sicher was dran, an der Behauptung, Putin und Schirinowski wollten das demokratische System in Russland ersetzen - vorausgesetzt, es hätte je ein liberal-demokratisches System in Russland gegeben. Hat es aber nicht. Vielleicht im Ansatz. Aber ganz sicher nie in westlicher Art.

Macht aber nichts - denn anstecken kann man sich auch bei anderen Arten. Denn es geht dem Redakteur um die westliche Staatengemeinschaft. Um Frankreich, um Polen, um die Vereinigten Staaten. Und natürlich um Großbritannien. Also um jene Länder, die sich vom vereinten Europa abgesetzte haben oder sich absetzen wollen. Sie sind bedroht von dem Virus.

Dieses Virus forciert den Kulturkampf. Den Kampf gegen Islam und Einwanderung. Dieser Kampf ist, so der Redakteur, ein Kampf ums Überleben demokratischer Institutionen geworden ist. Das muss man zweimal lesen: Der Kampf gegen Islam und Einwanderung ist zugleich zum Kampf ums Überleben demokratischer Institutionen geworden.

Um es deutlich zu sagen: Nicht Islam und Einwanderung sind die Bedrohung. Nein, jene, die sich gegen die Nafrisierung Europas wehren, sie sind die Gefahr. Den Islam muss man dann wohl als Garanten für westliche Toleranz und Freiheit verstehen. Auch wenn ausnahmslos alle islamischen Länder das Gegenteil zeigen. Soviel Selbstbetrug muss schon sein.

Unter diesen Viren der totalitären Demokratie - den Begriff zu erklären verkneift sich der Redakteur hartnäckig - unter diesen Viren der totalitären Demokratie sticht eines besonders hervor: Marine LePen. Denn sie droht mit etwas, das im letzten Sommer zur Überraschung aller geschah. Sie droht mit dem Austritt. Die droht mit dem Frexit.

Und nun geht den Hofberichterstattern - wie man so schön sagt - der Arsch auf Grund. Vor einem Jahre hätten sie müde gelächelt. Einen solchen Austritt kann es nicht geben. Nun gibt es einen, der auch noch gut für die Ausgetretenen läuft - da ist ein zweiter durchaus denkbar. Und diese Vorstellung raubt dem Mann von der Frankfurter Allgemeinen den Rest an Verstand.

LePen will den Kontinent in eine Existenzkrise stoßen - und nicht etwa Draghi. Ihre Wähler treibt es ins bodenlos Ungewisse - und nicht etwa die Herren aus Brüssel und Damen aus Berlin.

Man möchte den Redakteur gern über den Unterschied EU und Kontinent unterrichten. Man möchte den Redakteur auf Islamisierung und Hochverschuldung verweisen. Man möchte erklären, dass diese Einwanderung nur zerstört: Hier und in afrikanischen und arabischen Ländern. Doch es hilft nichts.

Diese Redaktionsstübler sind von Selbstgerechtigkeit und Starrsinn zerfressen. Sie kleben an ihren Gedankenkonstrukten und sind nicht mehr fähig, die Zeitenwende zu sehen. Deshalb können sie das demkratisch Gewählte nur noch zum Virus erklären. Zu einem Krankheitserreger. Diese rhetorische Wendung aber stammt aus undemokratischen Zeiten und verrät eine durch und durch totalitäre Gesinngung. Totalitärer Journalismus - er hat die Hirne der Redakteure zerfressen. Offenbar nun auch von denen, deren Artikel die Frankfurter Allgemeine lesenswert machten. Früher einmal.

*
Populisten in Europa - Das Virus der totalitären Demokratie

Sonntag, 5. Februar 2017
Resettlement - Täuschen mit Worten

Dass die Willkommenskultur und ihre politischen Vertreter der Blockparteien im Flüchtlingsrausch jeden zertrampelten, der sich ihnen in den Weg stellte mit Bedenken, das ist das eine. Wer auf Obergrenzen verwies und auf möglichen Terror, der war ein Rechtspopulist.

Doch nun, da der EU das Wasser bis zum Halse steigt und die nächste Flüchtlingswelle sie wegspülen würde, nun verbreitet sich Panik. Selbst einen Erzsozialdemokraten wie den Fraktionsführer im Bundestag Oppermann hat es erwischt. Er fordert:

Um die Schleuserbanden wirksamer zu bekämpfen, müssen wir ihnen die Geschäftsgrundlage entziehen, indem die im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge wieder zurückgebracht und zunächst in Nordafrika versorgt und betreut werden.

Vor einem Jahr noch hätte Oppermann einem solchen Satz einen Schnurbart verpasst. Doch nun verkauft er seine späte Erkenntnis als Weisheit. Haben Sozialdemokraten eigentlich schon jemals eine Erkenntis zum rechten Zeitpunkt gehabt? Ich wüsste nicht eine. Diese ranzigen Plaudertaschen kommen immer zu spät. Sie haben ihren Prost Martin verdient.

Wie das denn nun in Nordafrika aussehen soll, das verraten sie nicht. Das können sie auch nicht verraten, denn sie wissen es nicht. Zu wirksamen Maßnahmen waren Sozialdemokraten noch nie in der Lage. Sie können, wie ihre geistigen Brüder, die Marxisten, immer nur Erben. Erschaffen ist nicht ihr Ding.

Und genau deshalb ist die Idee, die Füchtlinge dorthin zu bringen, wo ihre Reise begann, auch geklaut. Und so wird auch der nächste Schritt, Afrika und Arabien sich selbst zu überlassen, von ihnen geklaut. Aber das ist Zukunftsmusik.

Vorher schwadronieren sie von einer "kohärenten Flüchtlings- und Einwanderungspolitik". Noch immer öffentlich den Menschenfreud gebend mit dem Geld der anderen Leute; "Entwicklungshilfe", diese buchstäblich olle Kamelle, soll es wieder mal richten. Deren ewiges Scheitern muss einen Sozialdemokraten nicht stören. Denn arabisch-afrikanische Populisten müssen so reden.

Doch dann bringt dieser Repräsentant des verlogenen Politisierens es auf perfide Weise gut auf den Punkt: Wer illegale Migration bekämpfen will, muss legale Wege der Einreise schaffen - über verabredete Kontingente innerhalb eines geordneten Resettlement-Verfahrens.

Für diesen Satz verdient der Sozialdemokrat einen Preis. Ok, der erste Teil ist noch der übliche Weg, mit dem Gutmenschen Kriminelle bekämpfen - sie redefinieren, was kriminell ist. Aber der zweite Teil ist nicht Tautologie, sondern blanke Täuschung.

Resettlement heißt übersetzt: Umsiedlung. Doch wer in Gutdeutschland heute Umsiedlung sagte, der ist - je nach Richtung der Umsiedlung - morgen ein Rassist oder man wüsste endlich, was er im Schilde führt. Resettlement klingt dagegen nach Brexit.

Resettlement ist eine Täuschung. Denn Oppermann weiß, was er sagt. Und er weiß auch, was gesagt werden müsste, macht das aber nicht. Und so müssen wir, wenn Oppermann demnächst womöglich Rexit sagt, auch dieses Kürzel für Refugee Exit selbst übersetzen.

Samstag, 4. Februar 2017
Ein letzter Walzer im Vielvölkerstaat

Staaten, die sich im Zustand des Verfalls befinden, fröhnen dem Vergnügen. Und für Staatengemeinschaften gilt natürlich das Gleiche. Sie gleichen einem Vergnügungspark kurz vor Sperrstundenbeginn.

Österreich war mal so ein Gebilde. Aber da hatte es noch seinen Kaiser und seine Musik. Bis zuletzt wurde getanzt. Man war ein Vielvölkerstaat, ein Staatengebilde eher und eines auf Abruf. An den Rändern begann es zu bröckeln. 1917 kam dann zur wirtschaftlichen die militärische Pleite. Einhundert Jahre ist das jetzt her.

Mit der EU ist es heute sehr ähnlich. Ihr brechen die Ränder weg. Nicht nur der Brexit - auch die osteuropäischen Länder sind auf Abstand gegangen, seit man sie zwingen will, Moslems bei sich aufzunehmen. Und die südlichen Länder sind nur noch dabei, weil deutsche Gelder sie halten.

Der Krach der Flüchtlingspartys in München übertönte die veritable Misere. Die Willkommenskultur tanzte ein letztes Mal Walzer. Nun kommt das Zetern. Man ahnt wohl, dass es nicht reicht, immer wieder auf die Schicksale im Mittelmeer zu verweisen. Man muss auch was tun.

Jeder weiß, dass es nur eine realistische Option geben kann: Niemand kommt mehr nach Europa. Afrika hilft sich entweder selber oder nicht. Wir können es nicht. Wer seine Überbevölkerung nicht in den Griff kriegt, muss unter ihr leiden, bis er es schafft. Exportieren darf keine Option sein. Auch nicht für die arabischen Staaten.

Aber da kommen sofort die Flüchtlingshilfswerker mit ihren gut dotierten Hilfsangeboten. Selten brummte der Markt für Pädagogen, Deutschlehrer und Psychologen wie heute. Doch sie dringen immer weniger durch. Die Politik begegnet den harten Realitäten. Schon wieder ein Mordanschlag durch einen Moslem. "Allua Akkbar" - Allah ist Groß. Wäre er es, wäre der Moslem nicht hier. Aber er ist es. Mit einer Machete hat er einen Soldaten niedergemetzelt und deutsche Medien sagt man: Ein Motiv sei nicht bekannt.

Die EU und das Österreich von vor 100 Jahren haben vieles gemeinsam. Vermeintliche Größe, ein weites Herz und eine genüssliche Zukunft. Man muss nur blind genug sein. Und man ahnt, wie es den österreichischen Adligen ging, als sie sich durch die letzten Jahre österreichischer Kaiserherrlichkeit schleppten. Die Fakten ignorierend stürzte man sich auf Pump in den nächsten Salon.

Mittwoch, 1. Februar 2017
Dumm und schlampig

Während sich die Kanzlerin Gutdeutschlands über Mauern und Einreiseverbote heftig erregt, hat sie offenbar keine Probleme, sich mit dem neuen osmanischen Sultan zu treffen. Aber so sind sie, die Gutdeutschen: Ihre Moral endet vor der eigenen Haustür. Es ist wie mit der Willkommenskultur. Die dient bekanntlich zuerst dem eigenen Bauch und dann kommt irgendwann der Verstand - falls er denn kommt.

Letzteres darf man aber mit guten Gründen bezweifeln. Denn ein Land, das über ein Einreiseverbot für einen US-Präsidenten berät, zugleich den Führer aller Türken in Deutschland auftreten lässt - ein solches Land hat bereits deutlich gemacht, wo es sich politisch verortet. Der Islam ist nicht nur ein Teil Deutschlands geworden. Offenbar fühlt man sich bereits als Teil des Islams.

Bemerkenswert daran ist allein, mit welcher Chuzpe man die Dummheit der Leute voraussetzt. Geradezu schlampig wird das Einfache notdürftig kaschiert. Die Mauer der Amerikaner gegen die Mexikaner hat natürlich nichts mit der berliner Mauer zu tun - es sei denn, man hält sich an die kommunistischen Sprüche vom anti-faschistischen Schutzwall. Solche Mauern sind auch nicht Neues: Mexiko schützt sich bekanntlich selbst nach Süden vor Einwanderern aus Guatemala. Und Saudi Arabien vor dem Jemen. Und dem Irak. Was hat das mit Deutschland zu tun? - Es baut wesentliche Teile des Zauns für die Saudis.

Dümmliche Propaganda hat verschiedene Gründe. Dumme Propagandisten, der Glaube an die eigene Macht, das drohende Ende der Macht. Für heute darf man wohl eine Mischung aus Dummheit und Sorge annehmen.

Die Machthaber wähnen sich am Ende der Macht. Sie geraten in Panik und verlieren darüber zusätzlich die Kontrolle über die Mittel, mit denen sie ihre Macht absichern müssen. Schlampigkeit ist in der Politik in diesem Sinne ein beruhigendes Zeichen. Es verweist auf ein kommendes Ende.

Dazu passt das plötzliche Auftreten des Ex-Präsidenten der Quote. Dass sich Obama aus dem Off plötzlich meldet, wurde in Gutdeutschland wie seine politische Auferstehung gefeiert. Dass dieses Auftreten einmal mehr seinen undemokratischen Charakter beweist, scheint nicht zu stören. Aber die meisten Medien und Politiker hierzulande verstehen sich ohnehin als Erzieher. Darin bewegen sie sich in den schlechtesten Traditionen des Landes.

Dienstag, 31. Januar 2017
Verbrechen und Strafe: Einreiseverbot

Ich will gar nicht auf die seltsame Interpretation der Genfer Flüchtlingskonvention durch Frau Merkel verweisen. Sie ist so lächerlich wie Frau Merkel selber. Nirgends steht in der Konvention etwas davon, dass sich ein Staat durch Flüchtlinge in Gefahr bringen muss. Sprich: Jeder Staat hat das Recht, sich gegen Terrorismus und Landnahme durch gesteuerte Flüchtlingsströme zu wehren.

Fast der gesamte Terrorismus der Welt geht von Muslimen aus. Die meisten Menschenrechtsverletzungen finden, seit die kommunistischen Regime Geschichte sind, statt in islamischen Ländern. Und kaum eine Minderheit tritt in anderen Ländern ähnlich frech und fordernd auf wie die Muslime. Es ist also das gute Recht eines jeden Landes, Muslime nicht zu sich zu lassen. Das gilt für Polen und Tschechien so gut wie für die Vereinigten Staaten. Und nur weil sich die Journaille echauffiert, heißt das nicht, dass die Mehrheit auch hierzulande Trump nicht insgeheim unterstützt. Allerdings haben es linke Krakeeler schon immer verstanden, Mehrheiten zu simulieren.

Jetzt sind sie wieder gemeinsam auf Achse - sprich: Sie demonstrieren. Zusammen mit Kopftuchträgerinnen, von denen man bei islamischen Anschlägen kaum etwas hört. Aufgeregt rennt umher, was in seinem Leben noch nie die Stimme gegen Rassismus in Moscheen erhob. Und dass das geheiligte Mekka keine Nichtmuslime einreisen lässt - welchen Moslem sollte das stören. Ich habe jedenfalls noch von keiner islamischen Protestveranstaltung dagegen gehört.

Aber wenn es an ihre Vorteile geht. Wenn die doppelte Staatsbürgerschaft halbiert oder eine Moschee dichtgemacht werden soll - dann werden sie wach. Wie jetzt, wenn die USA ihre Einreise einfach verbietet.

Dabei hätte das alles nicht sein müssen. Hätten sie ebenso deutlich gemacht, wo sie stehen, als es um islamische Verbrechen ging - niemand würde sie zur Verantwortung ziehen.

Im gewissen Sinne handelt es sich um eine Strafe. Eine Kollektivstrafe, wie man sie gegenüber Deutschen und Amerikaner wie selbstverständlich verhängt. Denn das Einreiseverbot ist die Reaktion auf den Terror. Den haben die islamischen Staaten, sofern sie dafür verantwortlich zeichnen, nicht unterbunden. Seit 70 Jahren überziehen sie damit die Welt. Iran, Libyen, Syrien - kein moslemisches Land, das nicht irgendwann Terror unterstützt haben würde.

Und auf das Verbrechen folgt nun einmal die Strafe. Das müssen Moslems noch lernen. Also dass die anderen irgendwann auf sie reagieren. Die ewigen Vergangenheitsbewältiger und Warner vor der rechten Gefahr sollten darin ihre Aufgabe sehen: Dem Islam seinen wirklichen Charakter zu zeigen. Den Moslems diese schlichte Wahrheit bald zu vermitteln.

Denn erst wenn die Muslime in der Moderne, und das heißt in der Zivilisation, angekommen sind, erst dann ist ein Zusammenleben mit ihnen möglich. Bis dahin erhalten sie in immer mehr Ländern Einreiseverbot.

Sonntag, 29. Januar 2017
Die halbe und nichts als die halbe Wahrheit

Trump packt den Stier wirklich bei den Hörnern. Er hat tatsächlich nichts versprochen, was er nicht halten kann. Den Rest regeln Gerichte.

Was ist passiert? Trump hatte von einer Stunde zur nächsten die Einreise von Bürgern aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern verboten. Eine Maßnahme, mit der er sich ganz sicher viele Freunde macht in Amerika und Europa. Zusätzlich wurde die Ausweisung all jener verfügt, die bereits eingereist und zB. auf einem Flughafen waren. Das Geschrei war verständlich. Die Rede von Deportation ist allerdings der übliche Blödsinn.

Diese und nur diese zweite Verfügung wurde nun von einem Gericht in New York gekippt. Daraus machen die gutdeutschen Medien eine riesige Meldung. Beim ersten Lesen kann dabei durchaus der Eindruck entstehen, Trumps eigentliche, wichtige Verfügung sei gleichfalls gekippt. Das aber ist falsch.

Die erste Maßnahme hat ohne Frage Bestand. Bürgern aus den Ländern: Irak, Iran, Libyen, Somalia, Syrien, Jemen und dem Sudan ist die Einreise in die Vereinigten Staaten vorerst untersagt. Die Gründe kennen wir.

Warum unterschlagen die Medien diesen wichtigen Teil? Weil sie wissen, dass Trump die Unterstützung der Mehrheit der Amerikaner sicherlich hat. Egal, ob die Altpresse das nun zugeben will oder nicht. Und in Europa ist es nicht anders. Auch in Deutschland hat ein solches Einreiseverbot eine Mehrheit. Daran kann alles Gekeife von Aktivisten nichts ändern.

Natürlich kommen nun auch wieder die üblichen Fragen: Warum ist Saudi Arabien nicht auf der Liste? Warum sind andere mehrheitlich moslemische Länder mit engen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nicht auf der Liste? Ganz einfach: Wegen der engen wirtschaftlichen Verbindung.

Nun waren die Fragen sicherlich kritisch gemeint. Man will auf die Doppelmoral der Maßnahme verweisen. Doch auch das ist wiederum Unsinn. Die USA wägen ganz einfach ab nach ihren Interesse. Und Wirtschaftsinteressen sind nun einmal ein wichtiger Punkt.

Dass der Iran nun keine US-Bürger mehr einreisen lässt, zeigt die ganze Hilflosigkeit der dortigen Mullahs. Welcher US-Bürger reist schon in den Iran. Und wer nun auf das Abkommen mit dem Iran über dessen Atomwaffenprogramm verweist und die Aufträge für US-Unternehmen, dem sei gesagt: Denn auch das Abkommen steht auf der Agenda: Es wird wahrscheinlich gekündigt.

Die Entscheidung des New Yorker Gerichts hat Trump auch seine Grenzen gezeigt. Der Rechtsstaat USA funktioniert also prima. Das sollte allen eine Warnung sein, die meinen, sie könnten Politik machen jenseits der Gesetze. Es braucht einen juristisch einwandfreien Prozess, um den Muslimen deutlich zu machen, was der Preis für Anerkennung in der westlichen, abendländischen Welt wirklich ist. Entweder werden die friedlich und lassen ihre Scharia zu Hause - oder sie bleiben zu Hause.

Freitag, 27. Januar 2017
Mal einen Denktag einlegen

Heute ist Ausschwitz-Gedenktag. An diesem Tag gedenken die guten Deutschen der ermordeten Juden. Aber ich möchte lieber nicht wissen, wieviele dieser guten Deutschen das 'ss' nicht bemerken. Wahrscheinlich sind es dieselben, die denken, Hans Frank sei der Vater von Anne.

Dieser Tag, der 27. Januar, war schon vor der Wiedervereinigung zum Propagandakleingeld verkommen. mit dem man Schulden begleichen und bei anderen eintreiben wollte. Der zweite sozialistische Staat auf deutschem Boden hat das über Jahrzehnte so gehalten und zugleich seine Einheitspartei von Zionisten gesäubert.

Arme Juden. Polen und Russen stehen zu ihrer Nation; aber wehe ein Jude wagt, sich zionistisch zu nennen. Jüdischer Nationalismus ist laut UNO-Resolution 3379 Rassismus. Die Deutsche Demokratisch Republik stimmte dem zu.

Aber dafür haben sie, die guten Deutschen, ja einen Gedenktag. Wie man den instrumentalisiert, durfte man im kleinen Rahmen bei den Grünen bewundern. Denn auch die verstehen sich auf dieses Geschäft mit der deutschen Geschichte. In Lichtenberg war es, vor knapp einer Woche im Lokalparlament.

Die Alternative für Deutschland hatte einen Neujahrsempfang im Rathaus Lichtenberg angekündigt. Und dieser lag auf dem heutigen Tag. Eine Provokation, fanden Grüne, Linke und Sozialdemokraten. Die AfD will feiern, während andere trauern.

Hier merkt man: Die Grünen haben ein ernstes Problem. Ihr Personal wird wegen verlorener Wahlen zunehmend ausgedünnt. Im Flüchtlingsstrom haben sie wohl den Blick auf die Bürger verloren. Vor allem aber scheinen sie ihre Nachbarverbände nicht mehr zu kennen.

Denn die Beschwerde über den Neujahrsempfang durch die Alternative am Holocausttag, hätte ebensogut nach Magdeburg geschickt werden können. Nein, nicht zur AfD. Aber der dortige Kreisverband der Grünen hat gleichfalls geladen: Zum Neujahrsempfang. Am Holocausttag. Mit Jürgen Trittin. Dumm gelaufen für die Ideologen der Grünen.

Wenn dieselben Grünen dann den Mitgliedern der Alternative für Deutschland attestiert, sie wäre oftmals gebildet, ist das ein Danaergeschenk. Sicher, wer hört nicht gern, er sei gebildet. Indes, wenn die Dummen das sagen, ist es nicht sehr weit mit der Ehre.

Denk mal nach, kann man den Grünen nur raten. Grad heute, an einem Gedenktag. Denktage einlegen - das wäre sinnvoll. Sinnvoller jedenfalls als Veggietage oder ähnlichen grün-blonden Blödsinn.

*
Neujahrsempfang der Grünen am Holocaust-Gedenktag

Donnerstag, 26. Januar 2017
Trump redet nicht nur - er mauert

Seit Jahren, nein, seit Jahrzehnten fliehen Mexikaner aus Mexiko Richtung Vereinigte Staaten. Und seit langem wird allen vorgegaukelt, es sei ein Akt der Menschlichkeit, das nicht zu verhindern. Selbstverständlich weist niemand darauf hin, dass das Problem ganz zuerst Mexiko selbst ist. Was ist das auch für ein Land, in dem seine Bewohner nicht wohnen möchten?

Nun bauen die USA eine Mauer. Denn den ständigen Zustrom von Mexikanern vertragen die USA auf Dauer nicht. Schon allein die Ankündigung dieser Mauer, hat Links-Liberale auf die Barrikaden getrieben. In ihrere notorischen Leichtgläubigkeit verbreiten sie ernsthaft, die Probleme Lateinamerikas wären in L.A. zu bewältigen. Nun setzt Trump einen drauf und bittet Mexiko für die Mauer zur Kasse.

Und warum auch nicht? Das Versagen ist, wie schon gesagt, ein Versagen auf mexikanischer Seite. Strukturelle ökonomische Unfähigkeit könnte man sagen. Und die wird niemals kuriert, indem man den resultierenden Dampf gegen andere ablassen lässt. Ökonomische Unfähigkeit wird geläutert durch Not. Das ist hart - aber wer sich dieser Erkenntnis verschließt, schießt Jahrzehnte Entwicklungshilfe in den Wind. China und Vietnam zeigen, wie es geht.

Aber das muss die gutdeutsche Presse nicht kümmern. Sie hat den Allesverschulder entdeckt: Donald Trump. An seiner Figur entlang errigiert links-liberaler Antiamerikanismus zu multiplen Erregungsstürmen. Die Frankfurter Allgemeine ist in dieser Hinsicht schwer überbietbar. Im schlimmsten Fall ist das aber nur das Epizentrum.

So what! Trump hat das Sagen. Und wenn man überlegt, dass er die Chinesen in nur 4 Tagen zu Sympathisanten des freien Handels gemacht hat - dann ist seine Masche wohl nicht nur bei Frauen erfolgreich. Sogar in Südamerika erntet Trump mehr Lob, als den Europäern Recht sein kann. Die Front bröckelt.

Und um das Fass voll zu machen, erklärt Trump, Flugverbotszonen in Syrien einrichten zu wollen. Das wird Putin bestimmt nicht gefallen. Nur kann der sicher sein, dass Trump meint, was er sagt. Und dass er handelt. Da hilf den Russen ihr Dieselträger herzlich wenig.

Arme Links-Liberale - eure Traumwelt nähert sich eiligen Schrittes dem Ende. Von wegen Ende der Geschichte. Ihr reiht euch ein in die Zwischenstufen des steppenden Weltgeist. Und die Freude und die Erwartung gilt dem folgenden Schritt.

Mittwoch, 25. Januar 2017
Die SPD auf Diät

Die SPD hat abgespeckt. Zuerst bei den Prozenten. Richtig, da sind die 45% in Hamburg. Aber die 12, 12, 10, und 12 Prozent in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergeben in etwas das gleiche. In Prozenten - ich weiß.

Nun hat sie auch noch ihr intellektuelles Leichtgewicht Sigmar Gabriel abgeworfen. Wohl in der Hoffnung, es ginge, wenn schon nicht vorwärts, dann wenigstens aufwärts. Endlich bundesweit sicher über die 20 Prozentpunkte kommen. Denn 30 Prozent sind laut Fraktionsvorsitzendem Oppermann für die Sozen angeblich drin. Aber ok, er sagt nicht von was.

Mit Gabriel erleichtern sich die Sozialdemokraten um eine Figur, die außer Peinlichkeiten nichts, aber auch gar nichts erreicht hat. Und auch wenn Gabriel insgeheim über seine Genossen vielleicht denken wird: "Dieses Pack!" Die SPD hat sich einen Gefallen getan. Sie setzt auf Diät.

Nun haben alle Diäten ihr Schlechtes: Man muss auf etwas verzichten. Aufs Rauchen, aufs Trinken oder ganz einfach aufs Essen. In der Politik sind es einfache Sprüche oder eingefahrene Thesen.

Doch genau darauf werden die Sozialdemokraten niemals verzichten. Nicht mit ihrem neuen Alten, dem Mann aus Europa: Martin Schulz. Der Rangiermeister vom Abstellgleis Straßburg ist nicht gerade für Einfallsreichtum bekannt. Wer heutzutage das Tragen einer Plakette mit der Aufschrift "Gegen-Rechts" für mutig hält, suhlt offenbar lieber im Modder der Moorsoldaten. Kann den Sozen nicht endlich mal einer stecken, dass nicht nur die Häftlinge, sondern auch die Wachmannschaften der SS das Lied damals sangen?

Martin Schulz soll es richten. Mit ihm will man sie im September besiegen. Nun sieht Merkel sicherlich schlecht aus. Aber Herr Schulz zeigt: Es geht immer noch schlechter.

Angegrauter Zottelbart, in dem man Essensreste befürchtet; der stiere Blick eines Oberschulehrers, der gern mit dem Rohrstock rumfuchteln möchte, das aber nicht darf; und eine Brille, die einen Schatten wirft, der Merkel jugendlich aussehen lässt; dazu die offenbar für heutige Sozialdemokraten typischen linkischen Lippen.

Martin Schulz steht für die SPD so wie Gabriel für sie stand. Eine Partei, die kaum mehr ist, als ihr Name. Und deshalb endet diese Diät wie die meisten Diäten: Nach einer kurzen Zeit des Erfolgs, geht es noch weiter abwärts.

Dienstag, 24. Januar 2017
Mit einem Federstrich: TTP

Da demonstrieren alle möglichen Leute seit Jahren gegen TTP und TTIP - es hatte wenig genutzt. Und nun erledigt ausgerechnet der, den die meisten Demonstranten am liebsten absetzen würden, zumindest das erste der beiden geplanten Abkommen mit einem Federstrich. Das ist Macht! Und das andere Ohnmacht.

Wahrscheinlich wird Trump mit TTIP genauso verfahren. Denn ganz offenbar meint er, was er sagt. Und schon löst sich die Hetze gegen Trump auf in einem Mustopf. Ist Trump nun populistisch, wenn er gegen die Abkommen stimmt? Oder sind es die Demonstranten? Oder gar die Hollywood-Sternchen, die sich in Gebiete gewagte haben, von denen sie nichts verstehen?

Vielleicht ist das ja der Grund für den Amoklauf gegen Trump. Medien und links-liberale Schickeria spüren nicht nur das Ende der Macht. Nunmehr stellt sich heraus, dass es mit ihrer Macht ohnehin nie wirklich weit her war. Und wenn dann ihre Pseudoideale erstmal im Orkus der Geschichte verblassen, sind sie schneller vergessen, als es den angeblich so Geschichtsbewussten lieb sein kann. Wenn auch nicht ganz so schnell wie der Vorgänger Donald Trumps.

Damit geht in diesen Tagen etwas Grundlegendes seinem Ende entgegen: Der Glaube, allein durch Verhandlungen ließe sich ausnahmslos jeder Streit schlichten. An zwei Orten der Welt wird wieder bewiesen: Nur Gerede ist wie nur Demonstrieren - es bringt nichts. Weder Frieden in Syrien noch an den israelischen Grenzen.

Russland und China haben das schon seit langem verstanden. Sie haben womöglich nie anders gedacht. Nun sind auch die Vereinigten Staaten wieder so weit. Nur Europa und hier auch nur die EU fliegen noch weiter wie das sprichwörtliche kopflose Huhn. Weiter mit Erdogan gackern - und gegen Trump die Plakate auspacken.

Montag, 23. Januar 2017
Friedliche Revolution

Das Jahr 1989 markiert eine friedliche Revolution - es markiert das Ende linker Ideologien. Also jener Gedankengebäude, deren Irrtümer ganze Landstriche menschenleer machten. Doch sie, diese Ideologien, verschwanden. Und auch wenn sich die Welt mit den letzten Resten da und dort noch herumschlagen muss - niemals wurden sie ernsthaft wieder gedacht. Allenfalls sind sie die Hobbys alternder Herren.

Heute läuft eine weitere friedliche Revolution um die Welt. Und diesmal überrollt sie die Denkgewohnheiten von zwei Generationen. Die links-liberale Welt ist an ihr Ende gelangt. Auch weil sie nur ein Produkt des Wohlfahrtstaats war. Und ihre intellektuellen Gespinste weltfremd die Welt überspannten.

Trump markiert dieses Ende. Und der panische Aufschrei der Gegner ist nur das Echo dazu. Kinder einer lichten, wenn auch belanglosen Zeit. Aber was kann schon lichten, wenn es ohne Belang ist. Nein, die Zeiten waren, auf Ganze besehen, reichlich trübe. Heute kann man den Leerlauf überall spüren. Europa ist sein Symbol.

Und so kehrt das Ergebnis zu seinen Wurzeln zurück. Auf einen Kontinent des seelenlosen Gelingens. Tatsächlich geht es insbesondere in Deutschland den meisten wirtschaftlich gut. Aber unter dem Deckmantel einer Verwaltung herrscht gähnende Leere. Partystimmung, morgens gegen halb Vier.

Trump hat ein Gefühl für diesen Niedergang der Gefühle. Und es spricht Bände, dass ausgerechnet Pop-Ikonen zur Revolution gegen ihn aufrufen müssen. Was zur Hölle ist eine Ikone des Pops? Steht sie mit ihren geleasten schwarzen Kindern nicht für den Niedergang einer ganzen Generation?

Über die Gründe für diesen Niedergang mag man streiten. In jedem Fall blieb der Westen in einem Leerfeld zurück. Gerade, als er und seine Fähigkeiten nötiger waren, als wir es uns denken.

Trump markiert den Weg dorthin zurück. Und der Protest der Entwurzelten wird nur von dem stillen Jammerbild übertönt, mit dem sie bestätigen, was die meisten insgeheim wissen. Dass sie und wir die innere Leere eigentlich nicht mehr ertragen.

Sonntag, 22. Januar 2017
Dummerchen unter Dampf

Eigentlich muss man die links-liberalen Dauerhetzer und Dauerhetzerinnen bewundern. Nach weit über einem Jahr Dauerfeuer und einer für sie komplett überraschenden Niederlage, die sie sich nach allen Regeln der Kunst der faulen Ausrede schönreden, legen sie nach der Amteinführung von Trump nun erst richtig los.

Selbst der Frauentag ist vorverlegt worden. Hundertausende gingen gestern auf die Straße, um für Frauenrechte und gegen Trump zu demonstrieren. Kein iranischer Mullah würde das schaffen. Unter Burka und Kopftuch scheint für die Front der Dummerchen mehr Freiheit zu lauern.

Aber nicht alle sind so. Good Old Britain blieb seinem Amerika treu und mit Theresa May kam eine Frau, den gewählten Präsidenten zu begrüßen. Kein Wunder, dass Trump sie schätzt: Ihr Brexit entwickelt sich zum guten Beispiel, wie die Festung EU endlich zerlegt werden kann. Denn wirtschaftlich läuft es in London - da können die vermeintlichen Wirtschaftsfachleute aus Frankfurt noch so zetern - weitaus besser, als in Brüssel erhofft. Kein Brite, keine Britin kommt betteln. Aber die Griechen und Griechinnen werden bald wieder kommen. Und hinter ihnen Araber und Nordafrikaner.

Die Deutschen haben also schon wieder nicht mal die Briten besiegt. Wie der siechende Verwaltungskoloss unter Merkel angeblicher Flüchtlingsmoral gegen die Vereinigten Staaten angehen will, bleibt da wohl ihr Geheimnis. Also halten sie sich wieder mal oder noch immer an die Osmanen. Und natürlich an ihr Konjunkturprogramm namens Willkommenskultur.

Merkel und die anderen kinderlosen aber kindischen Demonstrantinnen merken offenbar nicht, dass die Zeit des Wohlfühlfeminismus vorbei. Denn genau das steckt auch hinter diesem Gehetze: Die Hybris feministischer Macht. Einige Damen meinen, sie könnten alles bestimmen. Und es ginge immer so weiter mit der Rundumfinanzierung ihrer Marotten.

Dabei haben sie ihren historischen Auftrag erfüllt. Nur dass sie nun Abtreten können, das will nicht in ihre Köpfchen hinein. Und so trafen sie sich gestern zu einem Aufruf, der ihr Abgesang ist. Eine Versammlung von Dummerchen unter Dampf. Aber warum sollten sie anders verhalten, als einmal wie selbstverständlich mächtige Männer.

Freitag, 20. Januar 2017
Welcome, Mister President!

Am Ende von einem Jahr Dauerhetze der Links-Liberalen steht ihre Niederlage nun endgültig fest: Trump ist Präsident.

Das Stakkato wirklicher und angeblicher Skandale hat nichts weiter erreicht, als den Trotz einer wahrhaft großen Nation zu provozieren. Wir lassen uns von euch Schlaumeiern nicht sagen, schallte es über den Atlantik. Schauspieler und Schausteller, Publizisten und Pupser, Denker und Dichter, Politologen mit und ohne Mittlere Reife. Zu guter Letzt die Kamarilla aus Bundestag und EU-Parlament. Ihre Empörung ist verraucht, wie die Waldbrände, die japanische Flugzeuge anno '42 in Amerika legten und die letzten Schüsse der Deutschen Marine vor den Mauern Manhattens. Trump ist Präsident.

Hoffen wir, dass die Politische Korrektheit seiner Spottkanonade erliegt. Dass Genderieren zusammen mit Gentrifizieren in den Geriatriepark verbannt wird. Dass Gerechtigkeit nicht zur Schaffung rechtsfreier Räume missbraucht wird. Dass Schauspieler wie John Wayne und Clint Eastwood die moralischen Werte vorgeben. Dass die US-Navy wieder die israelischen Grenzen beschützt. Dass die nächste Invasion zur Befreiung von Diktatoren besser und nur in Ländern, deren Bürger sie schätzen, durchgeführt wird.

Denn bis Europa so klug ist und seine selbstgewählten Wohlfühlpriester abgewählt hat, wird es dauern. Bis dahin müssen es die Vereinigten Staaten wieder mal richten. Sie bringen nach Europa zurück, was Europa mal war: Europa.

Auch deshalb freue ich mich auf Trumps ersten Besuch. Das wird kein Siegessäulengesäusel. Das wird Trump. Und seine klaren Worte werden vielen hierzulande nicht passen. Nur dass sie ihn nicht abbügeln können. Denn Trump ist Präsident. Präsident der Vereinigten Staaten.

Donnerstag, 19. Januar 2017
Denk mal die Schande

Nun hat die Republik wieder mal einen Aufreger: Angeblich hat jemand aus der Alternative für Deutschland das Holocaust-Mahnmal als Schande bezeichnet. Als Schande für Deutschland.

Das ist natürlich nicht richtig. An keiner Stelle der Rede von Björn Höcke in Dresden wird das Mahnmal als Schande bezeichnet. Aber Höcke macht etwas anderes: Er konstruiert einen Satz, der offen lässt, welche Schande gemeint ist.

Die entscheidende Passage der Rede lautet: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." Entscheidend ist hier: Die ermordeten Juden werden überhaupt nicht erwähnt. Damit aber bleibt der Bezug der Schande zumindestens vage. Sind die Verbrechen der Deutschen gemeint? Oder ist die Instrumentalisierung des Holocaust für den Machterhalt durch bestimmte politische Kreise gemeint? Oder womöglich doch das Denkmal bzw. Mahnmal im Herzen Berlins?

Skandalös wäre allein die Lesart: Das Mahnmal sei eine Schande. Wenn Höcke das meint, dann wäre ihm tatsächlich der Eintritt bei den Nationaldemokraten zu empfehlen. Aber ich denke, das ist nicht gemeint. Es ist überhaupt nichts in diese Richtung gemeint. Gemeint ist nur der Skandal. Also das Produzieren von sich in der Öffentlichkeit, um Öffentlichkeit zu produzieren. Und das ist dem Thüringer aus Westdeutschland ohne Frage gelungen.

So wird einmal mehr eine unklare Formulierung, die ihren Missbrauch geradezu fordert, von beiden Seiten missbraucht. Hier von der Staatspresse gegen die Alternative für Deutschland. Dort von wirklich rechten Kreisen für ihre Interessen.

In der ganzen Aufregung um diesen missverständlichen Satz, wird anderer Unfug in der Rede komplett überhört. Denn natürlich sind die Luftangriffe auf Dresden nicht mit den Einsätzen von Atombomben gegen Japan vergleichbar. Letztere haben wesentlich Anteil am Kriegsende im Pazifik gehabt. Die Angriffe gegen Dresden aber haben den Europäischen Krieg nicht eine Stunde verkürzt. Und dass der alliierte Luftkrieg, wie Höcke behauptet, dazu gedient haben soll, die Deutschen ihrer kollektive Identität zu berauben - dafür gibt es nicht einen Beleg.

Und zugleich geraten auch die inhaltlich wichtigen und richtigen Passagen unter die Räder der Presse. Das Bild einer deutschen Kultur, das Höcke zeichnet: Mit dem Land, seiner Sprache, seiner Bildung, seiner Musik - dieses Bild trifft den Kern, um den es heute geht. Hier verliert dieses Land - wieder einmal - jeden Tag mehr. Allenfalls gelingt es uns noch, Fassaden wie die Frauenkirche oder das Berliner Stadtschloss zu errichten. Hinter diesen gähnt die Leere einer vom Vergnügen getriebenen geistlosen Willkommenskultur.

Montag, 16. Januar 2017
Jerusalem, ungeteilte Hauptstadt Israels

Demnächst, am 27.Januar, wenn alle Welt die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee feiert, demnächst sollten auch die anderen Staaten machen, was Trump für Amerika plant: Die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem, der unteilbaren Hauptstadt der Juden. Denn genau das ist sie: Die Hauptstadt Israels und eben nicht die Hauptstadt von Palästina oder wie immer die Araber ihren Möchte-Gern-Staat auf dem Territorium von Samaria und Judäa gern nennen.

Trump revanchiert sich mit der Anerkennung sicherlich auch für die letzten Tage Obamas. Der hat, eingeschlossen in seinen Führungsbunker, unter dem frenetischen Applaus seiner undemokratischen Anhänger, soviel politisches Porzellan wie möglich zerschlagen. Die Wahl verloren, können die Demokraten nicht damit leben, dass man sie eben nicht will. Und Obama schon gar nicht. Er hätte gegen Trump turmhoch, ja geradezu trump-high, verloren.

Der böseste Streich dieses Mannes der rassistischen Quote richtete sich gegen den jüdischen Staat: Der UN-Sicherheitsrat durfte Israel ohne amerikanisches Veto verdammen. Weil die Siedlungspolitik angeblich gegen das Recht der Völker verstieße. Das sagen ausgerechnet jene, die ganze Landstriche menschlich entleerten, bevor ihre eigenen Leute dort ansiedeln ließen.

Doch Trump verlegt den Botschaftssitz in das Herz der jüdischen Stadt. Er sieht ein, dass die Realitäten den feuchten Träumen der Araber und ihrer Terroristen von der Westbank widersprechen. Juden siedeln seit 70 Jahren in Judäa und Samaria. Langsam stellen sie die Mehrheit dort dar. Damit aber ist das Land israelisches Land.

Sicher - diese Strategie ist eigentlich eine nicht mal geheim gehaltene Waffe des Islam. Sich mehr zu vermehren als die anderen und dann das Land für sich nehmen. Aber die Juden sind auch aus anderem Holz geschnitzt, als die gepamperten Wohlstandsbürger in Mitteleuropa. Sie haben Kinder und wissen um die Charakterzüge der Moslems. Ja, ich weiß, nicht alle Moslems sind so. Aber so viele, dass diese Verallgemeinerung statt hat. Wie sonst sollte man ungezählte Kriege erklären und den elenden Wunsch, die Juden bei der nächsten Gelegenheit zu vernichten. Hamas und Hisbollah propagieren dieses Ziel jeden Tag wieder von neuem.

Israel und nun auch Trump machen klar: Wer uns attackiert muss mit den Antworten leben. Und dazu gehört auch die Eingemeindung der einstmals geteilten Stadt im Herzen des jüdischen Staates. Sie ist die israelische Hauptstadt. Das müssen die Araber lernen. Und wir sollten sie dabei unterstützen.

Sonntag, 15. Januar 2017
Die Flüchtlinge der Christdemokraten

Dass Frau Erika Steinbach die Christdemokraten verlässt, ist von tiefer Symbolik. Diese Partei, die ihr Dasein allein dem Nachkriegsdeutschland verdankt, hat den Kontakt zu ihren Ideen verloren. Sie ist nicht mehr die, die sie einmal war - vor einem gefühlten halben Jahrhundert.

Schon damals hatte diese Partei kaum eine Idee und schon gar keine Seele. Heute hat sie nicht einmal eine Idee von einer Idee. "Wir schaffen das" - inhaltsleerer geht es wohl kaum noch.

Die Christdemokraten hatten eine Funktion. Deshalb wurde der Mangel an Ideen und ihre Seelenlosigkeit nie wirklich bemerkt. Sie haben dieses Land durch seine tiefste Krise geführt. In einer Zeit, als das Anpacken zählte, brauchte man sich um sein Geschwätz von gestern nicht kümmern. Ein Anker hätte eher gestört. Die Tage der Wiedervereinigung sahen diese Politik in einem letzten Zenit. Anschließend wurde mit den Geldern der Zukunft verwaltet und die Wiedervereinigung verkam zur wirtschaftlichen Fusion zweier Teile des Landes.

Heute regiert das Geschwafel wiederum mit den Geldern der Zukunft. Denn die Flüchtlingspolitik ist nichts weiter als ein monströses Konjunkturprogramm a la Sozialdemokraten. Die Wirtschaft wird in ihren unproduktivsten Bereichen mit billigen Geldern gefüttert. Bei der Sicherheitspolitik kopiert man zuerst von den Linken und dann von den Rechten.

Die Christdemokraten sind leer. Und weil sie es sind, fehlt ihnen jeder Sinn für dieses Land. Nur ein Christdemokrat konnte es wagen, den Islam zu einem Teil Deutschlands zu erklären. Links davon hätte sich keiner getraut - und eine Partei mit Wurzeln in diesem Land, die tiefer reichen, als zum nächsten Parteitag - eine solche Partei hätte diesen Verrat an diesem Land und seinen Wurzeln niemals begangen.

Erika Steinbach steht für eine der Wurzeln: Die Verbindung zu den Ländereien des Landes. Sie steht für die Flüchtlinge, die tatsächlich deutsch genannt werden dürfen, weil sie es waren. Dieser Verbindungen hat man sich bei den Christdemokraten nunmehr entledigt. Weil man die nächste Flüchtlingswelle, deren Andersheit man auf fatale Weise verkennt, ebenso ideenlos zu verwalten gedenkt.

Wer jedoch seine eigenen Wurzeln verliert, den bläst der Wind der Geschichte davon. Frau Steinbach wird daher nicht gehen, sondern sie bleibt, wo die CDU einmal war und wird merken, was der Unterschied zwischen Tradition und Traditionsverein ist. Ideen machen eine Partei erst interessant. Eine Seele verleiht ihr den Halt. Alles andere ist nur kalte Verwaltung.

Samstag, 14. Januar 2017
Alt-Nazis und Jetzt-Stasis

Es ist absolut richtig: Wenn ein junger Mann von 19 Jahren sich politisch irrt, dann ist es nicht statthaft, ihm das ein Vierteljahrhundert noch immer unter die Nase zu reiben. Das galt schon für Günter Grass in der Waffen-SS. Und das gilt auch für Andrej Holm, den Stasi-Offiziersschüler in Diensten des berliner Senats.

Wenn aber ein Alt-Stasi die politische Meinung nicht ändert, dann gehört er noch immer zu denen. Es ist, als wäre ein Hitlerjunge Mitte der 1960er Jahre in die NPD eingetreten, nachdem er sich in den zwei Jahrzehnten zuvor für die Ideologie des Führers stark gemacht hätte. Er wäre keine Neonazi gewesen, sondern ein Nazi von heute.

Das unterscheidet ihn auch von Günter Grass. Der war einfach nur ein schnöder Rechthaber in moralischen Fragen, der zeigte, wie man mit Brausepulver einen Nobelpreis gewinnt. In einigen Jahren spricht kein Mensch mehr von ihm: Weder von seinen Bücher - noch von seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS.

Andrej Holm gehört dagegen in die Kategorie des Täters aus Überzeugung. Wer im September 1989 in die SED eintritt und wahrscheinlich nur deshalb die Staatssicherheit verließ, weil der Staat, für dessen Sicherheit er sorgen wollte, sich aufzulösen begann. Wem der Bundesgerichtshof eine "linksextremistische Einstellung" attestiert - der würde auch heute wieder in den Dienst einer linken Staatssicherheit treten. Mit umgekehrten Vorzeichen darf man ihn daher getrost als Jetzt-Nazi bezeichnen.

Sicher, die Verbrechen der DDR sind ungleich kleiner als die ihres sozialistischen Vorgängerstaates. Das Dritte Reich ist ein Schandfleck auf der moralischen Weste der Deutschen, die DDR dagegen ein Fettfleck. Aber die DDR stand in der Tradition verbrecherischer Regime, die es locker mit den Verbrechen der Nazis aufnehmen können.

Deshalb sollte der Rauswurf durch den sozialdemokratischen Bürgermeister von Berlin eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Er hätte nicht einmal dort sitzen dürfen, wo er sich breitmachen wollte. Nicht eine Sekunde. Aber so sind sie, die ideologischen Deutschen. Ihre Ehre heißt Treue. Treue zur Ideologie sozialistischer Reiche.

Freitag, 13. Januar 2017
Die Toten der Medien

Nach dem moslemischen Massenmord am 19.Dezember in Berlin war bald die Rede von den "Toten der Frau Merkel". Diese Bemerkung war juristisch sicherlich falsch, aber in der Wut über die Morde mehr als verständlich. Nun, im Nachgang der Ereignisse, sucht man die wirkliche Schuld: Bei den Diensten, bei Politikern, bei den Gesetzen. Wie konnte es überhaupt dazu kommen. Plötzlich stehen Fragen im Raum, warum der Mörder nicht längst außer Landes geschafft worden war. Warum konnte er sich vollkommen frei auf Kosten der Wirtsgesellschaft bewegen.

Diese Fragen werden von aufgeregten Journalisten gestellt, die intensiv nach den Schuldigen suchen. Dabei könnten sie eine Antwort ganz einfach finden: Indem sie sich selbst interviewten.

Denn es waren vor allem die Medien, die die Willkommenskultur ideologisch unterstützten. Und dafür muss man keine linksradikalen Blättchen zitieren. Praktisch jede Forderung nach der Umsetzung der Gesetze oder gar deren Verschärfung, wurde als Rechtspopulismus gebrandmarkt.

Damit aber wird die Verantwortung neu verteilt. Denn die Medien haben nun einmal die Macht, die sie selber genießen. Also bestimmen sie über die Ausübung ihrer Macht die Entscheidungsprozesse. Dadurch aber trifft sie eine Mitschuld an den moslemischen Morden. Wiederum nicht im juristischen, aber ganz sicher im politischen Sinne.

Diesen Teil der Ereignisse, die zum 19.Dezember führten, wird man allerdings nicht einfach klären. Denn eigentlich wäre es Sache der Medien, hier nachzuforschen. Sie müssten sich selbst untersuchen. Doch an diesem Punkt sind Medienvertreter nicht besser als Politiker und Beamte. Sie schützen ganz zuerst nur sich selber und verlassen immer als erste das sinkende Schiff.

Jorunalisten machen das auf besonders dreiste Art und Weise: Sie stellen sich hin und fragen Politiker Fragen, die sie selber vor einem Jahr gestellt haben müssten, aber nicht stellten. Und das im Tonfall derer, die neulich noch unter Pack und Rechte firmierten. Aber das ist ja das schön am Medienberuf: Man übt Macht aus, ohne für die Fehlentscheidungen gerade stehen zu müssen. Ja, man kann an den eigenen Fehlern sogar noch verdienen.

Diese Mitschuld der Medien gilt es deutlich zu machen. Die Wut darf sich daher nicht nur an den Verantwortlichen in Politik und Diensten kristallisieren. Sie sollte zuerst auf die Medien zielen. Die Toten vom Breitscheidplatz und die anderen Toten aus Paris, Brüssel und Nizza - sie fallen in die politische Verantwortlichkeit der Medienvertreter. Es sind im gewissen Sinne die Toten von Presse, Funk und vom Fernsehn.

Mittwoch, 11. Januar 2017
Beruhigend: Keine Sonderbehandlung für die AfD

Ja, meine Kandidatur für den Stadtrat in Lichtenberg ist beendet. Meine Person hatte keine Aussicht, vor den Blockparteien zu bestehen. Für Parteien, deren Personal in Teilen in den militärischen Verbänden der DDR diente - damit ist das Wachregiment "Feliks Dzierzynski" gemeint, gleichsam die SS der DDR -, für solche Parteien sind Kandidaten ohne linksfaschistische Vergangenheit unwählbar. Eine Ehre, die ich gerne annehmen werde.

Doch statt sich ihres Propagadasiegs zu erfreuen, schickt der Tagesspiegel einen Lokal-Reporter der online-Redaktion und lässt weiter wettern. Und das hat einen einfachen Grund:

Ein Beitrag des besagten Schreibers hat den Tagesspiegel so einige Euro gekostet. Ist halt blöd, wenn man die Unwahrheit schreibt und dann länger als zugelassen im Netz stehen lässt. Nein, über die Vereinbarung sage ich nichts. Das wurde mit dem Tagesspiegel vereinbart. Und an Vereinbarungen halte ich mich.

Aber den Reporter, den wurmt es. Also nimmt er sich die Geschichte aus dem Ora. Sie stand gestern ziemlich ausführlich in meinem Blog. Und der Schreiber gibt sie wider in seinen eigenen, unbeholfenen Worten. Und natürlich entstellend.

Und was lässt er weg, dieser Bericht? - Die Pointe! Die Geschichte aus dem "Ora", dieser Selbsterfahrungsdestille in Kreuzberg, wird in einem wesentlichen Punkte gekürzt: Was macht man mit einem mit einer isralischen Fahne, der sich zur Alternative für Deutschland bekennt?

Doch wie gesagt: Die Mannen vom Tagesspiegel lassen den jüdischen Aspekt, von dem ich gestern berichtet habe, einfach weg. Aber so kennen wir sie: Das Jüdische wird entfernt. Schon im Oktober hatte eine Reporterin eben dieser gutdeutschen Postille aus meiner deutsch-israelischen Flagge eine reine deutsche Flagge gemacht. Wem sie damit gefallen wollte, hat sie mir leider nicht mehr verraten. Mitglieder der Alternative für Deutschland können es sicher nicht sein, denn die mögen die israelische Flagge.

Aber lassen wir das. Schnee von gestern kann man sagen.

Schade ist es natürlich trotzdem, nicht Stadtrat zu werden. Denn so richtig endlösungsmäßig gefährlich konnte es bei aller Gewaltandrohung durch linke Faschisten nicht mehr werden. Wie sagte es der neue Bürgermeister der Linken laut Tagesspiegel: "Klar ist aber auch, für die AfD gibt es keine Sonderbehandlung." Da sind wir ja froh. Dass dem Reporter des Tagesspiegels dazu nichts einfällt, muss man nicht mehr eigens betonen.

Historische Unbildung fällt heutzutage mit sprachlicher meistens zusammen. Was fordert die CDU laut dieses innerlich rasende Lokalreporters? "ein klares Bekenntnis zur Verfassung und zur Demokratie des neuen Kandidaten." Danke für diese unfreiwillig komische, sprachliche Fehlkonstruktion. Solche Dinge werden mir fehlen.

Dienstag, 10. Januar 2017
Königreich der Faschismen

Heute Nachmittag hatte ich eine schöne Gelegenheit, Berlin von seiner ganz eigenen Seite kennenzulernen. Von der Seite, die man in dieser Stadt schon sehr lange kennt.

Ich war in Kreuzberg. Kreuzberg hat etwas von Jerusalem. Also jener Heimstadt dreier Religionen. Nur treffen sich in Kreuzberg wenigstens drei der guten Faschismen. Also Faschismen, die man in Deutschland für gut hält: Der Islam, das Gutmenschentum und die Linke. Kreuzberg - Ein Königreich der Faschismen sozusagen.

Ich war in einem leidlich gemütlichen Szenecafe verabredet, dem Ora. Wie meistens kam ich zu spät. Also nahm ich an, die, mit der ich mich treffe wollte, sei schon da.

Am Eingang entdeckte ich nun ein Schild, wie es sich einige linke Kneipen angehängt haben - sozusagen als Erinnerung an längst vergangene Zeiten: Ein roter Kreis mit einem diagonalen roten Balken über einem "AfD". AfD unerwünscht also. Wie gesagt, man kennt sowas aus längst vergangenen Zeiten.

Geht man da rein? Geh ich da rein? Nun, ich war verabredet und ich wollte sie nicht sitzen lassen. Also ging ich hinein.

Aber geht man dann gleich wieder raus? Lässt man sich so etwas gefallen und weicht jenen aus, die einen am liebsten ausmerzen wollen? Natürlich nicht! Nicht von denen. Diesen Salonfaschisten. Also habe ich auf die Bedienung gewartet.

Nun trage ich seit langem eine israelische Fahne am Revers. Auf der prangt in der Mitte ein Stern. Und als die Bedienung an den Tisch tritt, um mich nach meinen Wünschen zu fragen, zeige ich auf meine Israelfahne und den Davidstern und frage: "Darf ich als jemand mit einem Judenstern an der Brust hier sitzen?" - Die Bedienung, etwas verstört: "Wieso nicht?" - "Weil draußen ein Schild hängt: AfD unerwünscht." - Verwirrter Blick: "Ja, aber nur Leute von der AfD dürfen nicht hier rein." - "Ich bin in der AfD! - Muss ich jetzt gehen?" - Die Bedienung: "Ähmm,,... Ähmmm, Neee. Das Schild ist nicht von mir. Das hat der Chef angeklebt." Offenbar gilt in Kreuzberg noch immer: Chef befiehlt, wir folgen.

Ich habe dann einen Kaffee bestellt. Der Kuchen war gut. Obwohl mir die beste Szene aus Ingloiurious Basterds nicht aus dem Kopf gehen wollte. Nur dass diese Nazis nicht rauchen.

Vertreiben lass ich mich nicht. Nicht von linken, nicht von grünen und nicht von islamischen Faschisten. Auch nicht aus dem Königreich der Faschismen.

Montag, 9. Januar 2017
Der Krieg der Willkommenskultur

Es ist eine allgemeine Erkenntnis, dass die ersten Toten eines Krieges mehr Aufsehen erregen, als jene im weiteren Verlauf des Krieges. Als die Briten im Spätsommer 1940 die ersten Luftangriffe gegen Berlin geflogen hatten, strömten die Berliner aus allen Ecken der Stadt herbei, um die Schäden zu sehen. Am Beginn eines Krieges fallen die Toten noch auf. Die Gewöhnung kommt dann erst mit den Schlachten.

Nicht so im Deutschland der Willkommenskultur. In diesem Krieg interessieren sich die Deutschen gleich zu Beginn schon nicht mehr für ihre Toten. Der Ermordeten vom 19. Dezember wird nicht mal mit einer Gedenkminute gedacht, von einem Staatsbegräbnis will man gar nicht erst reden.

Gestern - also nicht etwa letzte oder vorletzte Woche - gestern wurden in Jerusalem 4 Israelis von einem Moslem ermordet. Die Nachricht war keine 5 Stunden später aus den vordersten Spalten der gutdeutschen Presse verschwunden. Israelische Opfer islamischen Terrors werden also ebensowenig beachtet.

Nun könnte man sagen: Arabischer Terror gehört im Staat der Juden zum Alltag. Aber das scheint nur die Sicht der Deutschen zu sein. Denn in Israel wurden die Bilder der Getöteten in den Medien jedem gezeigt. Dort bekommt der Tod ein Gesicht. Er macht die Israelis noch immer wirklich betroffen. Auch nach Jahrzehnten des Krieges.

In Deutschland gilt der medial Rummel dagegen dem Mörder. Das Gesicht des Tunesiers prangte in Deutschland von den Titelseiten jeder Gazette. Die Gesichter der Opfer des Anschlags vom 19.Dezember habe ich noch auf keiner gesehen.

Es ist erbärmlich, wie Deutschland heute seine Toten behandelt. Die Toten des linken Terrors von vor 40 Jahren wurden noch in allen Ehren zu Grabe getragen. Sähen die Begräbnisse bedeutsamer aus, wenn es einen der Politiker träfe, die uns die Lage als Normalzustand verkaufen? Wer weiß? - Deutschland bleibt ein seltsames Land.

Aber vielleicht befindet sich Deutschland ja schon lange im Krieg und es ist wieder einmal nur die Gewöhnung. Nur gilt dieser Krieg nicht dem islamischen Terror und dem ideologischen Boden, auf dem er gedeiht. Folgerichtig sollen islamische Verbände Gelder erhalten, damit sie sich ihrer radikalen Köpfe annehmen können. Ebensogut hätte man an die NSDAP spenden können, um SS-Männer zu läutern.

Der Krieg der Willkommenskultur gilt dem eigenen Land. Er ist das Resultat eines schnöden, autodestruktiven Rassismus. Deshalb interessieren die Toten unter den Deutschen die Deutschen nicht mehr. Sie gelten gar nicht als die eigenen Opfer.

Samstag, 7. Januar 2017
Safrisische Rechnungen

Nachdem die Nafris sich über das Mittelmeer in Richtung Europa aufgemacht haben, präsentieren nun auch Staaten aus dem Süden des traurigsten Kontinents ihre Rechnung: Herero und Nama verklagen Deutschland auf Reparationen wegen des Völkermords zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Dass das Töten der Herero und Nama ein Völkermord war, ist unbestritten. Allerdings ist die Frage, wer verantwortlich war, nur für den kommandierenden Offizier relativ klar. Für die deutsche Reichsregierung oder den Kaiser sind die Fakten deutlich komplexer. Denn wenn der damals amtierende deutsche Kanzler schreibt, dass die "vollständige und planmäßige Ausrottung der Herero alles durch die Forderungen der Gerechtigkeit und der Wiederherstellung der deutschen Autorität gebotene Maß überschreiten", dann ist das eine unmissverständliche Distanzierung. Ein Vergleich des Völkermords an Herero und Nama mit dem an den Juden ist daher schlicht Unfug. Er gehört in die Mottenkiste deutschfeindlicher Nazivergleiche.

Wenn sich aber die Reichsregierung distanzierte - wie kann dann das heutige Deutschland die Verantwortung tragen für ein Verbrechen seiner kaiserlichen Soldaten? Zumal nach einhundert Jahren.

Anders als in der Türkei, handelt es sich eben nicht um eine staatliche geplante, als Vertreibung getarnte Mordoperation. Da steht die Türkei in einer Linie mit dem Berlin des Sommers von 1941, nicht aber die Kaiserliche Regierung vom August 1904. Auch wenn die üblichen Ideologen das so darstellen wollen.

Es steht zu befürchten, dass das Manöver der südwestafrikanischen Stämme auf Einnahmen zielt. Da ist eine zur Bestie aufgebauschte Kolonialmacht gerade die rechte Adresse. Und natürlich werden die beiden Stämme ihre eigne Geschichte nicht laut weitererzählen.

Die Herero und Nama waren auch untereinander nicht gerade befreundet. Um 1700 hatten die Herero die Nama von ihren Weidegründen vertrieben. Nicht etwa mit friedlichen Mitteln, sondern mit Krieg. Das waren innerafrikanische Kriege, die man im anti-kolonialen Europa so gerne vergisst, wie die Einnahmen aus dem Sklavenhandel, die bei den Stammesfürsten verblieben. Vom islamischen Skalvenhandel will ich gar nicht erst reden.

Man kennt diese Märchen bereits von den Indianern. Wie Cortez mit 500 Mann die Azteken besiegt haben will, wird nicht gefragt. Denn andernfalls müsste man klären, dass Cortez ohne die Unterstützung tausender Indios, die von den Azteken versklavt worden waren, keinen letztendlich erfolgreichen Feldzug gegen Tenochtitlán geführt haben könnte. Dumm, wenn die geheiligten Unterdrücker selbst unterdrücken - und das nicht weniger grausam.

Als Ergebnis eines jener innerafrikanischen Kriege, hieß es schon Mitte des schon Mitte des 19.Jahrhunderts über den Stamm der Herero: "Das Hererovolk hat, soweit wir es kennen, aufgehört zu bestehen." Das war nach dem Krieg der Orlam-Afrikaner gegen eben jene Herero. Ob denen auch eine Rechnung für Völkermord zugestellt wird? Oder verrechnen die das untereinander?

Freitag, 6. Januar 2017
Ethnisches Profiling - Was denn sonst?

Eine Aufgabe der Statistik besteht darin, Korrelationen zu finden und zu untersuchen. Das ist in der Regel nicht einfach, sondern einen rechenintensives Geschäft. Denn nicht selten geben die Zahlen einen Hinweis, der tatsächlich nicht hält, was die Zahlen versprechen.

Oder man rechnet völligen Unsinn und versucht eine Abhängigkeit des Geschlechts vom Studiengang zu bestimmen. Die beiden berliner Medien RBB und Tagesspiegel können ein Lied davon singen. Jetzt kennen sie zumindest die Zahlen und wer sie bezahlt. Ein klein wenig Kenntnis in Statistik ist eben mitunter ganz nützlich.

Das aber ist harmlos - denn es geht nur um eine zu begleichende Rechnung. Gefährlich wird es, wenn eine Regierung sich um Korrelationen nicht kümmert. Denn die besteht. Und zwar zwischen islamischem Glauben und Terrorismus. Und zwischen Nafris und sexuellen Übergriffen in Deutschland.

Die Opfer dieser gewollten Blindheit wären leidlich bekannt, wenn da nicht dieses tiefe Verlangen grassierte, weiter Willkommensparty zu feiern. Also wird jedweder Zusammenhang schlichweg geleugnet. Und wenn er besteht, wird seine Erwähnung unter Strafe gestellt.

Ethnisches Profiling heißt heute das Wort, das den nafrisierten Parteien missfällt. Wer auch immer es wagt, den Kreis der Verdächtigen im Dienst der Sicherheit zu beschränken, der ist rechts oder rassistisch.

Dabei ist die Sache ganz einfach: Werden praktisch alle Terroranschläge von Moslems begangen, dann findet man Terroristen fast ausnahmslos unter Muslimen. Bei einem Anteil von Moslems an der Bevölkerung von 8% ist der Kreis der möglichen Täter ungleich geringen und die Sicherheitsdienste haben es entsprechend leichter präventiv zu operieren.

Ja, die Dienste arbeiten nicht nur effektiver. Zudem wird nicht unter überwiegend schuldlosen Bürgern nach möglichen Tätern gesucht. Von bombenlegenden Zeugen Jehovas oder messerstechenden Juden habe ich in Deutschland bislang nichts gehört. Warum also sollte man sie untersuchen?

Aber in Deutschland denkt man über Täter und Opfer seltsam verdreht. Und das nicht erst heute. Man sucht nicht unter den Gruppen möglicher Täter, sondern konzentriert sich lieber auf Zeugen Jehovas und Juden. Warum man das macht, ist vielleicht ein Problem der Psychologie. Sollen Psychologen es lösen.

Den Sicherheitsdiensten ist es, so kann man nur hoffen, egal. Die wissen, wo sie sie suchen, die möglichen Täter. Und vielleicht ergeht es den Unschuldigen in der Gruppe, aus denen die Täter stammen, wie einst den Deutschen: Sie kehren den Blick auf ihren ideologischen Grund, auf dem Verbrechen und Terror unter ihnen tagtäglich sprießen.

Ethnisches Profiling ist daher alternativlos. Es ist das rechte Mittel, den Tätern möglich früh das Handwerk zu legen. Und es schütze die Unschuldigen vor einem Verdacht, den sie nicht verdienen. Denn anders als andere dienen sie Mördern nicht als fahndungstechnischer menschlicher Schutzschild.

Donnerstag, 5. Januar 2017
Kriegsverbrechen

Israel erlebt gerade eine Debatte, die typisch ist für das Land. Denn es wird darüber gestritten, ob ein Soldaten einen wehrlosen, nicht gekennzeichneten Kämpfer des Feindes töten darf oder nicht. In islamischen Ländern würde das nicht diskutiert. Dort würde getötet. Aber das ist eben der Unterschied, den ich meine.

Der Fall in Israel wurde mir in der ersten Version als präventive Notwehr beschrieben: Der arabische Täter hätte auf dem Boden gelegen und wäre eine Bedrohung gewesen. Nach israelischen Zeitungen war das aber keineswegs so. Der Mann lag auf dem Boden, war wehrlos und das, was man einen Kriegsgefangenen nennt. Wer ihn erschießt, der begeht ein Verbrechen.

Hier wird es Zeit, deutlich den Rahmen zu klären. Israel befindet sich im Krieg mit den Arabern aus Judäa und Samaria. Doch jene Araber halten sich durchweg nicht ans Kriegsrecht, das unter anderem eine Kennzeichnungspflicht für Kombattanten einfordert. Mit den Verstößen gegen das Kriegsrecht haben also jene begonnen, die terrorisieren. Nur weist darauf hier niemand hin.

Diese Klarstellung hätte ihr gutes. Denn mit einer Kriegserklärung erhielten sämtliche militärische Operationen einen rechtlichen Rahmen. Schon deshalb sollte Israel überlegen, ob es den Staat Palästina nicht doch anerkennt. Er wird dann besetzt. Und wer auf den Bau von Siedlungen hinweist, den verweist Jerusalem auf die Russen in Königsberg und die Chinesen in Tibet. Deutsche gibt es dort nicht mehr. Und die Zahl der Tibeter geht kontinuierlich zurück.

Zugleich wären Angriffe gegen die Basen des Terrors legitimiert. Das Töten von Terroristen stünde auf einer Stufe mit dem Töten der Soldaten des Feindes. Tarnen die sich durch Nichtkennzeichnung als Zivilisten, trifft auch die Zivilisten eine Mitschuld. Zumindest können sie nicht mehr auf eine reine Unschuld plädieren.

Denn auch das sollte klar sein: Die Araber unterstützen den Terror. Also sollten sie mit dem Jammern aufhören. Und die Berufung aufs Recht durch Hamas und Hisbollah ist ohnehin nur ein Witz. Von denen wird das Recht nur zum eigenen Nutzen gebeugt.

All das ändert nichts an dem Fall: Das Erschießen eines gefangenen Soldaten ist ein Verbrechen. Und je weiter von der Front das geschieht, um so eher. Allerdings haben praktisch alle Staaten in diesen Fällen Milde mit den eigenen Tätern gezeigt. Wer Israel das nun vorwirft und den anderen nicht, beweist, wessen Geistes Kind er eigentlich ist.

Mittwoch, 4. Januar 2017
Nafrisierung

Das Wort "Nafri" hat alle Chancen, zum Unwort des Jahres 2017 zu werden. Denn Unwörter lieben die guten Deutschen. Über das Wort kommen diese Dummerchen meist nicht hinaus. Zur Sicherheit werden sie häufig überdies ästhetisch geschreddert.

In Zusammenhängen etwas zu denken, überfordert definitiv ihre intellektuellen Kapazitäten. Das gilt für die Regierung bis hinunter zum Flüchtlingshelfer, der das Risiko, unter seinen Geflüchteten einen Bombenleger zu finden, bedenkenlos hinnimmt, aber bei dem ungleich kleineren Risiko eines atomaren Unfalls, nach dem Ethikrat ruft. Oder weiß der Gutdeutsche nicht, dass man ein Risiko nach dem Schaden bemisst? Ist das Zählen der durch islamischen Terror Ermordeten womöglich schon diskriminierend? Wäre eine Vergleich mit den Todeszahlen durch AKWs menschenverachtend?

Was heute in Deutschland passiert, ist die Ausbreitung einer geistigen Krankheit. Seit wann sie grassiert und ob sie ansteckend ist, kann ich nicht sagen. Ich würde vermuten, sie hat mit dem Kohlrübenwinter begonnen, dh. vor einhundert Jahren. Und die buchstäblich heillose Aufregung über "Nafri" gehört zu den vielen Symptomen.

Eigentlich eine Abkürzung, die sich, wie der Name vermuten lässt, der Kürze verdankt, wurde sie in Stunden gleichsam zum linguistischen Zyklon-B stilisiert, mit dem böse Deutsche Nordafrikaner ausrotten wollten. War nicht auch noch das Wort "selektieren" gefallen? Die Hintergründe waren völlig egal. Die Frage, ob die Sicherheitskräfte nicht sogar in der Pflicht sind, die Gefährdergruppe unter die Lupe zu nehmen - diese Frage lässt man beiseite. Man hatte sich in Worte verkrallt. Und nun wurde alles aus diesen wenigen Zeichen gedeutet.

Früher hätte man diese Reflexe Aberglaube genannt. Heute hält sich, wer so reagiert, für einen besseren Menschen. Von der grünen Spitze bis zum Opfer böser Buchstabendrehereien Todenhöfer stehen sie auf und zeigen aufs Wort. Darin den islamischen Gläubigen ähnlich, die ihre Suren rezitieren. Einige meinen sogar, es reiche, die arabischen Worte zu hören. Man müsse sie gar nicht verstehen.

Dieses Land ist von etwas befallen, das ich den Wortglauben nenne. Der Genderwahn gehört ganz sicher dazu. Nicht, dass Worte unwichtig wären. Aber in dieser Form sind sie nur noch der klägliche Rest zusammenhängenden Denkens - nicht seine Perlen. Sie sind der Ausdruck einer Entwicklung, für die Nafrisierung die zeitgemäße Wortschöpfung ist.

Nafrisierung bezeichnet die fortgesetzte intellektuelle Nordafrikanisierung Mitteleuropas. Nein, nicht das Nordafrika Karthagos ist damit gemeint. Auch nicht das alte Ägypten. Es ist das Nordafrika nach seiner Islamisierung gemeint. Diese setzte sich nach Norden fort, wie die Sahara nach Süden.

Dienstag, 3. Januar 2017
Weißbluten vor Mossul

Der Begriff des Weißblutens stammt wahrscheinlich von General Falkenhayn, dem Architekten der Schlacht von Verdun. Er hat ihn erfunden, um seinem Scheitern, das einige Hunderttausend Europäer mit Gesundheit und Leben bezahlten, einen Sinn zu verleihen und meinte: Die Franzosen würden zu blutlosen Gebilden.

Heute findet neuerlich ein Weißbluten statt. Nein, nicht medienwirksam im syrischen Aleppo. Sondern in Mossul.

Diese Stadt im Norden des Irak wird schon seit Monaten von irakischen, iranischen und kurdischen Truppen belagert. Ihre Eroberung wurde mehr als einmal für die nächsten Tage suggeriert. Der Islamische Staat sollte endgültig besiegt und aufgelöst werden. Wie auch anders, wenn die halbe Welt gegen die Recken Mohameds zu Felde zieht. Man wollte den Islamischen Staat ausbluten lassen.

Die Fakten erzählen für jeden, der Lesen kann, eine andre Geschichte als die, von denen die Medien künden. In dieser fehlt meistens, dass Mossul die Kämpfer des Islamischen Staates begeistert empfing. Nicht obwohl, sondern weil die Mörderbanden Christen, Jesiden und gleich auch ein paar Moslems vertrieben. In dieser fehlt, dass Mossul in immer neuen Operationen eingekreist wurde - und doch bis heute nicht fiel.

So meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die letzten Wochen: "IS-Miliz aus Dörfern bei Mossul vertrieben" (28.03.) "Irakische Armee rückt nach Sieg in Falludscha auf Mossul vor" (19.06.) "Kurden-Kämpfer rücken auf Mossul vor" (15.08.) "Mossul jetzt - bald schon Raqqa" (29.10.) "Der Häuserkampf in Mossul steht bevor" (31.10.) "IS-Kämpfer in Mossul eingekreist" (23.11.) "Rückeroberung Mossuls in nächsten sechs Wochen?" (5.12) Da wundert es nicht, dass es gestern heißt: "IS erobert wichtige Route nach Mossul" (2.1.2017) Und all diese Wunsch-Überschriften stehen gleich neben einem Tagebuch des Großen Krieges.

Warum halten sich die Truppen des Islamischen Staates so gut? Weil sie die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung haben. Sicher will das hier keiner wissen. Nicht die Regierung, nicht die Muselmanenverbände. Denn dann würde das Bild vom entstellten Islam in sich zerfallen. Dabei ist es ganz einfach und logisch geradezu zwingend: Der Islamische Staat ist ein islamischer Staat.

Natürlich zieht keiner die militärische Schlagkraft der Koalitionsverbände in Zweifel. Doch die kommen gegen den Islamischen Staat nur Handbreiten weiter und das auch noch mit hohen Verlusten. Und zumindest diesem Punkt erinnert Mossel an Verdun. Der Sieg wurde auch dort vor jedem Angriff versprochen. Doch hinter jedem Meter eroberten Bodens fand man weitere Bunkeranlagen. Und am Ende des langen Sterbens eroberten die Franzosen alles Verlorene in Windeseile zurück.

So auch der Islamische Staat. Seine Recken sind wieder zurück in Palmyra. Und Mossul haben sie noch längst nicht verloren.

Montag, 2. Januar 2017
Generation moralischer Abgrund

Wer wissen will, wie die Grünen ticken, der muss zwei Kommentare beachten. Einer stammt aus dem vergangenen Jahr, der andere aus dem Neuen.

Da war eine Frau Renate Künast, die fragte, warum man einen potentiellen Mörder erschießt. Die Antwort ist eigentlich einfach: Damit er nicht mordet. Aber Frau Künast ist diese Klarheit entgangen. Im Land der Täter empfindet sie mit dem Täter. Ihr moralischer Kompass hängt schief.

Gestern nun erregt sich eine andere Grüne über die Behandlung von möglichen Tätern. Nordafrikaner waren zu Hunderten von der Polizei eingekreist worden. Man hatte aus den Ereignissen vor dem Kölner Dom offensichtlich gelernt. Und nun heißt es von den Grünen: "Unverhältnismäßige Mittel".

Ich möchte von diesen Grünen nicht wissen, wie sie es gemacht haben würden, um die Frauen zu schützen. Denn das wissen die nicht. Weder Künast noch Peter. Sie wissen es nicht, weil es sie nicht interessiert. Denn sie gehören zur Generation moralischer Abgrund.

Beide haben nicht den Hauch einer Ahnung, wie man Gefahren begegnet. Sie sind nicht eine Sekunde bereit, sich in die Lage der möglichen Opfer zu denken. Gefühlkälte ist es, was sie treibt. Denn sie setzen ihre ideologischen Vorstellungen über das Empfinden der Nächsten. Darin gleichen sie den Ideologen der düstersten Zeiten, als aus Menschen Material gemacht wurde: Entweder für eine bessere Welt oder als Seife und Goldreserve für den Profit.

Mitgefühl ist es, was fehlt. Es wurde ersetzt durch die Erregung bei der Negierung des Allgemeinen. Es gäbe keine "Nordafrikaner".

Dass diese schlauen Damen bei Deutschen plötzlich ganz anders denken, lass ich hier mal beiseite. Denn allein die Idee, dass es Nordafrikaner nicht gäbe, ist Unsinn. Jede Vernunft denkt im Allgemeinen. In Begriffen wie Nordafrikaner und Dummerchen, die das nicht sehen.

Dabei ist alles ganz einfach: Es gibt Nordafrikaner und die haben sich vor einem Jahr vor dem hell erleuchteten Dom ausgetobt. Also lässt man die Nordafrikaner in diesem Jahr nicht zum Dom. Die Dummerchen, die das kritisieren, haben nicht im Ansatz verstanden, dass Gefahrenabwehr zuerst in Wahrscheinlichkeit denkt. Und die Gefahr ging eben nur aus von den Nafris. Diese Bezeichnung haben sie weg.

Auch darüber erregen sich nun die grünen Gemüter. Über die Wortwahl. Die Menschen sind ihnen egal. Also jene Nordafrikaner, die noch in Nordafrika leben. Sie, die Grünen, sind nur mit sich selber beschäftigt und ihrer ideologischen Reinheit. Ein intellektualistischer Haufen ohne Mitgefühl und so etwas wie Seele.

Sonntag, 1. Januar 2017
Deutschland - Land ohne Glauben

Nein, das wird kein pfäffisches Salbadern. Es geht um mehr als Sonntagsreden, wie sie zu viele Pfaffen heut halten. Denn auch der Glaube ist eingebettet in eine Kultur. Ja, der Glaube ist mit Kultur unzertrennlich verflochten.

Aber was gibt der Glaube? In jedem Fall eine andere Bindung an das, was man beginnt.

Bei vielen Protestlern und bei praktisch allen Claqueuren gilt nur der Blick auf die unmittelbare Aktion. "Wir schaffen das", war so eine Aktion. Die Kirmesstimmung 2015 passte dazu. Sie glich der Stimmung von 1914. Der Blick geht aufs vergnügte Marschieren und keinen Deut weiter. Für diesen scheinbaren Tiefsinn haben einige das Wort "nachhaltig" erfunden. Alles soll nachhaltig sein und hält tatsächlich keine drei Wochen.

Eine Änderung wäre mit einem Denken verbunden, das eben nicht zum nächsten Event schielt. "Langfristig" wäre ein geeignetes Wort. Und hinter diesem lauert schon "ewig". Das ist auch den Freunden mitunter nur schwer zu erklären. Dass man etwas beginnt, weil man muss und es egal ist, wie lange es dauert.

Hier scheint der Glaube zu sitzen. In der Kirche in Polen war diese ewige Achse erfassbar. In Ansätzen auch bei der Mahnwache für die Ermordeten vom 19.Dezember an die in Berlin kaum noch einer denkt. Arme Angehörige, die sich alleine wissen mit ihrem Schmerz, den keine Sinnfrage auffangen darf. Nicht hier in Deutschland. Zumindest nicht heute. Denn das Leben geht ja für die anderen weiter, muss weiter gehen.

Wir schaffen es nicht. Soviel ist sicher. Aber werden es die anderen schaffen? Ist der Glaube an unsre Kultur ein wirklicher Glaube auf einer unendlichen Achse? Dann ist es nicht nur die folgende Wahl, die für uns zählt. Dann ist es mehr und dieses Mehr ersetzt das überall fehlende Etwas. Dauerhaftigkeit ist das richtige Wort. Hartnäckigkeit auch nach einem Rückschlag. Und immer das Wissen, dass der eigene Weg der Richtige ist. Was sage ich Wissen. Glauben, dass es so ist. Erst dann denkt und handelt man in der richtigen Weise. Die, die kein Aufgeben kennt. Die, die weiß, dass noch das kleinste Korn alles enthält. Nur so wandert man durch dunkle Täler wie dieses. Oder man endet im Schicksalsjahr des alten Europas: 1917.

Wir wissen nicht, wie es ausgeht. Aber wir wissen, dass alle Kulturen einmal verschwinden. Und dann aufs neue erblühen. Man muss nur an sie glauben.

2016 Top 2018
* Der Titel "Die Verheerung Europas" bezieht sich auf die Aufzeichnungen von Wilhelm Muehlon aus den ersten Tagen des Ersten Weltkriegs. Muehlon gehört zu den deutschen Intellektuellen, die heute praktisch vergessen sind. Sein Kriegstagebuch über den Zweiten Weltkrieg zählt zum besten und spannendsten, was über diese zweite europäische Katastrophe geschrieben wurde: Distanziert, zugleich beteiligt und immer mit einem Blick, den man sich für die heutige Zeit wünscht.
© Wolfgang Hebold
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